Windenergie in Herzebrock-Clarholz

Skizze der 41 Potentialflächen (Vorläufige Flächenkulisse, für ersten Verfahrensschritt!)

Am 6. November gab es eine Bürgerveranstaltung in der Mensa der von-Zumbusch-Gesamtschule, bei der das Thema Winderergie, welches komplex und erklärungsbedürftig ist, vorgestellt wurde. Ihr könnt vom 7. November bis zum 10. Dezember im Rathaus die Unterlagen dazu ansehen und euch auch erklären lassen.

Die Gemeinde Herzebrock-Clarholz beabsichtigt die Änderung des derzeit geltenden Flächennutzungsplans in Hinblick auf eine rechtssichere Ausweisung von Konzentrationszonen für die Windenergienutzung (N-21. Änderung des FNP „Windenergie“).

Ziel der Ausweisung von Konzentrationszonen für die Nutzung der Windenergie im Flächennutzungsplan (FNP) ist die räumliche Steuerung und Konzentrierung von Windenergieanlagen (WEA) im Gemeindegebiet. Durch die Ausweisung von Konzentrationszonen erfolgt eine positive Standortzuweisung, mit der gemäß § 35 Abs. 3 Baugesetzbuch (BauGB) eine Ausschlusswirkung im übrigen Plangebiet einhergeht, d. h. außerhalb der ausgewiesenen Konzentrationszonen ist die Errichtung von WEA in der Regel unzulässig.

Die Suche nach geeigneten Konzentrationszonen für die Nutzung der Windenergie erfolgt auf Grundlage eines gesamträumlichen Planungskonzeptes für das gesamte Gemeindegebiet. Hierdurch werden alle relevanten Kriterien berücksichtigt und der Abwägung im Flächennutzungsplanverfahren zugänglich gemacht.

Konfliktfreie Standorte wird es aufgrund der eindeutigen Wahrnehmbarkeit von WEA in der Landschaft sowie durch Konflikte mit anderen Raumnutzungen kaum geben. Die Potenzialflächenermittlung zielt insofern auf die Findung möglichst konfliktarmer Standorte mit der Zielsetzung einer raum- und umweltverträglichen Steuerung der Windenergienutzung im Gemeindegebiet.

Windenergieanlagen sind im Außenbereich gemäß § 35 (1) Nr. 5 BauGB grundsätzlich privilegiert, sofern die Erschließung gesichert ist und öffentliche Belange nicht entgegenstehen. Windenergieanlagen können daher (wie z. B. landwirtschaftliche Betriebe) zunächst überall im Außenbereich errichtet werden.

Der letzte Plan über Flächen, die für die Gemeinde Herzebrock-Clarholz zur Nutzung von Windenergie in Frage kommen könnten, stammt von 1999 und ist mittlerweile veraltet. Eine geänderte Rechtsprechung und die Aufgabe des Flugplatzes Gütersloh haben inzwischen andere Voraussetzungen geschaffen, deshalb wird jetzt ein entsprechendes Aufstellungsverfahren durchgeführt. Bürgerinnen und Bürger sind daran beteiligt.

Ein Potentialanalyse durch das Planungsbüro Tischmann und Schrooten 41 Potenzialflächen mit einer Fläche von 606 ha, was  ca. 7,7% des Gemeindegebietes entspricht.

Über diesen Link gelangt Ihr zu den ausführlichen Informationen zur Potentialananlyse für Windenergie in Herzebrock-Clarholz.