Archiv: Pressemeldungen Corona-Virus

15.04.2020 Corona-Situation im Kreis Gütersloh: 166 Personen mit Corona infiziert.

Im Kreis Gütersloh sind zum Stand 15. April, 12 Uhr, insgesamt 555 (Vortag: 553) laborbestätigte beziehungsweise klinisch bestätigte Coronainfektionen in der Statistik erfasst. Davon gelten 375 (Vortag: 350) Personen als genesen und 166 (Vortag: 189) als noch infiziert. Von diesen 166 Personen befinden sich 139 (Vortag: 159) in häuslicher Quarantäne und nach Angabe der vier Krankenhäuser 27 (Vortag: 31) in stationärer Behandlung. 9 (Vortag: 10) davon werden intensivpflegerisch versorgt, 2 (Vortag: 2) müssen beatmet werden.

Im Kreis Gütersloh sind 14 Personen (Vortag: 14) verstorben, die sich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert hatten.

„Die Zahl der Neuinfektionen bewegt sich momentan auf einem erfreulich niedrigen Niveau. Auch dass die Zahl der Personen, die sich nachweislich mit Corona infiziert haben, sinkt, ist erfreulich. Beides zeigt, dass die Maßnahmen zur Kontaktreduzierung wirken und dass sich die Bürgerinnen und Bürger an die Kontaktbeschränkungen halten und vor allem auf ausreichenden Abstand zueinander achten! Während wir am 26. März insgesamt 274 Personen erfasst hatten, die nachweislich mit Corona infiziert und noch nicht genesen waren, bewegen wir uns jetzt mit 166 ‚aktiven‘ Fällen in etwa auf dem Niveau vom 18./19. März dieses Jahres. Aber: Anlass zur Entwarnung geben diese Zahlen noch lange nicht!“, hebt Krisenstabsleiter Thomas Kuhlbusch hervor. „Das Coronavirus wird sich auch weiter ausbreiten. Und es liegt weiter in unserer Hand, ob dies wie zuletzt langsam und kontrolliert geschieht oder ob es wieder zu einem rasanten Anstieg der Zahlen kommt. Die Verdoppelung der Zahl aller Covid-Infizierten in den acht Tagen vom 18.März von 157 bis zum 26. März auf 315 zeigt, dass wir weiterhin sehr vorsichtig und umsichtig bleiben müssen! Wenn wir nicht aufpassen, verbreitet sich das Virus rasant schnell. Abstand halten ist und bleibt das A und O! Dies ist ganz entscheidend, um die Risikogruppen möglichst gut schützen und die Funktionsfähigkeit der Gesundheitsversorgung gewährleisten zu können“, verdeutlicht Kuhlbusch mit Blick auf die aktuelle Diskussion über die schrittweise Lockerung der geltenden Regelungen.

„Wir werden die aktuelle Diskussion und die Entscheidungen auf Bundes- und Landesebene abwarten und dann die vor Ort notwendigen Maßnahmen einleiten“, so Thomas Kuhlbusch und Landrat Sven-Georg Adenauer mit Blick auf die nächsten Stunden und Tage.

14.04.2020 Keine aktuellen Zahlen aus dem Kreis Gütersloh: Technische Probleme bei der Erfassung der Coronainfektionen.

Aufgrund technischer Schwierigkeiten gibt es für den heutigen Dienstag, 14. April, keinen aktuellen Stand bezüglich der laborbestätigten beziehungsweise klinisch bestätigten Coronainfektionen. „Bevor wir falsche Zahlen veröffentlichen, setzen wir lieber drauf, schnellstmöglich wieder verlässliche Zahlen veröffentlichen zu können“, erklärt Krisenstabsleiter Thomas Kuhlbusch. An einer Lösung des Problems wird gearbeitet.

13.04.2020 Aktuelle Situation im Kreis Gütersloh: Zahl der noch Corona infizierten Personen sinkt auf 188.

Im Kreis Gütersloh sind aktuell, das heißt zum Stand 13. April, 12 Uhr, insgesamt 551 (Vortag: 545) laborbestätigte beziehungsweise klinisch bestätigte Coronainfektionen in der Statistik erfasst. Davon gelten 350 (Vortrag: 336) Personen als genesen und 188 (Vortag: 196) als noch infiziert. Von diesen 188 Personen befinden sich 157 (Vortag: 164) in häuslicher Quarantäne und nach Angabe der vier Krankenhäuser 31 (Vortag: 32) in stationärer Behandlung. 10 (Vortag: 9) davon werden intensivpflegerisch versorgt, 2 (Vortag: 2) müssen beatmet werden.

Im Kreis Gütersloh sind 13 Personen (Vortag: 13) verstorben, die sich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert hatten.

12.04.2020 Aktuelle Situation im Kreis Gütersloh: 545 laborbestätigte Coronainfektionen.

Im Kreis Gütersloh sind aktuell, das heißt zum Stand 12. April, 12 Uhr, insgesamt 545 (Vortag: 544) laborbestätigte beziehungsweise klinisch bestätigte Coronainfektionen in der Statistik erfasst. Davon gelten 336 (Vortrag: 319) Personen als genesen und 196 (Vortag: 213) als noch infiziert. Von diesen 196 Personen befinden sich 164 (Vortag: 184) in häuslicher Quarantäne und nach Angabe der vier Krankenhäuser 32 (Vortag: 29) in stationärer Behandlung. 9 (Vortag: 7) davon werden intensivpflegerisch versorgt, 2 (Vortag: 3) müssen beatmet werden.

Nach dem letzten Meldezeitpunkt am gestrigen Samstag um 12 Uhr ist ein älterer Mann verstorben. Im Kreis Gütersloh sind 13 Personen (Vortag: 12) verstorben, die sich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert hatten.

11.04.2020 Aktuelle Situation im Kreis Gütersloh: 544 laborbestätigte Coronainfektionen.

Im Kreis Gütersloh sind aktuell, das heißt zum Stand 11. April, 12 Uhr, insgesamt 544 (Vortag: 537) laborbestätigte beziehungsweise klinisch bestätigte Coronainfektionen in der Statistik erfasst. Davon gelten 319 (Vortrag: 306) Personen als genesen und 213 (Vortag: 219) als noch infiziert. Von diesen 213 Personen befinden sich 184 (Vortag: 198) in häuslicher Quarantäne und nach Angabe der vier Krankenhäuser 29 (Vortag: 23) in stationärer Behandlung. 7 (Vortag: 7) davon werden intensivpflegerisch versorgt, 3 (Vortag: 3) müssen beatmet werden. Bisher sind im Kreis Gütersloh 12 Todesfälle (Vortag 12) zu verzeichnen.

10.04.2020 Aktuelle Situation im Kreis Gütersloh: 537 laborbestätigte Coronainfektionen.

Im Kreis Gütersloh sind aktuell, das heißt zum Stand 10. April, 12 Uhr, insgesamt 537 (Vortag: 531) laborbestätigte beziehungsweise klinisch bestätigte Coronainfektionen in der Statistik erfasst. Davon gelten 306 (Vortrag: 305) Personen als genesen und 221 (Vortag: 217) als noch infiziert. Von diesen 221 Personen befinden sich 198 (Vortag: 193) in häuslicher Quarantäne und nach Angabe der vier Krankenhäuser 23 (Vortag: 24) in stationärer Behandlung. 7 (Vortag: 4) davon werden intensivpflegerisch versorgt, 3 (Vortag: 2) müssen beatmet werden.

Abweichend von der vorstehenden statistischen Auswertung, in der 10 Todesfälle ausgewiesen sind, gibt es mittlerweile im Kreis Gütersloh 12 Todesfälle (Vortag 9) zu verzeichnen. Von den drei neuen Todesfällen ist ein Fall (Rietberg) bereits in der um 12 Uhr erhobenen Auswertung berücksichtigt. Zwei weitere Todesfälle gab es in Halle (Westf.) und Steinhagen. In allen drei Fällen handelte es sich um Patienten mit Vorerkrankungen. Berücksichtigt man diese Fälle beträgt die Zahl der noch infizierten Personen 219.

09.04.2020 Aktuelle Situation im Kreis Gütersloh: 531 laborbestätigte Coronainfektionen.

Im Kreis Gütersloh gibt es aktuell, das heißt zum Stand 9. April, 12 Uhr, insgesamt 531 (Vortag: 522) laborbestätigte beziehungsweise klinisch bestätigte Coronainfektionen. Davon gelten 305 (Vortrag: 288) Personen als genesen und 217 (Vortag: 225) als noch infiziert. Von diesen 217 Personen befinden sich 193 (Vortag: 203) in häuslicher Quarantäne und nach Angabe der vier Krankenhäuser 24 (Vortag: 22) in stationärer Behandlung. 4 (Vortag: 6) davon werden intensivpflegerisch versorgt, 2 (Vortag: 3) müssen beatmet werden. Bisher sind im Kreis Gütersloh 9 Todesfälle (Vortag 9) zu verzeichnen.

08.04.2020 Aktuelle Situation im Kreis Gütersloh: 522 laborbestätigte Coronainfektionen.

Im Kreis Gütersloh gibt es aktuell, das heißt zum Stand 7. April, 12 Uhr, insgesamt 522 (Vortag: 504) laborbestätigte beziehungsweise klinisch bestätigte Coronainfektionen. Davon gelten 288 (Vortrag: 266) Personen als genesen und 225 (Vortag: 229) als noch infiziert. Von diesen 225 Personen befinden sich 203 (Vortag: 207) in häuslicher Quarantäne und nach Angabe der vier Krankenhäuser 22 (Vortag: 22) in stationärer Behandlung. 6 (Vortag: 7) davon werden intensivpflegerisch versorgt, 3 (Vortag: 5) müssen beatmet werden. In diese Zahlen ist für ein Krankenhaus die Zahl von gestern eingeflossen, weil die entsprechende Meldung von heute nicht vorlag. Die Zahlen zur stationären und intensivmedizinischen Behandlung sowie zur Beatmung könnten also in Wirklichkeit höher oder niedriger sein. Bisher sind im Kreis Gütersloh 9 Todesfälle (Vortag 9) zu verzeichnen.

07.04.2020 Aktuelle Situation im Kreis Gütersloh: 504 laborbestätigte Coronainfektionen.

Im Kreis Gütersloh gibt es aktuell, das heißt zum Stand 7. April, 12 Uhr, insgesamt 504 (Vortag: 487) laborbestätigte beziehungsweise klinisch bestätigte Coronainfektionen. Davon gelten 266 (Vortrag: 243) Personen als genesen und 229 (Vortag: 234) als noch infiziert. Von diesen 229 Personen befinden sich 207 (Vortag: 217) in häuslicher Quarantäne und nach Angabe der vier Krankenhäuser 22 (Vortag: 23) in stationärer Behandlung. 7 (Vortag: 8) davon werden intensivpflegerisch versorgt, 5 (Vortag: 5) müssen beatmet werden. Bisher sind im Kreis Gütersloh 9 Todesfälle (Vortag 9) zu verzeichnen.

