Hallenbad Herzebrock öffnet wieder voraussichtlich Ende August

Der Betriebsausschuss der Gemeinde Herzebrock-Clarholz informierte sich vor Ort über den Fortschritt der Bauarbeiten des Hallenbads Herzebrock.

Verzögerungen bei der Sanierung des Hallenbads Herzebrock: Wiedereröffnung voraussichtlich Ende August.

Die Gemeindeverwaltung bedauert die Verzögerungen bei der Wiedereröffnung des Hallenbads Herzebrock. Voraussichtlich Ende August werden alle Arbeiten abgeschlossen sein, so dass der ersehnten Eröffnung dann nichts mehr im Wege stehen wird.

Der Betriebsausschuss der Gemeinde Herzebrock-Clarholz hat sich vor Ort ein Bild über die Bauarbeiten gemacht. Stefan Mersmann von Planungsbüro bt Plan aus Essen-Kettwig gab bei einer Führung durch das Hallenbad Informationen zu den technischen Gewerken. Ralf Oelschläger von den Gemeindewerken erläuterte den Stand der Dinge bei der Betonsanierung sowie den Estrich- und Fliesenarbeiten.

Unvorhersehbare Hindernisse auf dem Weg zur Wiedereröffnung tauchten an mehreren Stellen auf. Zum einen gab es Probleme, ein Unternehmen für den Stahlbau zu beauftragen, da zur öffentlichen Ausschreibung keine Angebote vorlagen. Daraufhin musste mit örtlichen Firmen freihändig verhandelt und der Auftrag direkt vergeben werden. Alle ausgeschriebenen Leistungen mussten gleichzeitig beauftragt werden, da die Gewerke aufeinander aufbauen.

Außerdem wurde die komplette Statik des Gebäudes überprüft. In diesem Rahmen wurden zusätzliche statische Maßnahmen zur Gebäudekonstruktion durchgeführt.

Im Bereich der Vorreinigungsduschen und Wände der Toilettenanlagen wurde in verdeckter Installation schadstoffbelastetes Material gefunden, so dass eine fachgerechte Demontage und Entsorgung erfolgen musste.

Zudem war die Bausubstanz der Installationswände durch nicht zurückgebaute Alt-Installationen stark geschwächt. Diese Installationen aus dem Ursprungsbaujahr 1975 mussten zurückgebaut und die Wände ertüchtigt werden. Zusätzlich war es nötig, an vielen Stellen den Beton zu sanieren.

Darüber hinaus wurde festgestellt, dass an Stahlbetonstützen im Umkleidebereich durch Fehlfunktionen der Lüftungsanlage Kondensat- und Korrosionsschäden aufgetreten waren.

Weitere Mängel ergaben sich beim Brandschutz. Zwischen Erdgeschoss und Technikgeschoss entsprach eine Vielzahl von Durchführungen nicht mehr den aktuellen Anforderungen. Dementsprechend mussten Bauteile ausgetauscht werden.

Auch das Kanalnetz musste anteilig erneuert werden, da innerhalb der Luftkanalsysteme in einigen Bereichen brennbare Dämmmaterialien verbaut waren. Im Zuluft-Kanalsystem wurden für das Baujahr der Anlage unübliche innere Korrosionsschäden entdeckt, die auf Fehlfunktionen des alten Zentralgerätes zurückzuführen sind.

Ein weiteres Problem ergab sich aus der aktuellen Konjunktur im Baubereich. Derzeit sind die Bau-, Technik- und Herstellerfirmen extrem ausgelastet. Deshalb ist es zu Lieferproblemen einzelner Komponenten gekommen. Zurzeit sind jedoch alle Lieferengpässe abgearbeitet. Und auch das Budget bleibt trotz der Widrigkeiten weitestgehend im Rahmen.

Sicherheit geht vor!

„Die Fachplaner haben versucht, den ursprünglichen Terminplan einzuhalten. Jedoch ist eine Terminbeschleunigung auf Kosten der Betriebssicherheit nicht möglich. Der Stahlbau für die tragende Konstruktion ist abgeschlossen und auch die Lüftungstechnik auf dem Dach ist im Februar montiert worden. Somit sollten jetzt keine Unwägbarkeiten den Bauablauf mehr beeinflussen“, erläutert der stellvertretende Betriebsleiter Marco Schröder.

„Letztendlich wird das Bad dann rund ein Jahr lang geschlossen sein“ ergänzt Bürgermeister Diethelm. „Das ist bedauerlich, aber dafür haben wir nach der Sanierung ein schönes und sicheres Hallenbad. Ich freue mich schon darauf“, so das Gemeindeoberhaupt weiter.