Hallenbad Herzebrock neuer NRW-Landesleistungsstützpunkt

DLRG-Landesverbandspräsident Frank Keminer, Landestrainer Juergen Wohlgemuth, Bürgermeister Marco Diethelm, Landestrainer Finn Bonberg und der stellvertretende Betriebsleiter Marco Schröder (von links) mit der neuen Plakette zur Anerkennung des Hallenbades als Landesleistungsstützpunkt.

Der DLRG-Landesverband hat einen neuen NRW-Landesleistungsstützpunkt. Im Hallenbad Herzebrock trainieren die Rettungssportler des DLRG-Landeskaders zwar schon seit dem vergangenen Jahr, doch aufgrund der langen Schließ- und Sanierungszeit des Hallenbades wurde die offizielle Urkunde und Plakette erst jetzt übergeben.

Im Landeskader werden all jene Rettungssportler bis 18 Jahre geführt, die im vergangenen Jahr mit guten sportlichen Leistungen auf sich aufmerksam gemacht haben. Neben der Einladung zu diversen Lehrgängen und Wettkämpfen dürfen die Sportler des Landeskader auch einmal wöchentlich im Herzebrocker Hallenbad trainieren. „Die Teilnahme ist freiwillig und kostenlos“, sagt Stützpunktleiter und Landestrainer Finn Bonberg. 36 Sportler aus Westfalen gehören zum Landeskader, sehr viele kommen aus dem Kreis Gütersloh. „Deshalb haben wir das Training auch hier verorten wollen“, so Juergen Wohlgemuth vom DLRG-Landesverband. So nehmen vorwiegend Sportler aus Verl, Harsewinkel, Langenberg, Beckum und Ennigerloh das Angebot dankbar an. Mit Till Ole Goth gehört auch ein Nachwuchstalent aus Clarholz zum Kader. „Manchmal kommt auch eine Sportlerin aus Recklinghausen“, so Wohlgemuth. Dass die Mutter die 100 Kilometer für die Anfahrt auf sich nehme, spiegele den Mehrwert wider: „Wir sehen das Kadertraining als Ergänzung zum Heimtraining in der eigenen DLRG-Ortsgruppe. Hier konzentrieren wir uns noch mehr als vielleicht daheim auf die Wettkampfvorbereitung und die technischen Fertigkeiten wie das Schleppen von Puppen, Untertauchen von Hindernissen und Schwimmen und Retten mit Flossen“, so Wohlgemuth.

Frank Keminer, Präsident des DLRG-Landesverbandes Westfalen, ist froh, dass die Gemeinde Herzebrock-Clarholz die DLRG-Arbeit so unterstützt: „Es ist nicht selbstverständlich, dass eine Gemeinde Trainingszeiten am Abend zur Verfügung stellt, anstelle mit eigenen Angeboten Geld zu verdienen.“ Bei der Gemeinde Herzebrock-Clarholz traf die DLRG bei der Suche nach einer regelmäßigen und verlässlichen Trainingszeit in mindestens einem 25-Meter-Becken auf offene Ohren. „Uns ist daran gelegen, dass das Bad genutzt wird und nicht leer steht“, sagt der stellvertretende Betriebsleiter Marco Schröder. Die Trainingszeit überschneidet sich mit dem öffentlichen Badebetrieb lediglich um 15 Minuten. Bürgermeister Marco Diethelm, der auch selbst ein DLRG’ler ist, sieht noch einen anderen Vorteil. „So haben auch die Mitglieder unserer DLRG-Ortsgruppe Herzebrock-Clarholz die Gelegenheit, beim Kadertraining zuzusehen und vielleicht den einen oder anderen Tipp für das eigene Training mitzunehmen.“

In Nordrhein-Westfalen hat der Landessportbund 290 Landesleistungsstützpunkte in den unterschiedlichsten Sportarten anerkannt. Die DLRG verfügt nun über drei dieser Stützpunkte: In Schermbeck, in Steinhagen und nun auch in Herzebrock-Clarholz. Der Stützpunkt ist für die Dauer von vier Jahren anerkannt, jetzt noch bis 2021. Dann kann eine Verlängerung beantragt werden.