06.04.2020 Aktuelle Situation im Kreis Gütersloh: 487 laborbestätigte Coronainfektionen, neun Todesfälle.

Im Kreis Gütersloh gibt es aktuell, das heißt zum Stand 6. April, 12 Uhr, insgesamt 487 (Vortag: 481) laborbestätigte beziehungsweise klinisch bestätigte Coronainfektionen. Davon gelten 243 (Vortrag: 234) Personen als genesen und 234 (Vortag: 243) als noch infiziert. Von diesen 234 Personen befinden sich 202 (Vortag: 217) in häuslicher Quarantäne und nach Angabe der vier Krankenhäuser 23 (Vortag: 26) in stationärer Behandlung. 8 (Vortag: 6) davon werden intensivpflegerisch versorgt, 5 (Vortag: 5) müssen beatmet werden. Bisher sind im Kreis Gütersloh 9 Todesfälle (Vortag 4) zu verzeichnen. Die  neuen Todesfälle betreffen 5 Personen im Alter zwischen 79 und 95 Jahren. Die steigenden Todesfälle resultieren daraus, dass die Kliniken mittlerweile, so einer ihrer Vertreter, vermehrt hochbetagte Patienten behandeln, die mit COVID-19 infiziert seien. Sie gehören zu den Risikogruppen. Da diese Personen deutlich älter sind und mitunter an Vorerkrankungen leiden, steige auch die Sterberate.  Zu Beginn habe man vor allem Reiserückkehrer aus den Skigebieten behandelt.

Am Wochenende hatte es zudem einen Übermittlungsfehler zwischen Kliniken und Kreis gegeben, so dass die Zahl der intensivmedizinisch zu behandelnden Patienten sehr stark in der Statistik gestiegen war. Dass ein Übermittlungsfehler die Ursache war, konnte erst heute geklärt werden.

05.04.2920 Aktuelle Situation im Kreis Gütersloh: 481 laborbestätigte Coronainfektionen.

Im Kreis Gütersloh gibt es aktuell, das heißt zum Stand 5. April, 12 Uhr, insgesamt 481 (Vortag: 470) laborbestätigte Coronainfektionen. Davon gelten 234 (Vortrag: 212) Personen als genesen und 243 (Vortag: 254) als noch infiziert. Von diesen 243 Personen befinden sich 217 (Vortag: 230) in häuslicher Quarantäne und nach Angabe der vier Krankenhäuser 26 (Vortag: 24) in stationärer Behandlung. 6 (Vortag: 18) davon werden intensivpflegerisch versorgt, 5 (Vortag: 6) müssen beatmet werden. Bisher sind im Kreis Gütersloh 4 Todesfälle (Vortag 4) zu verzeichnen.

04.04.2020 Aktuelle Situation im Kreis Gütersloh: 470 laborbestätigte Coronainfektionen.

Im Kreis Gütersloh gibt es aktuell, das heißt zum Stand 4. April, 12 Uhr, insgesamt 470 (Vortag: 446) laborbestätigte Coronainfektionen. Davon gelten 212 (Vortrag: 177) Personen als genesen und 254 (Vortag: 266) als noch infiziert. Von diesen 254 Personen befinden sich 230 (Vortag: 247) in häuslicher Quarantäne und nach Angabe der vier Krankenhäuser 24 (Vortag: 19) in stationärer Behandlung. 18 (Vortag: 5) davon werden intensivpflegerisch versorgt, 6 müssen beatmet werden. Bisher sind im Kreis Gütersloh vier Todesfälle (Vortag 3) zu verzeichnen. Zwar ist die Zahl der Neuinfektionen kleiner als die der Zahl der Genesenen, aber die Zahl der intensivpflegerisch zu versorgenden Patienten hat sich deutlich erhöht.

03.04.2020 Aktuelle Situation im Kreis Gütersloh: 446 laborbestätigte Coronainfektionen.

Im Kreis Gütersloh gibt es aktuell, das heißt zum Stand 3. April, 12 Uhr, insgesamt 446 (Vortag: 432) laborbestätigte Coronainfektionen. Davon gelten 177 (Vortrag: 161) Personen als genesen und 266 (Vortag: 269) als noch infiziert. Von diesen 266 Personen befinden sich 247 (Vortag: 249) in häuslicher Quarantäne und nach Angabe der vier Krankenhäuser 19 (Vortag: 20) in stationärer Behandlung. 5 (Vortag: 4) davon werden intensivpflegerisch versorgt. Bisher sind im Kreis Gütersloh drei Todesfälle zu verzeichnen. Bei dem dritten Todesfall handelt es sich um einen älteren Mann mit schweren Vorerkrankungen, der am Freitag im Krankenhaus verstarb.

03.04.2020 Kreis und Polizei rufen auf, Regeln einzuhalten: Coronaschutzverordnung gilt auch an sonnigen und warmen Tagen.

Seit Montag (23. März) vergangener Woche gelten in ganz NRW die Regelungen der Coronaschutzverordnung der Landesregierung. Die Polizei unterstützt die Ordnungsbehörden bei der Umsetzung der Verordnung. Dabei werden auch Ordnungswidrigkeitenverfahren und Strafverfahren eingeleitet. Die Einhaltung der Regelungen ist ein wesentliches Element zur Beeinflussung der pandemischen Ausbreitung.

Wie bereits veröffentlicht, halten sich die meisten Bürgerinnen und Bürger im Kreis Gütersloh an diese Regeln und vor allem Abstand voneinander. In einigen Fällen wurden durch Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte jedoch schon Ordnungswidrigkeitenverfahren und Strafverfahren eingeleitet. Dabei sind im Bußgeldbereich mindestens 200 Euro pro angetroffener Person zu zahlen.

Unser Appell: Halten Sie sich auch bei den frühlingshaften Temperaturen, welche in den kommenden Tagen angekündigt sind, an die Vorgaben. Insbesondere Zusammenkünfte von mehreren Personen sollten aus eigenem Interesse nicht stattfinden. Landrat Sven-Georg Adenauer: „Halten Sie egal, ob im öffentlichen Raum oder im privaten Umfeld Abstand zueinander! Verzichten Sie auch für Ihre Mitmenschen auf ein Picknick im Park oder den Grillabend unter Freunden.“ Er verstehe, so Adenauer, welch großer Verzicht von den Menschen derzeit verlangt werde. Aber es gebe täglich immer noch Neuinfektionen, die schnell zu weiteren Infektionen führen können. Das gute Wetter darf nicht dazu führen, dass wir nachlässig werden. Der Abteilungsleiter Polizei, LPD Christoph Ingenohl, betont hierzu deutlich: „Auch wenn Ihnen nun sonnige und warme Tage bevorstehen, ist es weiterhin wichtig, sich diszipliniert und mit Rücksicht auf die Mitmenschen an die derzeitigen Regelungen zum Schutz aller zu halten!“

Die Polizei wird auch weiter verstärkt auf die Einhaltung der aktuellen Vorgaben achten und Verstöße konsequent verfolgen. Spielplätze, Parks und weitere ‚Hotspots‘ an denen sich üblicherweise gerne Gruppen treffen, bleiben insbesondere auch am kommenden Wochenende in unserem Blickpunkt.

03.04.2020 Kreis sucht kurzfristig Mitarbeiter: Unterstützung für die Abteilung Gesundheit in Zeiten von Corona.

Die Abteilung Gesundheit des Kreises ist aktuell im Dauereinsatz. Auf Grundlage des Infektionsschutzgesetzes versuchen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit der Coronapandemie umzugehen. Ziel ist es, Vorzubeugen, Infekte zuerkennen und die Weiterverbreitung zu minimieren, also die Kurve der Erkrankungen abzuflachen. Zwar wurden zur Unterstützung bereits Kollegen aus anderen Abteilungen herangezogen, zum Beispiel um das Kontaktmanagement mit positiv getesteten Personen zu betreiben oder die Bürgerhotline zu verstärken. Trotzdem fehlt es an medizinisch geschultem Personal.

Deshalb sucht der Kreis Gütersloh ab sofort medizinische Fachangestellte, Rettungssanitäter, Rettungsassistenten, Notfallsanitäter, Studierende der Medizin, Gesundheits- und Krankenpfleger oder Personen mit vergleichbarer Qualifikation. Mindestens 30 Personen sollen die Abteilung Gesundheit zunächst für drei Monate verstärken. Weitere Informationen gibt es auf www.kreis-guetersloh.de

02.04.2020 Aktuelle Situation im Kreis Gütersloh: 432 laborbestätigte Coronainfektionen.

Im Kreis Gütersloh gibt es aktuell, das heißt zum Stand 2. April, 12 Uhr, insgesamt 432 (Vortag: 401) laborbestätigte Coronainfektionen. Davon gelten 161 (Vortrag: 141) Personen als genesen und 269 (Vortag: 258) als noch infiziert. Von diesen 269 Personen befinden sich 249 (Vortag: 234) in häuslicher Quarantäne und nach Angabe der vier Krankenhäuser 20 (Vortag: 24) in stationärer Behandlung. 4 (Vortag: 4) davon werden intensivpflegerisch versorgt. Bisher sind im Kreis Gütersloh zwei Todesfälle zu verzeichnen.

02.04.2020 Kreisausschuss: Aktuelle Coronasituation: Es wird keine Corona-Klinik geben.

Die aktuelle Coronalage im Kreis Gütersloh war am Mittwochnachmittag Hauptthema im Kreisausschuss. Krisenstabsleiter Thomas Kuhlbusch, Dr. Anne Bunte, Abteilungsleiterin Gesundheit, und Judith Schmitz, Abteilungsleiterin Soziales, schilderten die Lage. Die traurige Nachricht des Tages gab es erst im nicht-öffentlichen Teil nach über zwei Stunden: Im Laufe des Nachmittags sei der Kreis informiert worden, dass es im Zusammenhang mit der Coronapandemie den zweiten Todesfall im Kreis gibt, teilte Landrat Sven-Georg Adenauer mit. Ein älterer Mann, Jahrgang 1934, mit schweren Vorerkrankungen, der zuletzt intensivmedizinisch betreut worden ist, ist am Mittwoch gestorben. Ob der Patient mit oder an Corona gestorben ist, ist nicht bekannt. Laut RKI sind diejenigen, die sterben und positiv getestet worden sind, in der Statistik als Opfer der Coronapandemie zu führen.

