4 Schwerverletzte bei Verkehrsunfall auf der A2

Foto: Andreas Eickhoff

Lebensgefährlich verletzt wurde am am frühen Sonntagmorgen kurz vor 5 Uhr eine 18-Jährige Frau aus Herzebrock-Clarholz bei einem schweren Unfall auf der A2 zwischen der Auffahrt Gütersloh und der Raststätte in Richtung Dortmund.

Eine 19-Jährige aus Herzebrock-Clarholz, die ebenfalls auf der Rückbank des Corsa saß, war offenbar ebenfalls nicht angeschnallt und wurde aus dem Fahrzeug geschleudert. Sie wurde ebenso schwer verletzt wie Fahrer und Beifahrer aus Sassenberg (Kreis Warendorf). Der 22-Jährige Fahrer und sein gleichaltriger Beifahrer konnten den Kleinwagen nach dem Unfall aus eigener Kraft verlassen und den Notruf wählen.
Drei Notärzte und die Besatzungen von vier Rettungswagen versorgte die Verletzten an der Unfallstelle.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei verlor der 22-jährige Fahrer in Höhe der Brücke In der Worth die Gewalt über den Corsa, als er auf der A2 in Richtung Dortmund unterwegs war. Der Opel hatte ein Beckumer Kennzeichen.

Der Kleinwagen prallte in die Mittelleitplanke und schleuderte von dort zurück über alle drei Fahrspuren. Anschließend kam das Auto nach rechts von der Straße ab und überschlug sich mehrmals in einem angrenzenden Getreidefeld. Erst nach etwa 30 Metern kam der Wagen dann zum Stehen, unter anderem wurde das linke Vorderrad aus der Verankerung gerissen.

Nach den ersten Notrufmeldungen um 4.54 Uhr eilte der Löschzug Spexard und die Beamten der Berufsfeuerwehr auf die Autobahn, neben den Rettungswagen auch noch die Notärzte aus Hövelhof und Rheda-Wiedenbrück.

Für die Schwerstverletzte wurde für einen Transport in eine geeignete Klinik der Maximalversorgung der Rettungshubschrauber Christoph Westfalen (Rheine) alarmiert. Nach der Versorgung an der Unfallstelle wurde die junge Frau in das Universitätsklinikum Münster geflogen. Während der Hubschrauber auf der Autobahn stand, musste die Schnellstraße für etwa 45 Minuten komplett gesperrt werden. Der Verkehr staute sich auf einer Länge von knapp drei Kilometern. Für die Unfallaufnahme sperrte die Polizei zwei der drei Fahrstreifen.

Die Schwerverletzte (19) wurde in das Elisabeth-Hospital eingeliefert, die beiden Männer ins Städtische Klinikum. An dem Corsa entstand Totalschaden (5.000 Euro).

Nachdem der Löschzug Spexard gerade die Unfallstelle abgesichert hatte, fuhr ein Autofahrer mit Mindener Kennzeichen über einen Verkehrsleitkegel und zwei Warnlampen und zerstörte sie. Der Fahrer setzte seine Fahrt fort, ohne sich um den Schaden zu kümmern. Gegen ihn wird nun wegen Verkehrsunfallflucht ermittelt.

Bild und Text: Andreas Eickhoff

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