Wasser – die oft unterschätzte Gefahr für Nichtschwimmer

Laut einer Studie der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft e.V. (DLRG) erreichen nur noch 40% aller Kinder bis zum Abschluss der Grundschule das Deutsche Jugendschwimmabzeichen in Bronze. Ende der 80er Jahre waren es noch mehr als 90%.

Das Abzeichen (früher auch Freischwimmer genannt), gilt als Mindestvoraussetzung für sicheres Schwimmen. Das Seepferdchen ist kein Garant dafür, dass Eure Kinder in der Lage sind sich in einer Notsituation im Wasser selbständig helfen zu können.

Kinder, die nicht sicher schwimmen können, schweben am Wasser in Gefahr. Wie schnell springt ein Kleinkind in das Becken oder treiben größere Kinder mit ihren Luftmatratzen hinaus auf den See oder das Meer? Schwimmhilfen wie Schwimmringe, -flügel oder Gummitiere bieten keinen Schutz vor dem Ertrinken.

Auch an durch Bademeister oder Rettungsschwimmer bewachten Badestellen müssen Nichtschwimmer immer in unmittelbarer Nähe im Auge behalten werden. Das bedeutet nicht, dass Eltern ihre fröhlich planschenden Kinder von der Liege aus beobachten können. Kinder müssen binnen weniger Sekunden greifbar sein.

Laut der DLRG sollten Kinder folgende Fähigkeiten besitzen, um sich alleine im Wasser aufhalten zu können:

  • sich unter Wasser genauso gut orientieren können, wie über Wasser
  • fünfzehn Minuten ohne Pause und Hilfe im tiefen Wasser schwimmen können
  • auf dem Rücken genauso gut schwimmen können, wie auf dem Bauch
  • mehrere Sprünge beherrschen
  • Wasser verschlucken und deswegen nicht anhalten müssen

Erst dann gelten Eure Kinder auch ohne Schwimmabzeichen als richtig wassersicher.

Bundesweit schließen so viele Bäder, doch wir hier im Kreis sind noch gut bestückt, somit haben alle Kinder eine gute Chance schwimmen zu lernen!

Wir freuen uns auf die Wieder-Eröffnung unseres Hallenbades in Herzebrock.

Wir wünschen Euch weiterhin schöne und unbeschwerte Sommerferien!