Seit dem 12. März, als der Landrat den Stab einberief, gilt der Krisenstabsmodus. Jeden zweiten Tag kommt der Krisenstab in wechselnden Besetzungen zusammen, erläuterte Kuhlbusch. Einmal auch am Sonntag, nachdem tags zuvor bekannt wurde, dass ein Patient einer Dialysestation in Halle/Westf. positiv getestet worden ist. Er zeigte die Vielzahl der Aufgabenschwerpunkte auf, die es derzeit im Krisenstab zu koordinieren und erledigen gebe, wobei die Prioritäten bedingt durch die Dynamik der Entwicklung immer wieder anzupassen seien.

Dr. Bunte ging auf die medizinische Versorgung ein: Die Gesundheitsämter würden als die dritte, „kleine Säule“ des Gesundheitssystems bezeichnet. Die beiden großen: Die Arztpraxen und die Krankenhäuser. Nichtdestotrotz steht die Abteilung Gesundheit des Kreises im Fokus der Coronapandemie. Der Versorgungsbereich im hausärztlichen Bereich liege in der Verantwortung der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL), Bielefeld und der Kreis Gütersloh bilden einen Verbund innerhalb der KVWL. Ziel sei es, die Sicherstellung der Notfallversorgung in den Krankenhäusern und der Sprechstunden der Praxen aufrecht zu erhalten. Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen Lippe (KVWL) plane mit Unterstützung des Krisenstabes sogenannte Diagnose- und Behandlungszentren (COVID-19-Behandlungszentren), damit die Patienten mit typischen Symptomen, die auf eine Ansteckung durch den neuartigen Coronavirus deuten, nicht die normale Hausarztpraxis aufsuchen. „Damit diese Patienten nicht in die Praxen gehen, sollen im Bereich Bielefeld/Gütersloh drei dieser Praxen entstehen, eine in Bielefeld, zwei im Kreis Gütersloh“, so Dr. Bunte. „Die Besetzung der Praxen erfolgt über die KVWL, das ist deren Einrichtung.“ Der Kreis Gütersloh beziehungsweise die Stadt Bielefeld unterstützen mit Räumlichkeiten und Personal.

Nach wie vor sei die Devise „Zeit gewinnen“, betonte Dr. Bunte. In der Diskussion im Kreisausschuss wurde auch deutlich, woran es im Alltag hakt: Dr. Josef Sökeland, selbst Arzt und in der Geschäftsführung eines der größten Praxisverbünde in der Region mit 100 Mitarbeitern und Fraktionsvorsitzender der CDU im Kreistag, schilderte die Probleme bezüglich der persönlichen Schutzausrüstung (PSA) – damit sind Masken, Kittel, Schutzbrillen und dergleichen gemeint: Sie hätten ein „Carepaket“ erhalten, in dem ein Liter Desinfektionsmittel enthalten war, elf Masken und zwei Kittel. Er forderte angesichts dieser Lieferung, dass der Staat in die Verantwortung zu nehmen sei. Krisenstabsleiter Kuhlbusch verdeutlichte, dass der Bund für die Versorgung der KVWL, also der Arztpraxen, zuständig sei. Aber er macht den Praxisärzten auch Hoffnung: „Bevor alle Stricke reißen, sorgen wir dafür, dass nicht alles zusammen bricht.“ Man tue alles, was man könne. Die Priorität des Kreises habe aufgrund der Zuständigkeiten eine klare Rangfolge: Krankenhäuser, Rettungsdienst, Arztpraxen, Senioreneinrichtungen und solche der Kinder- und Jugendhilfe.

Dr. Bunte berichtete über die Entscheidung gemeinsam mit den vier Kliniken, dass keine COVOD-19-Klinik eingerichtet wird, in der ausschließlich Patienten behandelt werden, die positiv getestet worden seien. Die vier Kliniken im Kreis hätten erklärt, sie wollen die Notfallversorgung sicherstellen – für alle Patienten und seien entsprechend vorbereitet. Alle Häuser haben sich auf den Weg gemacht, so dass sie COVID-19-Patienten versorgen können und Patienten mit anderen Erkrankungen, damit nicht ein Haus völlig überlastet sei. Die meisten positiv getesteten Patienten befänden sich nach wie vor in häuslicher Quarantäne. Engen Kontakt halte ihr Team, so Dr. Bunte, auch zu den Hausärzten, besonders für den Fall, dass sich der Zustand der Patienten verschlechtere und die in eine stationäre Behandlung verlegt werden müssten.

Die Beatmungskapazitäten an den vier Kliniken im Kreis sollen aufgestockt werden, von 40 auf 70. Kuhlbusch: „Wir werden sehen, ob das ausreicht.“ Sollte es nicht reichen, sei mit der Bezirksregierung Detmold abgesprochen, dass auch andere Kreise in OWL mit größeren Krankenhauskapazitäten aushelfen und Patienten aus dem Kreis Gütersloh aufnehmen. Landrat Adenauer hat eine entsprechende Unterstützung durch die Bezirksregierung Detmold und die Kreise Lippe und Minden-Lübbecke zugesagt bekommen.

Aktuell hat der Kreis Gütersloh (Stand 1. April, 12 Uhr) vier intensiv zu versorgende Patienten. Vor der Coronaepedemie gab es 40 Intensivbetten mit Beatmung Betten in den vier Krankenhäusern im Kreis, derzeit liege deren Zahl bei 59.

Zur Arbeitsgrundlage der Abteilung Gesundheit führte Dr. Bunte streute grundlegende Aussagen ein: Grundlage derzeit sei das Infektionsschutzgesetz. „Wir werden die Erkrankung nicht verhindern. Vorbeugen, Infekte erkennen und Weiterverbreitung minimieren, also Abflachung der Kurve“, sei die Maxime. Aber sie appellierte auch an alle: „Die Eigenverantwortung von Einrichtungen sowie jedes Einzelnen ist gefordert.“ Bereits der Verdacht auf eine Infektion sei meldepflichtig. Im Kreis Gütersloh seien viele der Infektionen auf Rückkehrer von Skiurlauben in Österreich zurückzuführen, besonders aus Ischgl. Ärzte, Labore, und angehörige der Pflegeberufe seien verpflichtet, Verdachtsfälle zu melden.

Das Team Infektionsschutz, erklärte Dr. Bunte, komme in ‚Friedenszeiten‘ auf 7,5 Stellen, derzeit arbeiten dort rund 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Verstärkt wurde die Infektionsschutzgruppe durch Kollegen und Kolleginnen aus der Abteilung des Gesundheitsamts und aus anderen Abteilungen des Kreises, etwa von Schulsekretärinnen und aus der Abteilung Geoinformation, Kataster und Vermessung. Zudem unterstützt der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MHD) mit fünf Personen das Team. Angefragt ist zudem beim Robert Koch-Institut (RKI) eine Unterstützung durch 15 Medizinstudenten. Das RKI hatte eine Plattform gestartet, über die sie sich als Unterstützung melden konnten. Ob dieses Hilfeersuchen fruchtet, zeigt sich in der nächsten Woche. Sie sollen das Team aus derzeit 25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verstärken, die das Kontaktmanagement mit positiv getesteten Personen betreiben. Die Vorgaben dazu seien komplex, betonte Dr. Bunte. Die Vorgaben des RKI verändern sich lagebedingt mitunter alle zwei Tage.

Zu den Quarantäne-Regeln äußerte sich Dr. Bunte differenziert: Es habe Gruppen gegeben, die sich nach dem Aufruf des Landrats, sich als Rückkehrer aus Skigebieten in Quarantäne zu begeben, vorbildlich verhalten hätten. Und solche, die das ignoriert hätten. Man habe keine Möglichkeit, mehr zu machen, erklärte Dr. Bunte und appellierte an die Verantwortung aller. Ergänzung vom Arzt Dr. Sökeland: „Bei uns in der Praxis waren alle Fälle auf Österreich zurückzuführen.“

Immer mehr rücken Einrichtungen der Altenpflege in den Fokus, Würzburg und Wolfsburg, wo zahlreiche Seniorinnen und Senioren starben, seien eine Mahnung, so Judith Schmitz, Leiterin der Abteilung Soziales beim Kreis Gütersloh. Sie stellte klar: „Wir müssen in diesem Bereich eine zusätzliche Infrastruktur schaffen.“ So sind unter anderem zusätzliche Kurzzeit-Pflegeplätze notwendig, um die Versorgung sicher stellen zu können. Sie nannte Beispiele: Der Pflegedienst kommt nicht mehr. Es liege eine leichte Erkrankung vor, die häusliche Versorgung durch Angehörige sei nicht mehr möglich. Weiteres Beispiel: Es werden Seniorinnen oder Senioren aus dem Krankenhaus entlassen, aber eine häusliche Unterbringung oder die Unterbringung in regulären Senioreneinrichtungen sei nicht möglich. „Wir brauchen Personal, die Räumlichkeiten und eine Refinanzierung“, erklärte Schmitz. Zweite große Baustelle: „Wir wollen verhindern, dass die ambulante Pflege nicht mehr sicher gestellt ist.“ Die Großen hätten sich bereits zusammen getan in einem Netzwerk. Das Prinzip: Sie tauschen Kunden, nicht Mitarbeiter, um die Versorgung sicher zu stellen. Auch die privaten Anbieter seien angesprochen worden, sich dem Netzwerk anzuschließen.

Zur Versorgung mit der persönlichen Schutzausrüstung führte Krisenstabsleiter Kuhlbusch aus: Das Team Materialbewirtschaftung sei – aufgrund der Vielzahl der Hinweise und Angebote – inzwischen auf sieben Personen, anfangs zwei, aufgestockt: Es verwaltet sowohl die Spenden und die kommerziellen Angebote als auch die Verteilung in Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst des Kreises. Das gesamte Material wird über das Warenwirtschaftssystem des Rettungsdienstes des Kreises verwaltet – die hätten das System und die Lieferkontakte. Bestellt seien aktuell – um ein Beispiel zu nennen – 400.000 Mund-Nasenmasken, 5.000 Kittel und 750 Schutzbrillen. Zahlreiche, aber bei Weitem nicht ausreichende Spenden seien nach dem Aufruf eingegangen.

Der Kreisausschuss tagte ausnahmsweise in kleinerer Besetzung im Kreishaus Wiedenbrück. Neun Kreistagsabgeordnete plus Landrat Sven-Georg Adenauer verteilten sich im dortigen großen Sitzungssaal. Die Mehrheitsverhältnisse wurden durch die Verkleinerung nicht verändert.

