Windenergieflächen werden vorgestellt

Mögliche Flächen für Windenergie werden vorgestellt. Gemeindeverwaltung Herzebrock-Clarholz lädt zur Bürgerversammlung am 6. November.

Die Gemeindeverwaltung Herzebrock-Clarholz lädt alle interessierten Bürgerinnen und Bürger zu einer Informationsveranstaltung zum Thema Windenenergie ein.
Am Dienstag, 6. November erläutern Vertreter der Verwaltung sowie des Planungsbüros Tischmann Schrooten aus Rheda-Wiedenbrück ab 19 Uhr in der Mensa der von-Zumbusch-Gesamtschule die aktuelle Situation rund um das Thema Windenergie und mögliche Entwicklungsflächen für Windenergieanlagen.

Der letzte Plan über Flächen, die für die Gemeinde Herzebrock-Clarholz zur Nutzung von Windenergie in Frage kommen könnten, stammt von 1999 und ist mittlerweile veraltet. Eine geänderte Rechtsprechung und die Aufgabe des Flugplatzes Gütersloh haben inzwischen andere Voraussetzungen geschaffen.

Im Juli 2017 hatte der Rat der Gemeinde beschlossen, ein entsprechendes Aufstellungsverfahren durchzuführen und die Bürger daran zu beteiligen. Jetzt sind alle Vorbereitungen soweit gediehen, dass die Auftaktveranstaltung zur Potentialanalyse für Windenergie in der Gemeinde stattfinden kann. Anschließend kann sich vom 7. November bis zum 10. Dezember jeder im Rathaus die Unterlagen ansehen und erklären lassen. Informationen dazu wird es dann auch auf der Internetseite www.herzebrock-clarholz.de geben.

Laut Landesentwicklungsplan Nordrhein-Westfalen sollen bis zum Jahr 2020 mindestens 15 Prozent und bis 2025 schon 30 Prozent der Stromversorgung aus erneuerbaren Energien stammen. Windenergie spielt dabei eine große Rolle.

Bürgermeister Diethelm möchte alle Bürgerinnen und Bürger ermuntern, sich mit dem Thema zu befassen und in die Diskussion einzusteigen: „Um als Gemeinde den landesweiten Planungen selbstbestimmt gegenübertreten zu können, ist es zwingend nötig, ein fachlich fundiertes, rechtssicheres Konzept zu erstellen, das anhand aktueller Rahmenbedingungen das gesamte Gemeindegebiet umfasst. Es geht nicht um Verhinderungsplanung, sondern es sollen kritisch alle Möglichkeiten betrachtet werden. Willkürentscheidungen soll damit letztendlich vorgebeugt werden,“ so das Gemeindeoberhaupt.