Kreissparkasse Wiedenbrück – In schwierigen Zeiten gut behauptet

Vorstandsmitglied Werner Twent (l.) und Vorstandsvorsitzender Johannes Hüser (r.) freuen sich, dass trotz zunehmend schwieriger Marktbedingungen das Geschäftsjahr 2017 der Kreissparkasse Wiedenbrück erfolgreich abgeschlossen werden konnte.

Die Kreissparkasse Wiedenbrück hat sich im Geschäftsjahr 2017 trotz zunehmend schwierigerer Marktbedingungen behauptet. So stiegen die Kundeneinlagen um überdurchschnittliche 6 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro und die Bilanzsumme kletterte auf 2,7 Milliarden Euro (plus 9,2 Prozent). Dieser Zuwachs liegt deutlich über dem Durchschnitt der Sparkassen Westfalen-Lippe mit plus 2,5 Prozent.

Das eindrucksvolle Wachstum der Kundeneinlagen prägte die Entwicklung der Bilanz-summe. „Es ist Ausdruck des enormen Vertrauens, das uns die Kunden entgegenbringen“, wertet der Vorstandsvorsitzende, Johannes Hüser, das überdurchschnittliche Ergebnis. Inzwischen haben die Kunden der Kreissparkasse Wiedenbrück rund 133 Millionen Euro auf dem Sparkassenbuch plus angelegt. Ebenso stieg das von der Kreissparkasse verwahrte Wertpapiervolumen um 9,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Nachdenklich stimmt den Vorstand eine Umfrage, die vom Deutschen Sparkassen- und Giroverband in Auftrag gegeben wurde. Sie sagt aus, dass nur 28 Prozent der Bundesbürger Vermögenswirksame Leistungen nutzen. „Das ist nur nahezu jeder Vierte, obwohl jeder Tarifvertrag Vermögenswirksame Leistungen kennt“, so Werner Twent.

Als weitere Erfolgsfaktoren für das ausgesprochen zufriedenstellende Geschäftsjahr betrachten die beiden Vorstandsmitglieder unter anderem die konsistente und nachhaltige Geschäftsstrategie der Kreissparkasse, die nicht alle Tage gewechselt wird, die Verwurzelung in der Region und die damit verbundene Kundennähe. Die Filialnutzung der Kunden hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert. Die Geschäftsstelle wird immer mehr zu einem Ort der Beratung. Kunden nutzen deutlich mehr den Kontakt über digitale Wege. „So kommt der durchschnittliche Kunde einmal im Jahr zur Beratung in eine unserer elf Geschäftsstellen, während er monatlich 16 Mal die App aufruft und 10 Mal die Online-Filiale besucht“, beschreibt der Vorstandsvorsitzende die derzeitige Situation.
65 Prozent der Kunden setzten im Vorjahr bereits auf Online-Banking-Angebote. Diesem Trend trage die Kreissparkasse Rechnung und baut die Nutzung von Serviceleistungen auf digitalem Weg konsequent weiter aus. So können bereits jetzt Überweisungen in Echtzeit („Instant Payment“) über das Girokonto ausgeführt werden. „Wer sein Smartphone künftig zum Bezahlen nutzen möchte, kann dort ab Ende Juli seine Sparkassen-Card und Mastercard-Kreditkarte virtuell hinterlegen“, darauf verweist Johannes Hüser in seinen Ausführungen zum Mobile Payment.

Positiv ist auch die Entwicklung im Kreditgeschäft der Kreissparkasse. Hier erreichte das heimische Institut einen Zuwachs von 4,5 Prozent. In Anspruch genommen wurden die Darlehen von Unternehmen und Selbstständigen, aber auch für die Finanzierung zum Wohnungsbau. Bei letzteren stand der Kauf von Immobilien im Vordergrund, wegen der mangelnden größeren Neubaugebiete im Geschäftsgebiet der Kreissparkasse. Mit einem abgeschlossenen Beitragsvolumen von 24 Millionen Euro im Bereich Lebensversicherungen, kommt darüber hinaus insbesondere dem Bereich Absicherung von Lebensrisiken, das sind Rechtschutz, Hausrat, Krankenversicherung, Unfallvorsorge und Privathaftpflicht, als auch der Bereich „Kraftfahrt“ eine große Bedeutung zu. So wurden 2017 insgesamt 213 Krankenversicherungen vermittelt, das einem Plus von 96 % entspricht. Zudem stiegen im Bereich Kraftfahrtversicherung die Vertragsabschlüsse um fünf Prozent.

Die Ausbildungsquote von zurzeit 10,3 Prozent ist ebenfalls sehr erfreulich. Die Kreissparkasse hält weiter daran fest, jungen Leuten eine gute Berufsausbildung zu bieten. So läuft jetzt aktuell die Bewerbungsphase für 2019. Mit einem eigens dafür produzierten Ausbildungsvideo wird dafür geworben. Das Video kann unter anderem über kskwd.de/ausbildung aufgerufen werden.

Allein im vergangenen Jahr hat die Kreissparkasse mit insgesamt 694.000 Euro Vereine, Kindergärten, Schulen, die Jugendarbeit, den Sport, Natur- und Umweltprojekte sowie Kunst und Kultur in der heimischen Region gefördert. Ebenso rundet die 1997 errichtete Stiftung der Kreissparkasse Wiedenbrück mit einem Stiftungskapital in Höhe von gut 4 Millionen Euro das seit vielen Jahren vorhandene gemeinnützige Engagement der Kreissparkasse fruchtbar ab.

Die Geschäftsentwicklung der Kreissparkasse Wiedenbrück in 2017 auf einem Blick:

Bilanzsumme2,7 Mrd. €
Einlagenvolumen2,1 Mrd. €
Kreditvolumen1,15 Mrd. €
neue Girokonten5.000
Ausbildungsquote10,3 %
Mitarbeiter321
Anzahl Geschäftsstellen11
Öffentliches Engagement694.000 €