Vorgespräche sammeln Themen zur Ortsumfahrung B64n

Der Ausbau der B51 und der Neubau von drei B64-Ortsumgehungen – das ist das Straßen.NRW-Projekt "4zu1 Ostmünsterland-Verbindung" von Münster bis Rheda-Wiedenbrück.

B64 / Themen für Dialogveranstaltungen zur Ortsumfahrung B64n in Beelen und Herzebrock-Clarholz verdichten sich.

Lärmschutz, landwirtschaftliche Wege, Anbindung und Querungen oder das Thema Sicherheit – die Liste von Anliegen und Fragen, die bei den Vorgesprächen in Beelen und Herzebrock-Clarholz genannt wurden, ist lang. Jetzt bereitet Straßen.NRW die anstehenden Dialogveranstaltungen vor.

Am vergangenen Donnerstag und Freitag fanden in Beelen und Herzebrock-Clarholz weitere Vorgespräche im Auftrag von Straßen.NWR statt. Im Sommer sollen auch hier Bürgerveranstaltungen zum Straßenbauprojekt 4zu1 – der Ostmünsterland-Verbindung durchgeführt werden. Die Vorgespräche dienen zur Abstimmung der zentralen Themen mit den Akteuren vor Ort. Mit dabei waren Bürgermeisterin Elisabeth Kammann, Bürgermeister Marco Diethelm, die Fraktionen aus den Räten, Vertretende der Landwirtschaft und der Kreis Gütersloh. Während die Initiativen „BürgerInnen für Beelen“ und der Verein „Pro 64n“ teilnahmen, sagten die kritischen Bürgerinitiativen „Naturfreunde Beelen e.V.“ und „Kulturlandschaft Sundern-Samtholz-Brock e.V.“ ab.

„Wer Beteiligung fordert, sollte sich auch beteiligen wollen“, kommentiert Dr. Antje Grobe von DIALOG BASIS die Absage der Bürgerinitiativen. Ihr Unternehmen begleitet den Prozess der Öffentlichkeitsbeteiligung. Ziel der Vorgespräche sei es, die zentralen Themen aller Gruppen zu erfassen und so Veranstaltungen zu entwickeln, die auch wirklich die Fragen der Menschen vor Ort aufgreifen, so die Moderatorin. „Wir hatten das Glück, dass wir auch aus den Fraktionen viele kritische Themen und Fragen aufnehmen konnten. Trotzdem wäre es sicher besser gewesen, mit allen Bürgerinitiativen ein direktes Gespräch zu führen“, sagt Grobe.

Es zeichnen sich bereits wichtige Themenfelder ab. Mit Vertreterinnen und Vertretern der Landwirtschaft wurde unter anderem über Ausgleichsflächen, Querungen und das Ersatzwegenetz gesprochen. Da noch sehr viele offenen Fragen geklärt werden müssen, einigte man sich auf weitere Gespräche für die Landwirtschaft.

Für die Beelener ist ein Brennpunktthema das Verbindungsstück zwischen Beelen und Herzebrock-Clarholz. Speziell für dieses Stück wünschen sich die Akteure eine Anbindung rund um die Gaststätte Hemfelder Hof und das Kabelwerk. Kritisch wird auch hier das Thema Ausgleichsflächen für die Landwirtschaft gesehen, für die Lösungsansätze entwickelt werden müssen. „Es ist eine wichtige Aufgabe der Bürgerveranstaltungen, die Diskussionen zu versachlichen und zum Planungsstand zu informieren“, schließt sich auch Bernhard Epmann von Straßen.NRW an. Für ihn sei es wichtig, die Anliegen zu prüfen und wenn möglich in die Planung einfließen zu lassen. Sein Team wird auf den Bürgerveranstaltungen weitere Hinweise und Fragen aufnehmen und über die Sommermonate beantworten.

Hierzu gehören an beiden Orten auch Informationen zur aktuellen Verkehrsentwicklung. Während Kritiker des Infrastrukturprojekts angeben, der Verkehr habe in den letzten Jahren deutlich abgenommen, beklagen Befürworter das Verkehrschaos auf der B64 zu Stoßzeiten. Um die Fakten zu klären, benötigt es nun aktualisierte Verkehrsgutachten. Dadurch können auch Antworten auf die Frage nach der Notwendigkeit der B64n geliefert werden, die von einigen Akteuren hinterfragt wird.

Mehr zum Thema: www.4zu1.nrw.de