Gedenkveranstaltung Novemberpogrom

Gemeinde Herzebrock-Clarholz und Von-Zumbusch-Gesamtschule erinnern an Novemberpogrom 1938.
Gedenkveranstaltung am 9. November um 12:30 Uhr am Fuhrmannsplatz.

Vor achtzig Jahren wurden in der Nacht vom 9. auf den 10. November die Häuser der Herzebrocker Juden überfallen, die Geschäfts- und Wohnungseinrichtungen demoliert und die Bewohner gequält und geschlagen. Die Männer wurden für mehrere Wochen in Konzentrationslagern gefangen gehalten.

An das Pogrom erinnert seit zehn Jahren die von Hans-Bernhard Vielstädte geschaffene Stele am Fuhrmannsplatz, die auf eine Initiative der Israel-AG am Einsteingymnasium in Rheda-Wiedenbrück zurückgeht. Schon vor 1938 waren jüdische Familien, die seit Jahrzehnten in Herzebrock gelebt hatten, ins Ausland geflohen. Andere folgten ihnen in den verbleibenden Monaten bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs. Wer nicht entkommen konnte, wurde in der Shoah umgebracht.

Zur Erinnerung an die jüdische Tradition in Herzebrock und die Verfolgung und Ermordung der Herzebrocker Juden lädt die Gemeinde Herzebrock-Clarholz zu einer Gedenkveranstaltung am Freitag, 9. November um 12:30 Uhr am Fuhrmannsplatz ein. Die Veranstaltung ist in Zusammenarbeit mit dem Gemeindearchiv von einer Projektgruppe der von-Zumbusch-Gesamtschule vorbereitet worden, die sich zuvor im Unterricht mit der Geschichte der Herzebrocker Juden befasst hat. Bürgermeister Marco Diethelm wird die Gedenkansprache halten.