 

01.04.2020 Aktuelle Situation im Kreis Gütersloh: 401 laborbestätigte Coronainfektionen.

Im Kreis Gütersloh gibt es aktuell, das heißt zum Stand 1. April, 12 Uhr, insgesamt 401 (Vortag: 387) laborbestätigte Coronainfektionen. Davon gelten zum Stand 16 Uhr 141 (Vortrag: 120) Personen als genesen und 258 (Vortag: 266) als noch infiziert. Von diesen 258 Personen befinden sich 234 (Vortag: 244) in häuslicher Quarantäne und nach Angabe der vier Krankenhäuser 24 (Vortag: 22) in stationärer Behandlung. 4 (Vortag: 5) davon werden intensivpflegerisch versorgt. Bisher sind im Kreis Gütersloh zwei Todesfälle zu verzeichnen.  Nach der Fertigstellung der Statistik um 12 Uhr, wurde dem Kreis Gütersloh am Nachmittag gemeldet, dass ein älterer Mann (Jahrgang 1934) mit schweren Vorerkrankungen verstorben ist. Er wurde zuletzt intensivmedizinisch betreut.

 

31.03.2020 Aktuelle Situation im Kreis Gütersloh: 387 laborbestätigte Coronainfektionen.

Im Kreis Gütersloh gibt es aktuell, das heißt zum Stand 31. März, 12 Uhr, insgesamt 387 (Vortag: 373) laborbestätigte Coronainfektionen. Davon gelten derzeit 120 (Vortag: 115) Personen als genesen und 266 (Vortag: 257) als noch infiziert. Von diesen 266 Personen befinden sich 244 (Vortag: 232) in häuslicher Quarantäne und nach Angabe der vier Krankenhäuser 22 (Vortag: 28) in stationärer Behandlung. 5 (Vortag: 5) davon werden intensivpflegerisch versorgt. Bisher ist im Kreis Gütersloh ein Todesfall zu verzeichnen. Festzustellen bleibt, dass es trotz der Vielzahl der ergriffenen Maßnahmen weiterhin zu Neuinfektionen kommt.

 

30.03.2020 Aktuelle Situation im Kreis Gütersloh: 373 laborbestätigte Coronainfektionen.

Im Kreis Gütersloh gibt es aktuell, das heißt zum Stand 30. März, 12 Uhr, insgesamt 373 (Vortag: 362) laborbestätigte Coronainfektionen. Davon gelten derzeit 115 (Vortrag: 103) Personen als genesen und 257 (Vortag: 258) als noch infiziert. Von diesen 257 Personen befinden sich 229  (Vortag: 232) in häuslicher Quarantäne und nach Angabe der vier Krankenhäuser 28 (Vortag: 26) in stationärer Behandlung. 5 (Vortag: 5) davon werden intensivpflegerisch versorgt. Bisher ist im Kreis Gütersloh ein Todesfall zu verzeichnen.

Festzustellen ist: Nach wie vor kommt es zu Neuinfektionen. Auch wenn die Zahl der derzeit laborbestätigt infizierten und noch an CoVid-19 erkrankten Personen nahezu konstant bleibt, nimmt die Zahl der stationär zu versorgenden Patienten zu.

27.03.2020 Gemeinsame Pressemitteilung: Polizei und Kreis Gütersloh: Großteil der Bürger hält sich an das Kontaktverbot.

Seit Montag, 23. März, gilt in ganz NRW ein Kontaktverbot, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Demnach sind Versammlungen oder Zusammenkünfte von mehr als zwei Personen in der Öffentlichkeit untersagt. Laut den Ordnungsämtern der Kommunen sowie der Polizei Gütersloh hält sich der Großteil der Bevölkerung an die angeordneten Schutzmaßnahmen nach dem Infektionsschutzgesetz.

Damit das Kontaktverbot sowie die Abstandsregeln eingehalten werden, führen die Ordnungsämter und die Polizei verschärft Kontrollen durch. Wer sich nicht daran hält, muss mit einem Bußgeld rechnen. Zum Großteil halten sich die Menschen im Kreis Gütersloh an die Vorschriften. Laut Polizei habe es besonders in den ersten Tagen noch viele Fragen und Unsicherheiten bei der Bevölkerung gegeben, die meisten zeigten sich aber einsichtig und verständnisvoll. „Die Welt, Europa, Deutschland, Nordrhein-Westfalen, der Kreis Gütersloh, wir alle befinden uns im Ausnahmezustand. Die getroffenen Schutzmaßnahmen beschränken uns alle persönlich, umso mehr danke ich allen Bürgerinnen und Bürgern für das Verständnis. Wir müssen die Ausbreitung des Virus eindämmen und insbesondere die Risikogruppe schützen. Das ist unser größtes Ziel und jeder, der sich an die Regeln hält, hilft dabei“, bedankt sich Landrat Sven-Georg Adenauer bei allen Bürgerinnen und Bürgern im Kreis.

Sonst hochfrequentierte Orte und beliebte Treffpunkte wie die Innenstädte seien nur noch wenig besucht, in anderen Ortsteilen seien nur noch vereinzelt Menschen unterwegs. Besonders auffällig sei jedoch die weiterhin hohe Besucherzahl der Wochenmärkte. Doch auch hier halten die Menschen den geforderten Mindestabstand ein. „Ich finde es sehr löblich, wie diszipliniert die Bürgerinnen und Bürger mit der Situation umgehen. Weiter so! Es ist außerdem wichtig, die lokalen Geschäfte zu unterstützen – gerade in diesen Zeiten. Viele Betreiber bieten auch Online-Angebote oder Lieferdienste an“, betont Adenauer.

Bisher haben die Ordnungsämter und die Polizei nur vereinzelt Verstöße gegen das Ansammlungsverbot in der Öffentlichkeit gemeldet und Bußgelder verhängt. Wer beispielsweise mit mehr als einer weiteren Person unterwegs ist, muss laut dem Bußgeldkatalog 200 Euro Strafe zahlen. Die meisten angesprochenen Personen zeigten sich einsichtig, nur in wenigen Fällen musste die Polizei eine Anzeige fertigen. So erhielt beispielsweise ein 20-jähriger Mann aus Gütersloh eine Anzeige, weil er die Maßnahme als lächerlich bezeichnete und sich auch nach der Ansprache durch die Polizei nicht an das Kontaktverbot hielt. Die Polizei bekam außerdem Hinweise, dass einige Gastronomiebetriebe weiterhin wie gewohnt geöffnet hatten. Laut dem Bußgeldkatalog müssen Gastronome, die ihre Kneipe oder ihr Restaurant trotz der Verbote wie gewohnt betreiben, 4.000 Euro Strafe zahlen. „Zuwiderhandlungen werden zu Recht scharf bestraft“, hebt Adenauer hervor. Denn der Coronavirus überträgt sich laut den Fachleuten primär  über Tröpfcheninfektion, also von Mensch zu Mensch. „Durch die Verstöße gegen das Kontaktverbot gefährden diese Personen sich selbst und ihre Mitmenschen.“

In Werther (Westf.) sei eine Jugendgruppe durch Vandalismus auffällig geworden. In Gütersloh musste die Polizei sogar eine Strafanzeige wegen Körperverletzung aufnehmen. Ein Mann hatte eine Gruppe am Hauptbahnhof auf das Versammlungsverbot angesprochen und wurde daraufhin von einem der jungen Männer angespuckt. Die Täter sind daraufhin weggerannt. Hinweise nimmt die Polizei unter Telefon 0 52 41 86 90 entgegen.

Die Kreispolizeibehörde Gütersloh bewertet in Abstimmung mit dem Krisenstab des Kreises die Lage ständig neu. Der Abteilungsleiter Polizei, LPD Christoph Ingenohl, appelliert an die Bürgerinnen und Bürger: „Wir werden die Sicherheit im Kreis Gütersloh auch unter schwierigen Bedingungen gewährleisten! Halten Sie weiter durch. Wir sind jederzeit für Sie da!“

Zu den polizeilichen Aufgaben gehören auch Kriminalprävention und Opferschutz. Die Kolleginnen und Kollegen des zuständigen Kommissariats stehen zum Beispiel bei Fragen zum Einbruchschutz  (privat und gewerblich) und bei Beratungen zu Gewalt in der Beziehung zur Verfügung.

Die Kolleginnen und Kollegen des Kriminalkommissariats für Prävention/ Opferschutz sind unter der Telefonnummer 0 52 41 86 90 zu erreichen.

Aktuelle Informationen rund um das Coronavirus und der aktuellen Lage im Kreis Gütersloh gibt es unter www.kreis-guetersloh.de/corona/. Dort steht auch der gesamte Bußgeldkatalog zum Download zur bereit

26.03.2020 Hilfegesuch an Bundeswehr gestellt: Krisenstab bittet um weitere Spenden.

Der Krisenstab, der heute (26. März) zu seiner 7. Sitzung zusammenkam, hofft auf weitere Spenden. Was bisher an persönlicher Schutzausrüstung  (PSA) – also Atemschutzmasken, Einmalhandschuhe, Schutzbrillen und Kittel – eingegangen ist, sei gemessen am Bedarf noch überschaubar, so Thomas Kuhlbusch, Leiter des Krisenstabs. Im gleichen Atemzug dankte er allen Spendern ausdrücklich, unter ihnen Klein-Spender, die etwa acht Kittel gespendet haben oder 21 Schutzbrillen, aber auch viele Firmen aus dem Kreis Gütersloh, die größere Mengen gespendet haben. An letztere hatte sich der Spendenaufruf ausdrücklich gerichtet. Insgesamt sind über 5.000 Atemschutzmasken unterschiedlichster Bauart nach dem ersten Spendenaufruf des Krisenstabs gestiftet worden. Zudem Besucherkittel, OP-Mäntel, Schutzbrillen, Schutzoveralls, Infektionsschutzanzüge und vieles mehr.

Am Vortag hatte das Kreisverbindungskommando – das ist der Bundeswehroffizier, der als Verbindungsperson zur Abteilung Bevölkerungsschutz tätig ist – die Bundeswehr um Unterstützung und die Lieferung von 10.000 Atemschutzmasken sowie weiterem Materials gebeten, da der Kreis Gütersloh in Ostwestfalen am stärksten betroffen ist. Ob dieser Bitte entsprochen wird, ist ungewiss.

„Wir brauchen dringend mehr Material“, lautet der Appell des Krisenstabsleiters. „Denn wir müssen befürchten, dass bei den weiter steigenden Fallzahlen das, was bisher noch an Reserven vorhanden ist, schnell aufgebraucht sein wird“.

Um die Annahme von Spenden, die Sichtung kommerzieller Angebote von Herstellern und Händlern sowie die Verteilung zu regeln, hat der Krisenstab in der Abteilung Bevölkerungsschutz die Arbeitsgruppe für die Bewirtschaftung der Persönlichen Schutzausrüstung (PSA) ins Leben gerufen. Die Arbeitsgruppe hat zwei E-Mailadressen eingerichtet:

Unter Materialspenden@kreis-guetersloh.de können sich Spender melden.

