Tipps zur Vermeidung von gesundheitlichen Schäden durch Hitze / Hitzewarnung des Wetterdienstes

Der Kreis Gütersloh erlebt aktuell eine „Hitzewelle“. Temperaturen über 30 Grad C. in Kombination mit Tropennächten über einen längeren Zeitraum sind gesundheitlich sehr problematisch.

Angesichts der Wettervorhersagen hat Dr. Anne Bunte, Leiterin der Abteilung Gesundheit, ein paar Tipps zur Vermeidung von gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch die Hitze zusammengetragen. Der Deutsche Wetterdienst hat für weite Landesteile, so auch für den Kreis Gütersloh, eine amtliche Warnung vor Hitze herausgegeben (Dienst, 25. Juni, 11 – 19 Uhr).

Menschen sind nicht nur tagsüber extremer Hitze ausgesetzt, sondern der Körper ist auch in den Nachtstunden durch hohe Lufttemperatur belastet und kann sich wegen der fehlenden Nachtabkühlung nicht ausreichend gut erholen.
Als Folge von Hitzebelastung können bei empfindlichen Personen wie

  • ältere und pflegebedürftige Menschen
  • Kinder
  • Menschen mit bekannten Störungen der Hitzeanpassung
  • Menschen mit Vorerkrankungen wie Diabetes mellitus, Herz- und Kreislauferkrankungen, Demenz
  • andere chronisch Kranke
  • Menschen, die Medikamente einnehmen, welche Einfluss auf das Herz-Kreislauf-System und den Flüssigkeitshaushalt des Körpers haben
  • Menschen mit einem hohen Alkohol- und/oder Kaffeekonsum

Regulationsstörungen und Kreislaufprobleme auftreten. Typische Symptome sind Kopfschmerzen, Erschöpfung und Benommenheit. Ältere Menschen und Personen mit chronischen Vorerkrankungen (wie zum Beispiel Herz-Kreislauf-Erkrankungen) sind von diesen Symptomen besonders betroffen.

Außerdem fördert eine hohe Lufttemperatur zusammen mit intensiver Sonneneinstrahlung die Entstehung von gesundheitsgefährdendem bodennahem Ozon. Die Werte sind mittags und nachmittags am höchsten. Für gesunde Menschen, die auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten und anstrengende Aktivitäten während der hohen Temperaturen weitgehend vermeiden, besteht im allgemeinen keine gesundheitliche Gefahr. Anders bei den oben genannten Risikogruppen, die empfindlicher auf starke Wärme reagieren.

Im Folgenden finden Sie Verhaltensempfehlungen, mit Hilfe derer Sie Gesundheitsrisiken vermeiden und sicher durch den Sommer kommen können.

Verhaltensempfehlungen:

  • Trinken Sie Wasser, Kräuter- und Früchtetees sowie verdünnte Fruchtsäfte. Vermeiden Sie hingegen alkoholische, koffeinhaltige und stark gesüßte Getränke.
    Falls Sie krankheitsbedingt nur wenig Flüssigkeit zu sich nehmen dürfen, kontaktieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, um die für Sie optimale Trinkmenge zu klären.
  • Essen Sie während des Tages mehrere kleine und leichte Mahlzeiten. Am besten sind viele Obst und Gemüse wie Melonen, Tomaten und Gurken, die den Flüssigkeitshaushalt aufbessern können.
    Passen Sie Ihre Aktivitäten den Tageszeiten und Temperaturen an. Vermeiden Sie vor allem in der Mittagszeit möglichst körperliche Anstrengungen – auch Sport – und halten Sie sich überwiegend an schattigen Orten auf.
  • Tragen Sie möglichst helle und luftige Kleidung aus Baumwolle oder anderen Naturfasern und denken Sie an Sonnenschutz (Sonnencreme und –brille).
    Kühlen Sie Ihre Lebensmittel und verbrauchen Sie sie möglichst rasch. Bei warmen Temperaturen vermehren sich schnell Krankheitserreger wie z. B. Salmonellen, die eine Lebensmittelvergiftung verursachen können.
  • Lüften Sie ausgiebig in den kühleren Morgen- und Abendstunden. Verschließen Sie während des Tages die Fenster und reduzieren Sie durch Vorhänge und Rollläden die direkte Sonneneinstrahlung.
    Wenn Sie Medikamente einnehmen, die eine Wechselwirkung zum Flüssigkeits- oder Wärmehaushalt Ihres Körpers haben können, klären Sie die Einnahme ebenfalls mit Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt. Setzen Sie die Medikamente jedoch nicht selbstständig ab.

Tragen Sie bitte auch Sorge für andere:

  • Besuchen unterstützen Sie ältere Angehörige und Nachbarn –zum Beispiel durch Hilfe beim Einkaufen und Bereitstellung von Getränken.
  • Lassen Sie keine Kinder oder Haustiere im Auto zurück. Auch ältere Menschen sollten es vermeiden, länger in einem aufgeheizten Auto zu warten.

Quellen:

www.hitze.nrw.de
https://www.umweltbundesamt.de/daten/umwelt-gesundheit/gesundheitsrisiken-durch-hitze
www.dwd.de/DE/wetter/warnungen_gemeinden/warnWetter_node.html