Erweiterungsbau der Gesamtschule bezogen

Erweiterungsbau der von-Zumbusch-Gesamtschule seiner Bestimmung übergeben.

Mit Hochdruck haben die Handwerker noch bis zur letzten Minute gearbeitet, damit heute planmäßig nach 14 Monaten Bauzeit das Erweiterungsgebäude der von-Zumbusch-Gesamtschule seiner Bestimmung übergeben werden konnte.

Hier findet Ihr ein Video von Spatenstich bis zum heutigen Bezug.

Die Kosten für das modern ausgestattete Gebäude für den Fachunterricht der Gesamt schule: 7,1 Mio. Euro. Auf 3.250 m² Bruttogrundfläche über zwei Etagen sind hier Fachräume für Musik, Kunst, Technik und für die naturwissenschaftliche Ausbildung untergebracht. Hier findet Ihr erste Impressionen des Neubaus und der Eröffnungsfeier am 10. April 2018.

Unterstützt durch die pro Wirtschaft GT konnte die Gemeinde mit Fördermitteln aus dem „Europäischen Sozialfond für regionale Entwicklung, regionale Wirtschaftsförderung“ ein Zdi-Schülerlabor für Chemie einrichten. Hier werden experimentelle Lernumgebungen mit Laborcharakter angeboten, in denen sich naturwissenschaftliche Arbeitsweisen trainieren lassen und auch für die Oberstufe anspruchsvolle Experimente und Untersuchungen durchführbar sind.

Für die musikalische Ausbildung stehen jetzt nicht nur zwei Unterrichtsräume, sondern zusätzlich vier Übungsräume zur Verfügung. Neu ist auch ein Raum für „Darstellen und Gestalten“.

Die Unterrichträume gruppieren sich um ein zweigeschossiges zentrales Foyer. Mit seinen Sitzgruppen und Recherchestationen kann es als Kommunikations-, Recherche- und Rückzugsort, aber auch für kleinere Veranstaltungen genutzt werden. Um Barrierefreiheit zu gewährleisten, ist das Gebäude nach dem Zwei-Sinnen-Prinzip gestaltet. Dies bedeutet, dass zwei der drei Sinne „Sehen, Hören und Tasten“ angesprochen werden müssen, um Menschen mit sensorischen Einschränkungen die Orientierung im Gebäude zu erleichtern. Deshalb sind beispielsweise Türrahmen und Türschilder kontrastreich zu den Wänden gestaltet, um ein Auffinden zu erleichtern. Die Handläufe sind in den Antritten mit Braille- und Pyramidenschrift gekennzeichnet. Außerdem sind die Zugänge ebenerdig und die Stockwerke durch einen Aufzug verbunden. In den naturwissenschaftlichen Fachräumen sind höhenverstellbare Waschtische eingebaut. Alle Unterrichtsräume erfüllen akustisch die Bedingungen für Unterricht mit hörgeschädigten Schülern und Schülerinnen.

 

Insgesamt 30 verschiedene Handwerks-Unternehmen waren am Gebäude tätig. Hinzu kommen noch Planungsbüros für Statik, Schallschutz und Akustik und Fachleute für die Vermessung, Bodenanalyse und für die Sicherheit während der Bauphase. Als das geplant und koordiniert durch die Fachleute des für die Projektplanung und -steuerung zuständigen Generalplanungsbüros, die SSP AG aus Bochum.

Um das Gebäude in dieser Größe in so kurzer Bauzeit zu errichten, haben alle beteiligten Unternehmen zielorientiert und engagiert mitgearbeitet.

Größere Probleme gab es nicht. Das Orkantief „Frederike“ war ein guter Test für die Standfestigkeit des Gebäudes. Nur an der Attika wurde eine Angriffsstelle für den Sturm gefunden und diese zwischenzeitlich zusätzlich befestigt.

Lediglich die kalte Witterung im Winter 2018 hat sich auf rechtzeitige Fertigstellung der Außenanlagen ausgewirkt. Durch den verstärkten Einsatz der Firma Versmolder Garten- und Landschaftsbau konnte aber die Zugänge zum Gebäude noch rechtzeitig zur Einweihung fertig gestellt werden.

Auch die Lehrerinnen und Lehrer der Gesamtschule haben in den letzten Wochen im Bestandsgebäude die Schränke und Regale ausgeräumt und hunderte Kisten für den Umzug gepackt mit Büchern, Geräten und Materialien für den Unterricht in Technik, Kunst und den Naturwissenschaften.