Die E-Mail PSA@kreis-guetersloh.de steht für kommerzielle Anbieter, aber auch für Arztpraxen und Krankenhäuser zur Verfügung, die dringenden Bedarf haben.  Grundsätzlich ist die Kassenärztliche Vereinigung für die Versorgung der Arztpraxen mit Persönlicher Schutzausrüstung zuständig, die aus der Materialbeschaffung des Bundes beliefert werden soll. „Nach den Maßgaben des Krisenstabes, in dem auch anlassbezogen ein Vertreter der KVWL vertreten ist, können in Not- und Ausnahmefällen einzelfallbezogen aber auch Praxen unterstützt werden“, so Krisenstabsleiter Thomas Kuhlbusch.

Die oberste Priorität des Krisenstabs liegt auf der Sicherstellung der medizinischen Versorgung,  so dass Krankenhäuser und die Rettungsdienste an erster und zweiter Stelle stehen. Dann folgen Arztpraxen, die Alten- und Pflegeeinrichtungen sowie Einrichtungen der Eingliederungshilfe und schließlich Einrichtungen der Kinder- und Jugendpflege. Sollten in Alten- und Pflegeeinrichtungen oder in Einrichtungen der Eingliederungshilfe Fälle CoViD-19-positiver Patienten oder sogenannte Kontaktpersonen der Kategorie I auftreten, wird es in diesen Bereichen schnell Hilfe geben.

26.03.2020 Aktuelle Situation im Kreis Gütersloh: 315 laborbestätigte Coronainfektionen.

Im Kreis Gütersloh gibt es aktuell, das heißt zum Stand 26. März, 12 Uhr, insgesamt 315 laborbestätigte Coronainfektionen. Davon gelten derzeit 40 Personen als genesen und 274 als noch infiziert. Von diesen 274 Personen befinden sich 255 in häuslicher Quarantäne und 19 in stationärer Behandlung. Drei davon werden intensivpflegerisch versorgt. Bisher ist im Kreis Gütersloh ein Todesfall zu verzeichnen.

Als Kontaktpersonen der Kategorie 1 (enger Kontakt) sind derzeit rund 1.000 Personen erfasst.

24.03.2020 Aktuelle Situation im Kreis Gütersloh: 277 laborbestätigte Coronainfektionen.

Im Kreis Gütersloh gibt es aktuell, das heißt zum Stand 25. März, 12 Uhr, insgesamt 277 laborbestätigte Coronainfektionen. Davon gelten derzeit 31 Personen als genesen und 245 als noch infiziert. Von diesen 245 Personen befinden sich 229 in häuslicher Quarantäne und 16 in stationärer Behandlung. Drei davon werden intensivpflegerisch versorgt. Bisher ist im Kreis Gütersloh ein Todesfall zu verzeichnen.

24.03.2020 Aktuelle Situation im Kreis Gütersloh: 254 laborbestätigte Coronainfektionen.

Im Kreis Gütersloh ist am Dienstag erstmals ein Mensch gestorben, der positiv auf das Coronavirus getestet worden war: Ein 74-jähriger Mann mit schwerwiegenden Grunderkrankungen, an denen er vermutlich auch verstorben ist. Im Kreis Gütersloh gibt es aktuell, das heißt zum Stand: 24. März, 12 Uhr, insgesamt 254 laborbestätigte Coronainfektionen. Davon gelten 22 Personen als genesen, sind wieder gesund.

23.03.2020 Bus- und Zugnahverkehr: Weitere Einschränkungen des Fahrplans.

Um das Ansteckungsrisiko mit dem Corona-Virus zu minimieren, gelten im öffentlichen Nahverkehr im Kreis Gütersloh Schutzmaßnahmen für die Fahrgäste und das Fahrpersonal. Sowohl im Bus- als auch im Zugnahverkehr kommt es zu weiteren Einschränkungen des Fahrplans.

Ab Dienstag, 24. März, entfällt bis auf Weiteres der Halbstundentakt auf der RB 74 ‚Senne-Bahn‘. Damit gibt es am Bahnhof Schloß Holte keinen Anschluss mehr für die Linie 84 (Augustdorf – Stukenbrock – Schloß Holte) von beziehungsweise nach Bielefeld. Die Anschlüsse der Buslinien 84.1 und 84.2  (Ortsverkehre) an die Senne-Bahn bleiben bestehen.

Ab Mittwoch, 25. März wird außerdem der Betrieb der Zuglinie RB 69 (Bielefeld – Hamm – Münster) vorerst bis zum 19. April eingestellt. Daher gibt es nur noch eingeschränkt Anschlüsse an den Busverkehr am Hauptbahnhof Gütersloh und am Bahnhof Rheda. Die Zuglinien RE 6 (Minden – Bielefeld – Hamm – Düsseldorf) und RB 67 (Bielefeld – Warendorf – Münster) fahren weiterhin. Die planmäßigen Anschlüsse der Buslinie 70 (Rheda – Langenberg – Lippstadt) am Bahnhof Rheda in und aus Richtung Bielefeld sind damit gewährleistet. Einschränkungen gibt es für Fahrgäste hingegen in Lippstadt. Da der Fahrplan der Zuglinie RB 89 auf einen Stundentakt ausgedünnt wird, gibt es am Bahnhof Lippstadt nur noch eingeschränkt Anschluss an die Buslinien 70 sowie 80.1 (Rietberg – Lippstadt).

Fahrgäste werden gebeten, sich vor Fahrtantritt über die Anschlüsse zu informieren. Informationen zu den Einschränkungen im NRW-Zugverkehr sind unter www.mobil.nrw erhältlich.

23.03.2020 Aktuelle Situation im Kreis Gütersloh: 224 laborbestätigte Coronainfektionen.

Im Kreis Gütersloh gibt es aktuell, das heißt zum Stand: 23. März, 12 Uhr, insgesamt 224 laborbestätigte Coronainfektionen. 14 Personen gelten als genesen, sind wieder gesund.

22.03.2020 Verordnung zum Schutz vor Neuinfizierungen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 (CoronaSchVO)

Verordnung Land NRW

22.03.2020 Landesregierung beschließt weitreichendes Kontaktverbot und weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Virus-Pandemie.

Zusammenkünfte in der Öffentlichkeit von maximal zwei Personen / Bei Nichteinhaltung: Geldbußen bis zu 25.000 Euro und Freiheitsstrafen möglich / Ministerpräsident Laschet: Wir überwachen nicht die Vernünftigen, sondern bestrafen die Uneinsichtigen

Die Landesregierung hat ein weitreichendes Kontaktverbot für Nordrhein-Westfalen per Rechtsverordnung erlassen, das ab Montag (23. März 2020) in Kraft tritt. Demnach werden Zusammenkünfte und Ansammlungen in der Öffentlichkeit von mehr als zwei Personen untersagt.

Die Landesregierung hat ein weitreichendes Kontaktverbot für Nordrhein-Westfalen per Rechtsverordnung erlassen, das ab Montag (23. März 2020) in Kraft tritt. Demnach werden Zusammenkünfte und Ansammlungen in der Öffentlichkeit von mehr als zwei Personen untersagt. Ausgenommen ist die Verwandten in gerader Linie, Ehegatten, Lebenspartnerinnen und Lebenspartner sowie in häuslicher Gemeinschaft lebende Personen, die Begleitung minderjähriger und unterstützungsbedürftiger Personen, zwingend notwendige Zusammenkünfte aus geschäftlichen, beruflichen und dienstlichen sowie aus prüfungs- und betreuungsrelevanten Gründen. Die Nutzung des Öffentlichen Personennahverkehrs bleibt zulässig.

Ministerpräsident Armin Laschet: „Nordrhein-Westfalen hat als eines der ersten Länder das öffentliche Leben in der Corona-Krise massiv heruntergefahren. Das war richtig, diesen Weg gehen wir weiter –  und verstärken die Maßnahmen in diesem Bereich. Während die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger erkannt hat, dass es um Leben und Tod geht, beobachten wir aber auch noch viel Unvernunft. Es gibt immer noch Menschen, die Regeln und Empfehlungen missachten und sich so maximal unsolidarisch und gefährlich verhalten. Das dulden wir nicht. Wir setzen deshalb jetzt ein weitreichendes Kontaktverbot in Kraft. Ab Montag null Uhr sind Zusammenkünfte und Ansammlungen in der Öffentlichkeit von mehr als zwei Personen verboten. Mit der neuen Rechtsverordnung überwachen wir nicht die Vernünftigen, sondern bestrafen die Uneinsichtigen. Konsequent und hart. Es ist gut, dass sich Bund und Länder auf dieses gemeinsame und geschlossene Vorgehen einigen konnten.“

Zur Umsetzung der Rechtsverordnung sind die zuständigen Behörden gehalten, die Bestimmungen energisch, konsequent und, wo nötig, mit Zwangsmitteln durchzusetzen. Dabei werden sie von der Polizei unterstützt. Verstöße werden als Ordnungswidrigkeiten mit einer Geldbuße bis zu 25.000 Euro und als Straftaten mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren verfolgt. Die zuständigen Behörden sind gehalten, Geldbußen auf mindestens 200 Euro festzusetzen.

Neben dem weitreichenden individuellen Kontaktverbot hat die Landesregierung weitere Restriktionen beschlossen. Einige zentrale Änderungen im Überblick:

Stationäre Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen

Besuche sind grundsätzlich untersagt, wenn sie nicht der medizinischen oder pflegerischen Versorgung dienen oder aus Rechtsgründen erforderlich sind. Die Einrichtungsleitung soll Ausnahmen unter Schutzmaßnahmen und nach Hygieneunterweisung zulassen, wenn es medizinisch oder ethisch-sozial geboten ist (z.B. auf Geburts- und Kinderstationen sowie bei Palliativpatienten).

Handwerk, Dienstleistungsgewerbe

Handwerker und Dienstleister können ihrer Tätigkeit mit Vorkehrungen zum Schutz vor Infektionen weiterhin nachgehen.

Augenoptikern, Hörgeräteakustikern, orthopädischen Schuhmachern und anderen Handwerkern mit Geschäftslokal ist dort aber der Verkauf von nicht mit handwerklichen Leistungen verbundenen Waren untersagt; ausgenommen ist notwendiges Zubehör.

Dienstleistungen, bei denen ein Mindestabstand von 1,5 Metern von Mensch zu Mensch nicht eingehalten werden kann (insbesondere von Friseuren, Nagelstudios, Tätowierern, Massagesalons), sind untersagt. Therapeutische Berufsausübungen, insbesondere von Physio- und Ergotherapeuten, bleiben gestattet, soweit die medizinische Notwendigkeit der Behandlung durch ärztliches Attest nachgewiesen wird und strenge Schutzmaßnahmen vor Infektionen getroffen werden.

