Gesundheitsprojekt MIMI im Begegnungscafé in Herzebrock-Clarholz

Lust auf mehr machte das Treffen im Rahmen des Projekts MIMI „Mit Migranten für Migranten - Interkulturelle Gesundheit im Kreis Gütersloh“ im Begegnungscafé in Herzebrock-Clarholz.

Mit Migranten für Migranten – Interkulturelle Gesundheit im Kreis Gütersloh. Gesundheitsprojekt MIMI im Begegnungscafé in Herzebrock-Clarholz.

Das Begegnungscafé im Gemeindehaus der evangelischen Kreuzkirche in Herzebrock-Clarholz hat sich inzwischen als Treffpunkt für interkulturellen Austausch etabliert. Jeden Mittwochnachmittag kommen dort Menschen unterschiedlicher Religion, Herkunft und Hautfarbe zusammen.

Am Mittwoch 4. Juli gab es dort ein besonderes Treffen im Rahmen des Gesundheitsprojekts MIMI „Mit Migranten für Migranten – Interkulturelle Gesundheit im Kreis Gütersloh“. Der Kreis kooperiert dazu mit dem Ethno-Medizinischen Zentrum e.V..

Ein Ziel dieses Projekts ist es, Migrantinnen und Migranten den Zugang zum deutschen Gesundheitssystem zu erleichtern, damit zum Beispiel Vorsorgeuntersuchungen wahrgenommen werden.

Die Leiterin des Begegnungscafés Deniz Zan und der Flüchtlingskoordinator der Gemeinde Herzebrock-Clarholz Friedhelm Vielstädte gewannen zwei Mediatorinnen aus dem MIMI-Team. Yasmin Toms und Anila Börger konnten mehr als 20 Menschen mit Migrationshintergrund kultursensibel in ihren Muttersprachen das deutsche Gesundheitssystem näherbringen. So entstanden lebhafte Diskussionen auf Deutsch sowie in arabischer und persischer Sprache.

Auf Wunsch der Teilnehmerinnen und Teilnehmer soll es künftig weitere Veranstaltungen der Reihe zu Themen wie etwa Ernährung und Bewegung, erste Hilfe bei Kindern, Schwangerschaft und Familienplanung geben.

Deniz Zan und Friedhelm Vielstädte sind sich einig, dass dieser Informationsweg ein wesentlicher Schritt zur weiteren Integration ist. Gern möchten sie zukünftig im Zusammenspiel mit dem Kreisfamilienzentrum auch solche Familien oder Einzelpersonen mit einbeziehen, die aus EU-Staaten nach Herzebrock-Clarholz gekommen sind und Unterstützung im täglichen Leben benötigen. „Es wäre schön, auch bei diesen Menschen Interesse am Austausch zu wecken“ so Friedhelm Vielstädte. „Wir freuen uns schon auf weitere Aktionstage im Café“ ergänzt Deniz Zan.