1. Mai oder „Tag der Arbeit“

Wisst Ihr was wir am 1. Mai feiern? Wir fahren in der Region an diesem Tag gerne Fahrrad, aber eigentlich hat der Tag seinen Ursprung in der USA und einen ernsten Hintergrund.

Der 1. Mai, auch „Tag der Arbeit“ ist ein gesetzlicher Feiertag in Deutschland. Seinen Ursprung hat der Feiertag in der US-amerikanischen Arbeiterbewegung, denn am 1. Mai 1886 riefen Handel- und Arbeitergewerkschaften zu einem mehrtägigen Generalstreik auf, um die schlechten Arbeitsbedingungen und die schlechte Bezahlung der Industriearbeiter zu verbessern. Hauptsächlich ging es darum, dass die tägliche Arbeitszeit von dreizehn auf acht Stunden verkürzt wird. Arbeitnehmer hatten zu der Zeit außerdem kaum Rechte, und die Arbeitsbedingungen waren teilweise sehr gefährlich.

Im April 1919 war es schließlich so weit: Die Nationalversammlung der Weimarer Republik erklärte 1919 den „Tag der Arbeit“ erstmals deutschlandweit zum gesetzlichen Feiertag. Die Nationalsozialisten führten 1933 den „Tag der Arbeit“ deutschlandweit als gesetzlichen Feiertag ein, missbrauchten ihn dann für ihre eigene Propaganda.

Nach dem Zweiten Weltkrieg und die Aufteilung Deutschlands in vier Besatzungszonen, bestätigten die Alliierten den 1. Mai als Feiertag. In der DDR wurde der 1. Mai als „Internationale Kampf- und Feiertag der Werktätigen für Frieden und Sozialismus“ gefeiert, und in der BRD organisierten die Gewerkschaften Kundgebungen am 1. Mai, um auf ihre Forderungen aufmerksam zu machen.

Bei uns in der Region wird vieler Orts in den Mai hereingefeiert und am 1. Mai selber eine Fahrradtour gemacht. Dies ist aber nicht in ganz Deutschland so, in anderen Städten und Gegenden wird der Tag auch für politisch organisierte Demonstrationen genutzt. Der DGB (Deutscher Gewerkschaftsbund) hat in diesem Jahr sowohl den Tag der Arbeit am 1. Mai als auch seine Aktionen zur Europawahl unter das Motto „Europa. Jetzt aber richtig!“ gestellt.