Handel

Der Betrieb von Bau- und Gartenbaumärkten bleibt zur Versorgung von Gewerbetreibenden und Handwerkern zulässig. Anderen Personen darf der Zutritt nur gestattet werden, wenn zum Schutz vor Infektionen geeignete Vorkehrungen getroffen sind (insbesondere Maßnahmen zur Sicherstellung von Mindestabständen und Schutzvorrichtungen für das Kassenpersonal), unter diesen Voraussetzungen dürfen auch Floristen ihren Betrieb fortsetzen.

Gastronomie

Der Betrieb von Restaurants, Gaststätten, Imbissen, Mensen, Kantinen und anderen gastronomischen Einrichtungen ist untersagt.

Die Belieferung mit Speisen und Getränken sowie der Außer-Haus-Verkauf ist zulässig, wenn die zum Schutz vor Infektionen erforderlichen Abstände eingehalten werden. Der Verzehr ist in einem Umkreis von 50 Metern um die gastronomische Einrichtung untersagt.

Veranstaltungen, Versammlungen, Gottesdienste, Beerdigungen

Veranstaltungen und Versammlungen sind untersagt. Ausgenommen sind Veranstaltungen, die der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung oder der Daseinsfür- und -vorsorge (insbesondere Blutspendetermine) zu dienen bestimmt sind. Versammlungen zur Religionsausübung unterbleiben; Kirchen, Islam-Verbände und jüdische Verbände haben entsprechende Erklärungen abgegeben.

Zulässig sind Erd- und Urnenbestattungen sowie Totengebete im engsten Familien- und Freundeskreis.

Bibliotheken

Bibliotheken einschließlich Bibliotheken an Hochschulen haben den Zugang zu ihren Angeboten zu beschränken und nur unter strengen Schutzauflagen (insbesondere Besucherregistrierung mit Kontaktdaten, Reglementierung der Besucherzahl, Vorgaben für Mindestabstände zwischen Lese- und Arbeitsplätzen von 2 Metern, Hygienemaßnahmen, Aushänge mit Hinweisen zu richtigen Hygienemaßnahmen) zu gestatten.

Die Rechtsverordnung tritt am Montag, 23. März 2020 um 00.00 Uhr in Kraft.

22.03.2020  Unternehmen werden um Unterstützung gebeten: Krisenstab ruft auf, persönliche Schutzausrüstung zu spenden.

Der Krisenstab hat in seiner Sitzung am Sonntag beschlossen, einen Spendenaufruf in Richtung Unternehmen zu starten. Vor allem in Arztpraxen wird die persönliche Schutzausrüstung allmählich knapp. Auch in den Krankenhäusern im Kreis Gütersloh, in den Rettungsdiensten und Pflegeheimen schwinden die Reserven.

„Vor allem um die medizinische, aber auch die pflegerische Versorgung der Patienten sicherzustellen und die das Personal vor Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen, werden Schutzausrüstung wie Masken und Schutzbekleidung wird dringend benötigt“, bittet Dezernent und Krisenstabsleiter Thomas Kuhlbusch dringend um Unterstützung.

Viele Unternehmen, die inzwischen ihre Produktion runtergeschraubt haben, benutzen solche Materialen in der Produktion, etwa solche aus den Bereichen Chemie und Holzverarbeitung. Benötigt werden unter anderem Atemschutzmaske FFP 2 und 3 (mit und ohne Ausatemventil) Schutzoveralls und -kittel, Schutzbrillen sowie medizinische Einmalhandschuhe. Der Kreisfeuerwehrverband Gütersloh würde sich im Bedarfsfall um den Transport kümmern, sollte keine Anlieferung möglich sein. Angebote für Materialspenden bitte an die E-Mailadresse materialspenden@kreis-guetersloh.de richten.

22.03.2020 Aktuelle Situation im Kreis Gütersloh: 219 laborbestätigte Coronainfektionen

Im Kreis Gütersloh gibt es aktuell, das heißt zum Stand: 21. März, 12 Uhr, insgesamt 219 laborbestätigte Coronainfektionen. Elf Personen gelten als genesen, sind wieder gesund.

22.03.2020 Corona-Test sagt nur etwas über die Vergangenheit: „Man kann sich nicht frei testen“

Angesichts der weiter voranschreitenden Verbreitung des neuartigen Coronavirus kommen immer wieder Personen auf die Idee, sich auf das Virus testen lassen zu wollen beziehungsweise es von anderen zu verlangen, obwohl keine Symptome oder Hinweise auf Kontakte zu Erkrankten vorliegen. In der Anfangszeit der Epidemie waren es unter anderem Personen, die angesichts der damals noch offenen Grenzen in den Urlaub wollten, jetzt sind es mitunter Einrichtungen, die den negativen Test von neu aufzunehmenden Personen verlangen, etwa in der Kurzzeitpflege. Damals wie heute macht das keinen Sinn, stellt Dr. Anne Bunte, Leiterin der Abteilung Gesundheit des Kreises Gütersloh klar. „Man kann sich nicht frei testen.“ Ein Testergebnis sage nur etwas über die Vergangenheit aus. Würde etwa für ein Kind in einer Notbetreuungsgruppe oder für jemanden in der Alten-Tagespflege ein negativer Test vorlegt werden, bedeute das lediglich, dass zum Testzeitpunkt keine Ansteckung mit dem Virus vorlag. Das könne sich aber bereits kurze Zeit nach der Probennahme geändert haben.

Eine Laboruntersuchung sollte nur bei Krankheitszeichen durchgeführt werden, um die Ursache abzuklären, heißt es auch auf der Internetseite www.infektionsschutz.de. Bei einer gesunden Person sage ein Test auf das neuartige Coronavirus nichts darüber aus, ob diese Person krank werden kann. Zudem würden damit die Testkapazitäten unnötig belastet. Apropos Test: Aus gegebenem Anlass ist es Dr. Bunte wichtig, noch mal darauf hinzuweisen, wie man sich im Fall der Fälle zu verhalten hat, wenn aus guten Gründen ein Coronatest gemacht worden ist: Nach dem Test sollten die Personen sofort und unvermittelt die eigenen vier Wände ansteuern und dort bleiben. Von weiteren Personen im Haushalt solle man sich absondern, also ausreichend Abstand halten und beispielsweise Mahlzeiten nicht gemeinsam einnehmen und ein einzelnes Schlafzimmer und wenn möglich ein eigenes Bad nutzen.

21.03.2020 Aktuelle Situation im Kreis Gütersloh: 202 laborbestätigte Coronainfektionen

17.03.2020 Schutzmaßnahmen im öffentlichen Nahverkehr: Beschränkungen im Busverkehr

Um die weitere Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, gelten ab Mittwoch, 18. März, besondere Schutzmaßnahmen der Fahrgäste und des Personals beim öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV). Da bis auf weiteres alle Schulen im Kreis geschlossen bleiben, fahren die Busse der Linien des Stadtbusses Gütersloh, des TWV Teutoburger Wald Verkehrs und des BVO Busverkehrs Ostwestfalen, ab Mittwoch, 18. März, nach Ferienfahrplan. Ob die Linien der moBiel (Linien 87, 94 und 95 zwischen Bielefeld und Gütersloh) auch eingeschränkt werden, ist derzeit noch unklar. Fahrgäste können sich über Bekanntmachungen bei moBiel auf der Internetseite unter www.moBiel.de erkunden.

Zum Schutz der Fahrgäste und des Fahrpersonals bleibt die vordere Tür der Busse geschlossen, Ein- und Ausstieg ist nur noch über die hintere Tür möglich. Beim Fahrpersonal kann daher kein Ticket mehr erworben werden. Dies geht weiterhin an den Fahrkartenautomaten in den Bahnhöfen Gütersloh, Rheda-Wiedenbrück und Schloß Holte. Zudem besteht die Möglichkeit, Tickets für den Bus- und Bahnverkehr per Smartphone oder im Internet zu kaufen. Das geht beispielsweise mit den Apps ‚mobil.nrw‘, ‚Westfalentarif‘ oder ‚DB Navigator‘. Die Apps können über den Apple AppStore oder den Google PlayStore kostenlos heruntergeladen werden. Auch im Internet auf den Seiten www.bahn.de und www.mobiel.de können Tickets gekauft und zu Hause ausgedruckt werden.

Zum Schutz des Busfahrers bleibt zudem die erste Sitzreihe abgesperrt. Der Kreis Gütersloh bittet alle Fahrgäste, vermehrt Rücksicht aufeinander zu nehmen. Dazu gehört: Niesen und Husten in die Armbeuge statt in die Hand sowie regelmäßiges und gründliches Händewaschen.

Für persönliche Beratung zu den Verkehrsanbindungen sind derzeit noch das Service Center am ZOB Gütersloh, das DB Reisezentrum im Hauptbahnhof Gütersloh und die DB-Agenturen in den Bahnhofsgebäuden in Halle (Westf.) und Rheda geöffnet. Es wird empfohlen, ausreichend Tickets wie zum Beispiel Vierer-Tickets oder Sieben-Tage-Tickets im Vorverkauf zu erwerben. Für die Benutzung des ÖPNV gilt trotz der Einschränkungen die reguläre Ticketpflicht.

17.03.2020 91 laborbestätigte Coronainfektionen

Im Kreis Gütersloh gibt es aktuell, das heißt zum Stand: 17. März, 14 Uhr, insgesamt 91 laborbestätigte Coronainfektionen, davon in:

16.03.2020 Im Kreis Gütersloh gibt es aktuell insgesamt 80 laborbestätigte Coronainfektionen.

In der zweiten Sitzung des Krisenstabes am heutigen Montag wurde die Situation nach der sehr dynamischen Entwicklung am Wochenende bewertet. „Die Fallzahlen steigen weiter an“, erklärt Gesundheitsdezernent und Krisenstabsleiter Thomas Kuhlbusch. Mittlerweile gibt es bereits rund 80 bestätigte Fälle im Kreis Gütersloh. „Aufgrund der Überlastung der Leitungen erreichen uns derzeit neue Laborbefunde nicht oder nur sehr zeitverzögert. Insoweit gehen wir davon aus, dass die Fallzahlen deutlich höher liegen. Zudem gibt es noch eine niedrige dreistellige Vielzahl von Verdachtsfällen, die uns von Hausärzten gemeldet wurden.“

Die derzeitige Konzentration des Gesundheitsamts liegt auf den Menschen, die sich laborbestätigt neu infiziert haben, und auf den Kontaktpersonen, die in der medizinischen und pflegerischen Versorgung oder in kritischen Infrastrukturen tätig sind. „Es ist schlicht nicht mehr möglich, alle anderen Kontaktpersonen anzurufen, und auch nicht mehr möglich, die Vielzahl aller eingehenden Einzelanfragen zu beantworten“, so der Dezernent. „Wir sind in einer Situation, in der wir uns auf die ganz wesentlichen Fragen konzentrieren und die vorgenannten Prioritäten setzen müssen.“
Der Kreis stellt die Durchführung der Belehrungen nach dem Infektionsschutzgesetz ab sofort ein, um die stärkere Verbreitung des Coronavirus zu verhindern. Hintergrund: Die Belehrungen finden in der Regel in Gruppen statt. Auch Einzelbelehrungen werden nicht mehr durchgeführt, um Ballungen in Wartebereichen zu verhindern.

