Planungsausschuss berät Standortfrage der neuen Hundewiese

Die zuletzt bestehende rund 750 m² große Hundewiese am Hallenbadparkplatz musste der baulichen Erweiterung der Gesamtschule und der Umgestaltung des Parkplatzes weichen. Der Planungsausschuss der Gemeinde soll nun beraten und entscheiden, für welche Fläche der drei ermittelten Flächen nun ein entsprechendes Bauleitplanverfahren zur Ausweisung einer Hundeauslauffläche durchgeführt werden soll.

Seitdem bemüht sich die Verwaltung um eine Standortfindung für eine neue Hundeauslauffläche. Eine derartige Nutzung unterliegt dem Bauordnungsrecht; eine Hundeauslauffläche ist baugenehmigungspflichtig. Das Baurecht fordert hierzu eine planungsrechtliche Grundlage, d.h. die entsprechende Darstellung einer Fläche im Flächennutzungsplan bzw. die Festsetzung einer solchen Flächennutzung in einem Bebauungsplan.

Verschiedene Standorte und Flächen wurden bislang bereits mit der Bauordnung des Kreises Gütersloh ausgelotet, jedoch ohne Erfolg. Nach derzeitigem Stand kann die Verwaltung drei Alternativflächen vorschlagen, für die aber jeweils zumindest eine Flächennutzungsplanänderung bzw. die Änderung eines Bebauungsplans erforderlich wäre.

  1. Ehemalige Deponiefläche Quenhorner Straße – Die Deponiefläche wurde zuletzt aufgrund einer Auflage des Kreises Gütersloh mit einer Bodenabdeckung versehen; die Rekultivierung wird in Kürze abgeschlossen. Die Fläche hat eine Gesamtgröße von rund 5000 m². Der Kreis Gütersloh (untere Naturschutzbehörde, untere Abfallwirtschaftsbehörde) hat bereits Bedenken gegen diese Fläche angemeldet, weil sie im Außenbereich liegt und die Fläche von Hundebesitzern eher mit dem Auto angefahren wird. In diesem Zusammenhang wäre auch die Stellplatzfrage zu lösen. Wegen eines nahegelegenen Wohnhauses sind auch die Immissionsschutzbelange relevant.
  2. Gemeindeeigene Fläche am Hütemersch – Die Gemeinde hat vor einigen Jahren Flächen im westlichen Bereich des Hütemersch erworben; diese Flächen sind landwirtschaftlich mit jährlicher Kündigung verpachtet. Es handelt sich um Flächen von insgesamt rund 1,4 ha. Davon wäre für eine Hundeauslauffläche eine Teilfläche von rd. 2000 m² abzuteilen. Die Fläche liegt im planerischen Außenbereich, aber relativ ortsnah; dennoch müssten entsprechende Parkmöglichkeiten an dem Wirtschaftsweg angelegt werden.
  3. Kompensationsfläche am Ründerholz – Die Fläche liegt im rechtsverbindlichen Bebauungsplan Nr. 240 „Gewerbegebiet Herzebrock“ und ist als Kompensationsfläche für das Gewerbegebiet festgesetzt. Angelegt ist eine Wiese mit einer Reihe Obstbäumen entlang des Fußweges zur Otto-Hahn-Straße. Die Fläche für den Hundeauslauf hätte eine Größe von ca. 1300 m². Der Vorteil dieser Fläche besteht darin, dass sie nicht nur mit dem Auto, sondern auch per Fahrrad und fußläufig aus den Wohngebieten Pöppelkamp und Weisses Venn erreichbar wäre. PKWs könnten im Bedarfsfall ordnungsgemäß auf der Fahrbahn parken (Sackgasse mit geringem Anliegerverkehr).

Für die Flächen eins und zwei wäre eine entsprechende Änderung des Flächennutzungsplanes mit Darstellung einer Gemeinbedarfsfläche entsprechender Zweckbestimmung durchzuführen. Für die Fläche drei wäre eine Änderung des Bebauungsplans erforderlich. Der Ersatz der hier vorhandenen Kompensationsfläche müsste Bebauungsplanverfahren an anderer Stelle nachgewiesen werden; der Eingriff durch die Hundeauslauffläche käme als Kompensation hinzu.