Kommunale Zuschüsse für Sanierung im Ortskern Clarholz sichern

Kommunale Zuschüsse für Investitionen im Gebäudebestand in Clarholz. Förderung innerhalb des Sanierungsgebietes Ortskern Clarholz.

Seit dem Jahr 2014 profitieren private Immobilieneigentümer im Ortskern Clarholz von den Unterstützungsmöglichkeiten durch das Städtebauförderprogramm „Stadtumbau West“. Bislang hat eine relativ geringe Anzahl an Gebäudebesitzern einen Förderantrag gestellt. Es wurden rund 90.000 EUR an Zuwendungen bewilligt. Da die Förderung des Ortskerns endet, sind alle Interessierten zur Einreichung von Unterlagen bis zum 30. Mai 2017 eingeladen.

Folgende Fördermöglichkeiten können genutzt werden: Haus- und Hofflächenprogramm, durchgreifende Modernisierung, Rückbau leerstehender oder mindergenutzter Gebäude sowie erhöhte steuerliche Begünstigung.

Haus- und Hofflächenprogramm

Zu den förderfähigen Maßnahmen des Haus- und Hofflächenprogrammes zählen beispielsweise die Verbesserung von Gebäudefassaden, die Erneuerung von Dachflächen, die Herrichtung von Hofflächen und die Ertüchtigung von historischen Einfriedungen und Stützmauern. Denkmalgeschützte oder -werte Gebäude können mit bis zu 30 Euro je Quadratmeter bezuschusst werden. Für alle übrigen Gebäude beträgt der Zuschuss maximal 24 Euro pro Quadratmeter.

Das kürzlich aufgewertete Gebäude Beelener Str. 98 der Familie Mielenz und Ogiermann ist ein gelungenes Beispiel. Die Neueindeckung des Daches, die Fassadenbeschichtung am Windfang sowie der Anstrich der Fassade werden gefördert. Der Anstrich des Anbaus folgt im Sommer 2017. Die Familie wird sich nach Durchführung der gesamten Maßnahmen über einen Zuschuss in vierstelliger Höhe freuen können.

Durchgreifende Modernisierung

Gefördert werden maximal 25 Prozent der Ausgaben etwa für die Anpassung von Grundrissen, Herstellung der Barrierefreiheit, Austausch von sanitären Einrichtungen und Erneuerung von Elektroinstallationen. Die Sanierung der Gebäudehülle kann ebenfalls bezuschusst werden.

Rückbau leerstehender oder mindergenutzter Gebäude

Gebäude, die das Ortsbild negativ beeinträchtigen können mit Fördermitteln zurückgebaut werden. Voraussetzung ist, dass eine Nach- und Umnutzung nicht realisierbar ist und die Rückbaukosten nicht refinanziert werden können. Die Höhe der Förderung beträgt bis zu 50 % der Rückbaukosten. Bestehende Restbuchwerte können angerechnet werden und die Zuwendung erhöhen.

Erhöhte steuerliche Begünstigung

Besonders lukrativ für Immobilieneigentümer ist darüber hinaus, die in den Sanierungsgebieten nutzbare erhöhte steuerliche Begünstigung gemäß §§ 7h, 10f und 11a EStG. Anfallende Kosten für umfangreiche Modernisierungsmaßnahmen können auf diese Weise bereits in zwölf Jahren vollständig von der Einkommenssteuer abgesetzt werden. Voraussetzung hierfür ist eine Modernisierungsvereinbarung mit der Gemeinde vor Baubeginn.

Förderberatung

Eigentümer im Sanierungsgebiet können sich bei der Gemeinde Herzebrock-Clarholz und der DSK Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft kostenfrei über die Fördermöglichkeiten informieren. Eine erste Orientierung bietet die Internetseite der Gemeinde www.herzebrock-clarholz.de. In der Rubrik Bauen, Umwelt und Wirtschaft finden sich unter dem Stichwort Förderprogramme Details zum Programm.

Interessierte Eigentümer werden gebeten, ihre geplanten Maßnahmen der Gemeinde beziehungsweise der DSK inklusive einer Erläuterung und erster Kostenannahmen bis spätestens zum 30. Mai 2017 vorzulegen. Im Anschluss ist eine Förderung unter Umständen nicht mehr möglich, da im Herbst letztmalig Fördermittel von der Gemeinde bei der Bezirksregierung beantragt werden.

Die Gemeinde Herzebrock-Clarholz und die DSK freuen sich auf die Ideen zur Aufwertung des privaten Gebäudebestandes.

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