„Heute sind bei unserer Bürgerhotline sehr viele Anrufe eingegangen. Nach diesem Wochenende, in dem das Land weitreichende Maßnahmen beschlossen hat, war der Informationsbedarf der Bürgerinnen und Bürger enorm“, so Kuhlbusch weiter. „Um Abhilfe zu schaffen, haben wird die Anzahl der Mitarbeiter von vier auf sieben aufgestockt. Da Zahl der Leitungen technisch begrenzt ist, werden wir die Hotline dadurch entlasten, dass die Fragen zu Themen wie Schulen, Kitas und Pflege zu weiteren Mitarbeitern im Hintergrund durchgestellt werden.“ Die Bürgerhotline ist unter der Telefonnummer 05241 / 854500 von 8 bis 17 Uhr erreichbar.
Die pro Wirtschaft GT hat als erste Orientierungshilfe für Gewerbetreibende und Freiberufler für Erstanfragen zur Corona-Thematik eine Servicehotline eingerichtet. Diese ist unter der Telefonnummer 05241 851409 von 8 bis 17 Uhr erreichbar.

Im Kreis hat sich heute gezeigt, dass die Betreuung an fast allen Schulen gesichert werden konnte. Lediglich das Ems-Berufskolleg und die Grundschule Loxten sind geschlossen geblieben. Vor allem in Kitas ist die Betreuung für Kinder von sogenannten Schlüsselpersonen gesichert.

14.03.2020 Das Land hat genauere Informationen zum Betretungsverbot von Kindertagesbetreuungsangeboten und Betreuung von Kindern von Schlüsselpersonen herausgegeben:

https://www.mkffi.nrw/sites/default/files/asset/document/offizielle_information_land_nrw_betretungsverbot_kita_betreuung_bei_schlusselpersonen_14.03.2020.pdf

14.03.2020 18:06 Uhr Ab Montag gilt für Kinder und Eltern ein Betretungsverbot für alle Einrichtungen der Kindestagesbetreuung

Ab dem kommenden Montag (16. März) dürfen – abgesehen von wenigen Ausnahmefällen – Kinder und Eltern sämtliche Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen, heilpädagogischen Kindertageseinrichtungen und Kinderbetreuungen in besonderen Fällen (‚Brückenprojekte‘) nicht mehr betreten. Davon ausgenommen sind jedoch Kinder, deren Erziehungsberechtigte oder Betreuungsperson eine unentbehrliche Schlüsselperson ist, beispielsweise Ärztinnen und Ärzte, Pflegepersonal oder Personal, das in Bereichen der öffentlichen Ordnung oder anderer wichtiger Infrastruktur arbeitet (zum Beispiel Feuerwehr, Rettungsdienst, Versorgungsunternehmen, Lebensmittelversorgung, Justiz etc.).

So hatte es das Ministerium für Kinder, Familien, Flüchtlinge und Integration (MKFFI) es am Freitag angekündigt. Das Ziel des Betretungsverbotes ist es, die Verbreitung des neuartigen Coronavirus deutlich zu verlangsamen, um die Funktionsfähigkeit des medizinischen Versorgungssystems aufrechterhalten zu können.
Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales hat heute Morgen zur Umsetzung einen Erlass veröffentlicht, der Details der Umsetzung regelt.

Landrat Sven-Georg Adenauer hatte am Freitag Kontakt mit Minister Stamp (MKFFI) aufgenommen und ihn gebeten, kurzfristig die noch offenen Umsetzungsfragen zu klären. „Ich freue mich, dass das Land so zügig gehandelt hat und wichtige Klarstellungen vorgenommen hat“, sagt Landrat Sven-Georg Adenauer.

Kinder, deren Eltern in dem Erlass näher beschriebenen Bereichen insbesondere der gesundheitlichen und pflegerischen Versorgung, der öffentlichen Sicherheit und Ordnung als unverzichtbare Schlüsselpersonen arbeiten und keine anderweitige Betreuung sicherstellen können, werden in der Einrichtung betreut, wenn die Eltern eine Bescheinigung ihres Arbeitgebers oder Dienstherrn vorlegen, aus der hervorgeht, dass sie zu der Personengruppe gehören, deren Tätigkeit der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung sowie der medizinischen und pflegerischen Versorgung der Bevölkerung und der Aufrechterhaltung zentraler Funktionen des öffentlichen Lebens dient.

Der Kreis Gütersloh hat ein Formular entwickelt, das auf der Homepage veröffentlicht wird und auch allen Ordnungsbehörden der Kommunen zur Verfügung gestellt wird

Der Kreis hat die Leitungen aller genannten Kinderbetreuungseinrichtungen gebeten, ihre Einrichtungen zunächst in der normalen Personalbesetzung weiter zu betreiben, bis die Zahl der zu betreuenden Kinder einzuschätzen ist.

Der Kreis bittet, alle Erziehungsberechtigten möglichst eine Betreuung der Kinder außerhalb der Kindertageseinrichtungen sicherzustellen, sei es im Wege einer gegenseitigen Unterstützung.

Landrat Sven-Georg Adenauer appelliert Verständnis und Solidarität zu zeigen und bittet sich gegenseitig zu unterstützen und zu helfen. „Wenn dies alles nicht gleich am Montag oder Dienstag gelingen sollte, bitte ich die Kindertageseinrichtungen, Kinder nicht abzuweisen, wenn die erforderlichen Nachweise noch nicht vorgelegt werden können und in Einzelfällen glaubhaft erklärt wird, dass es keine anderweitige Möglichkeit einer Betreuung einzelner Kinder besteht. Die Arbeitgeber bitte ich verantwortlich mit der Ausstellung von Unabkömmlichkeitsnachweisen umzugehen.“

14.03.2020 18:09 Uhr Einschränkungen für Pflegeeinrichtungen: Besuche in Pflegeheimen sind auf ein Minimum zu beschränken

Nicht nur im Land Nordrhein-Westfalen, sondern auch im Kreis Gütersloh steigt die Zahl der mit dem neuen Coronavirus infizierten Personen weiter an. „Der Schutz älterer, pflegebedürftiger und vorerkrankter Personen vor einer Ansteckung ist nun besonders wichtig“, mahnen Landrat Sven-Georg Adenauer und der Leiter des Krisenstabes Thomas Kuhlbusch zu besonderer Rücksichtnahme, Vorsorge und Umsicht.

Um dieses Ziel zu erreichen, hat das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen die Kreise und kreisfreien Städte angewiesen, Besuchseinschränkungen für Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen der Eingliederungshilfe, in denen besonders schutzbedürftige Personen leben, anzuordnen.
Danach sind ab sofort bis zum 19. April Besuche zum Beispiel in Pflegeheimen und Behinderteneinrichtungen auf das Notwendigste zu beschränken. Das heißt, je Bewohnerin oder Bewohner darf im Regelfall eine Person pro Tag zu Besuch kommen. Die Besuche sollen maximal eine Stunde dauern und nur noch im Zimmer stattfinden, also nicht mehr in den Gemeinschaftsräumen. Der Kreis Gütersloh hat die entsprechenden Anweisungen heute (Samstag, 14. März) gegenüber den Einrichtungen verfügt.

Auch für die Bewohner der Einrichtungen selbst gibt es Vorgaben. Sie sind von der Einrichtung über persönliche Schutzmaßnahmen zu unterweisen und haben diese einzuhalten. Gemeinschaftsaktivitäten mit Externen sind ab sofort untersagt.

In allen Einrichtungen sind die Zugänge in die Räumlichkeiten zu minimieren. Zudem soll es eine Besucher- und Mitarbeiterregistrierung geben, so dass gegebenenfalls Kontaktpersonen zum Nachweis von Infektionsketten ermittelt werden können. Personen, die sich innerhalb der vergangenen 14 Tage in einem Risikogebiet oder einem besonders betroffenen Gebiet entsprechend der jeweils aktuellen Festlegung durch das Robert Koch-Institut (RKI) aufgehalten haben, dürfen für einen Zeitraum von 14 Tagen nach ihrer Rückkehr keine der Einrichtungen betreten. Dies gilt auch für Personen, die Kontakt zu einer nachweislich infizierten Person hatten.

Die Allgemeinverfugung gilt vorrangig für die vollstationären Pflegeeinrichtungen, Einrichtungen der Eingliederungshilfe, in denen besonders schutzbedürftige Personen leben, sowie anbieterverantwortete Wohngemeinschaften. Die Verfügung muss ab sofort in den betroffenen Einrichtungen deutlich sichtbar im Eingangsbereich aufgehängt werden.

„Die Einschränkungen der Besuche sind für viele Bewohnerinnen und Bewohner überaus belastend. Deshalb sollten alle Angehörige und Freunde nun statt der entfallenden Besuche sich mehr Zeit nehmen und den telefonischen Kontakt und Austausch suchen“, bittet Landrat Sven-Georg Adenauer Solidarität und Zuwendung zu zeigen. „In dieser herausfordernden Zeit ist es ganz wichtig, dass wir die fehlende räumliche Nähe durch eine stärkere Fürsorge füreinander überwinden“.

14.03.2020 16:17 Uhr Landrat Sven-Georg Adenauer fordert Reiserückkehrer auf, direkt zu Hause zu bleiben!

Im Kreis Gütersloh gibt es aktuell, das heißt zum Stand: 14. März, 13.30 Uhr, insgesamt 45 laborbestätigte Coronainfektionen.

Der größte Teil der Fälle ist weiterhin reisebedingt, aber es gibt mittlerweile auch erste Übertragungen im Kreis Gütersloh durch direkte familiäre oder berufliche Kontakte zu Reiserückkehrern.

Landrat Sven-Georg Adenauer fordert deshalb die Reiserückkehrer, die an diesem Wochenende aus den Skigebieten in Österreich, insbesondere aus Tirol, Südtirol oder auch Südfrankreich zurückkehren, aber auch die Rückkehrer aus Italien und den sonstigen vom Robert Koch Institut benannten Risikogebieten auf, sich unmittelbar in häusliche Quarantäne zu begeben. „Bitte bleiben Sie erst einmal zu Hause und halten Sie sich so gut wie möglich von Ihren Familienmitgliedern fern, um mögliche Ansteckungen zu vermeiden. Sollten Sie krank sein, telefonieren Sie am Montag mit Ihrem Hausarzt. Bei stärken Beschwerden wenden Sie sich wie üblich an den hausärztlichen Notdienst.“

Der ganz überwiegende Teil dieser Personen zeigt keine oder nur leichte grippeähnliche Symptome und befindet sich in häuslicher Quarantäne. Zwei Personen befinden sich in stationärer Behandlung, sind aber auf dem Weg der Besserung.

