pro B64n: Etappenziel in 2016 erreicht

Bei der gestrigen Mitgliederversammlung des Vereins pro B64n stellte Altbürgermeister Jürgen Lohmann Aktivitäten aus dem vergangenen Jahr, sowie den aktuellen Stand des Bundesverkehrswegeplanes vor. Hier sei letzten Jahr ein Etappenziel erreicht worden: Die Wiederaufnahme der Ortsumgehungen Herzebrock-Clarholz in den „Vordringlichen Bedarf“ des Bundesverkehrswegeplans (BVWP).

Bürgermeisters Marco Diethelm stellte nochmal hervor, dass es weitere Vorteile neben der Entlastung der Ortskerne gäbe, wie z.B. Verdichtung von Wohngebäudeflächen innerhalb der Gemeinde, Verbesserung des Fachkräftemangels und die schnellere und bessere Anbindung der heimischen Unternehmen.

Neben den Vereinsmitgliedern berichtete verkehrspolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion Christoph Rasche über den Stand des Bundesverkehrswegeplanes aus seiner Perspektive und zeigte die Auswirkungen der anstehenden Landtagswahl auf. Wichtig sei vor allem, dass alle drei Ortsumgehungen Herzebrock-Clarholz, Beelen und Warendorf verwirklicht werden müssen, damit die Netzrelevanz für die Verbindung Bielefeld-Münster gegeben ist.

Der Vorsitzende der Initiative Ingo Steinel berichtete über die aktuellen Tätigkeiten der Initiative B64+. Hier stehen Vertreter der Wirtschaft aus den Industrie- und Handelskammern Nord Westfalen (Münster) und Bielefeld dahinter, die den seit Jahren geforderten Ausbaus der Verkehrsachse zwischen Münster und Bielefeld unterstützen.

Zum Schluss konnten die drei anwesenden Landtagswahl-Kandidaten Raphael Tigges (CDU), Susanne Kohlmeyer (SPD) und Rainer Gellermann (Freie Demokraten) einmal darstellen, wie sie den Verein bei seinen Aktivitäten unterstützen zu Gedenken, sollten sie in den Landtag einziehen.

Die B64n

Seit mehr als 30 Jahren warten wir in Herzebrock-Clarholz auf eine Entlastung von Lärm, Staub und Abgasen durch die chronisch verstopfte B64. Die B64 geht mitten durch das Herz unserer Gemeinde. Sie spaltet unsere schönen Ortsteile. Vor 16 Jahren – im Dezember 1996 – hat der Gemeinderat mit großer Mehrheit der Trassierung einer Entlastungsstraße südwestlich der B 64 zugestimmt.

Der Verein „pro B64n“ verbindet überparteilich Politiker, Unternehmen und andere Aktive um allen von der B64 Betroffenen eine Stimme zu geben.

Die Ziele des 2012 gegründeten Vereins pro B64n

Das Ziel der schnellstmöglichen Wiederaufnahme der Ortsumgehungen Herzebrock-Clarholz in den „Vordringlichen Bedarf“ des Bundesverkehrswegeplans (BVWP) wurde im vergangenen Jahr erreicht.

Das nächste Ziel ist nun das Erreichen einer rechtswirksamen Planfeststellung um die Bereitstellung der benötigten Finanzmittel zur zügigen baulichen Realisierung bis hin zur Freigabe für den Verkehr zu realisieren.

Der wirtschaftliche Aspekt für Herzebrock-Clarholz sollte nicht vernachlässigt werden. Eine leistungsfähige und nachhaltige Verbindung zwischen den Wirtschafträumen Bielefeld und Münster ist ein notwendiger Beitrag zur Sicherung der langfristigen Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen mit vielen Mitarbeitern aus den zwei Regionen. Die Erreichbarkeit ist häufig einer der ausschlaggebenden Punkte für den Erhalt sowie für die Neuansiedlung von Unternehmen. Die ansässige Wirtschaft sichert auch den Lebensstandard in Herzebrock-Clarholz.

Trassenverlauf

Geplant ist der Ausbau der B64n als leistungsfähige, 3-streifige Kraftfahrstraße. Der Trassenverlauf liegt ausgehend von der Umgehung Rheda-Wiedenbrück südlich von Herzebrock und im weiteren Verlauf von der Möhlerstraße an zwischen dem Industriegebiet bzw. dem Ortsteil Clarholz und dem Axtbach.

Damit Ihr Euch ein Bild vom Verlauf der Kraftfahrstraße nach jetzigem Planungsstand machen könnt, findet Ihr hier eine Grafik zum Trassenverlauf:

 

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*