13.03.2020 18:51 Uhr Betreuung von Schülern und Kindergartenkindern

Ab dem kommenden Montag ruht auch im Kreis Gütersloh der Schulbetrieb, so hat es das Ministerium für Schule und Bildung heute Mittag entschieden. Damit die Eltern Gelegenheit haben, sich auf diese Situation einzustellen, können sie ihre Kinder bis einschließlich Dienstag, 17. März, aus eigener Entscheidung zur Schule schicken. Die Schulen stellen an diesen beiden Tagen während der üblichen Unterrichtszeit eine Betreuung sicher.
Dies gilt auch für die Kinder in den Förderschulen des Kreises. Auch dort wird bis Dienstag eine Betreuung sichergestellt werden. Allerdings wird der Schülerspezialverkehr ab sofort bis auf weiteres eingestellt, so dass Eltern ihre Kinder Montag und Dienstag zur Förderschule bringen müssten.

Gleich ab Montag soll sich nach Ankündigung von Minister Joachim Stamp die Betreuungssituation für die Kindergartenkinder entwickeln. In einer Pressemitteilung hat er angekündigt, dass alle Eltern ab Montag dafür Sorge zu tragen haben, dass ihre Kinder nicht die Kindertagesbetreuungsangebote nutzen, sondern von Personen betreut werden, die nach den Vorgaben des Robert Koch Instituts nicht als besonders gefährdet gelten. Zu den besonders gefährdeten Personen gehören Vorerkrankte und Lebensältere. Das Ministerium hat ein Betretungsverbot angekündigt, von dem nur die Kinder von Ärztinnen und Ärzten, von Pflegepersonal, von Personal, das notwendig ist, um intensivpflichtige Menschen zu behandeln, von Personal, das in Bereichen der öffentlichen Ordnung oder anderer wichtiger Infrastruktur arbeitet.
Wie dies praktisch umgesetzt werden soll, ist derzeit allerdings noch unklar.
Landrat Sven-Georg Adenauer fordert das Land auf, hier umgehend Klarheit zu schaffen. Entweder durch eine Übergangsregelung wie in den Schulen oder durch eine Klarstellung noch an diesem Wochenende, welche Bereiche unter die Ausnahmeregelungen fallen und wie der erforderliche Nachweis der Ausnahmen gelingen kann.

13:03.2020 15:09 Uhr Reiserückkehrer werden gebeten zu Hause zu bleiben

Im Kreis Gütersloh gibt es aktuell, das heißt zum Stand: 13. März, 12.30 Uhr insgesamt 27 laborbestätigte Corona-Infektionen.
Alle bekannten Fälle sind weiterhin reisebedingt:
Es handelt sich um Rückkehrer aus Österreich, Italien und Südfrankreich. Gesundheitsdezernent und Krisenstabsleiter Thomas Kuhlbusch appelliert deshalb an Reiserückkehrer aus den Skigebieten in Österreich, insbesondere aus Ischgl, aus Südfrankreich und die Rückkehrer aus Italien und sonstigen vom Robert Koch Institut benannten Risikogebieten, sich unmittelbar in häusliche Quarantäne zu begeben. „Bitte bleiben Sie erst einmal zu Hause, begrenzen Sie bitte Ihre Kontakte im Haus auf das Nötigste, um mögliche Ansteckungen zu vermeiden, und sprechen Sie am Montag mit Ihrem Hausarzt.“

Der ganz überwiegende Teil dieser Personen zeigt keine oder nur leichte grippeähnliche Symptome und befindet sich in häuslicher Quarantäne. Eine Person befindet sich in stationärer Behandlung.

12.03.2020 17:57 Insgesamt 15 bestätigte Corona-Infektionen und Einberufung des Krisenstabes

Die aktuelle Zahl der bestätigten Corona-Infektionen im Kreis Gütersloh ist auf 15 gestiegen (Stand heute 12.30 Uhr). Gestern waren fünf Fälle offiziell bestätigt. „Wir erleben eine überaus dynamische Entwicklung, die alle Beteiligten stark fordert“, erklärt Landrat Sven-Georg Adenauer. Er hat am Donnerstag, 12. März, den Krisenstab einberufen. „Oberstes Ziel ist jetzt die Verlangsamung der Ausbreitung des neuartigen Corona-Virus.“ Gesundheitsdezernent und Krisenstabsleiter Thomas Kuhlbusch ergänzt: „Besonders die Aufrechterhaltung der Funktionsfähigkeit sensibler Infrastrukturen, vor allem der Arztpraxen, der Krankenhäuser, der dortigen Intensivstationen und des Rettungsdienstes steht jetzt im Vordergrund. Dies wird die Hauptaufgabe des Krisenstabes sein.“

Die im Kreis Gütersloh bisher mit dem Coronavirus infizierten Personen wohnen in Verl (5 laborbestätigte Fälle), Rheda-Wiedenbrück (3), Schloß Holte – Stukenbrock (2), Steinhagen (2), Gütersloh (2) und Rietberg (1). Alle bekannten Fälle sind reisebedingt: Es handelt sich dabei also um Rückkehrer aus Österreich und Italien, größtenteils aus Ischgl und Südtirol. Alle Personen zeigen, bis auf eine Ausnahme, keine oder nur leichte grippeähnliche Symptome. Eine Person befindet sich in stationärer Behandlung. Die anderen Erkrankten sind in häuslicher Quarantäne, um weitere Ansteckungen zu vermeiden. Bisher vorliegende Labortests von Kontaktpersonen waren negativ. Im Moment gibt es keine Hinweise, dass Anlass zu weitergehenden Maßgaben besteht.

„Im Kreis gibt es derzeit keinen Anlass, Schulen oder KiTas zu schließen. Die Personen, die sich infiziert haben oder die diesen nahestehen Personen befinden sich derzeit in Quarantäne“, sagt Kuhlbusch. Die Kommunen denken aktuell verstärkt darüber nach, inwieweit Veranstaltungen noch durchgeführt werden dürfen oder sollen. Der Trend geht dahin, nicht nur Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern, sondern auch kleine Veranstaltungen abzusagen. „Wir stehen den Kommunen hier beratend zur Seite, die Entscheidung liegt aber bei den örtlichen Ordnungsbehörden.“ Generell gebe es regelmäßige Gespräche mit den 13 Kommunen. Seit drei Wochen steht der Kreis ebenso mit der Kassenärztlichen Vereinigung, den Arztpraxen, den Krankenhäusern und den Rettungsdiensten einmal wöchentlich im intensiven Austausch. Dieser bestehe auch mit den Alten- und Pflegeheimen.

„Die Einrichtung eines Test- bzw. Diagnostikzentrums ist von der Kassenärztlichen Vereinigung gemeinsam mit dem Städtischen Klinikum Gütersloh für morgen geplant“, sagt Dr. Anne Bunte, Leiterin der Abteilung Gesundheit beim Kreis. Der Zugang dorthin ist nur nach vorheriger Terminvergabe durch den eigenen Hausarzt möglich.

11.03.2020 18:40 Uhr Derzeit keine neuen bestätigten Corona-Infektionen – bisherige in Verl und Rheda-Wiedenbrück

Die aktuelle Zahl der bestätigten Corona-Infektionen im Kreis Gütersloh liegt derzeit weiterhin bei fünf. Es handelt sich dabei um Rückkehrer aus Italien und Österreich, die sich nach ihrer Heimkehr in häusliche Quarantäne begaben, um weitere Ansteckungen zu vermeiden. Es handelt sich bei den Fällen um vier Personen aus der Stadt Verl und einer Person aus der Stadt Rheda-Wiedenbrück.

Das Gesundheitsamt hat in einem ersten Schritt unmittelbar nach Bekanntwerden der Laborbefunde Kontakt zu den Betroffenen aufgenommen, die sich schon auf Anraten der Hausärzte bzw. aus eigenem Antrieb nur noch zu Hause aufgehalten haben. Wichtig ist dabei zu klären, wo sich die Betroffenen angesteckt haben. In allen Fällen ließ sich sicher feststellen, dass die Ansteckung im Ausland erfolgt ist. Insoweit hatte sich der Kreis gestern auch mit den österreichischen Gesundheitsbehörden in Verbindung gesetzt. In einem zweiten Schritt hat das Gesundheitsamt alle Kontaktpersonen ermittelt und unverzüglich mit diesen Kontakt aufgenommen, um eine weitere Verbreitung zu vermeiden und gegebenenfalls weitere Maßnahmen zu veranlassen. Und schließlich hat der Kreis Kontakt mit den Verwaltungsspitzen der Kommunen aufgenommen, um das weitere Vorgehen abzustimmen.

Durch die Gespräche mit den Betroffenen konnten die Kontaktpersonen ermittelt werden. „Für die Einwohnerinnen und Einwohner geht durch die bestätigten Fälle weder in Verl noch in Rheda-Wiedenbrück eine erhöhte Ansteckungsgefahr aus“, erklärt Kreisgesundheitsdezernent Thomas Kuhlbusch. „Die Kolleginnen und Kollegen sind weiterhin im Kontakt mit den Betroffenen und den Kontaktpersonen und klären die Sachverhalte weiter auf, um alles Erforderlich zu tun, um weitere Ansteckungen zu vermeiden. Wir bitten daher um Verständnis, dass wir in Fällen wie den aktuell vorliegenden nicht gleich am ersten Tag Ortsangaben machen, sondern erst die Abstimmung mit den Betroffenen und mit den Kommunen vornehmen. Das benötigt eine gewisse Zeit.“, so Kuhlbusch. „Für die Zukunft müssen wir aufgrund der allgemeinen Entwicklung davon ausgehen, dass es noch weitere bestätigte Fälle im Kreis Gütersloh geben wird. Wir gehen daher den uns gemeldeten Verdachtsfällen nach. Der Verlauf des gestrigen Tages hat gezeigt, wie dynamisch sich die Lage allein innerhalb nur eines Nachmittages entwickeln kann.“

„Wir sind erleichtert, dass es der betroffenen Person den Umständen entsprechend gut geht“, erklärt Rheda-Wiedenbrücks Bürgermeister Theo Mettenborg. „Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es weiterhin keine Veranlassung, alle Veranstaltungen in Rheda-Wiedenbrück abzusagen. Der Erlass des Landes hat Klarheit geschaffen, dass auf Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Personen verzichtet wird.“
„Wichtig ist, dass wir das Notwendige tun, um die Verbreitung des neuartigen Coronavirus zu verlangsamen“, ergänzt Michael Esken, Bürgermeister von Verl. Die Durchführung der Sportabzeichen-Verleihung am 12. März, die Einweihung und der Tag der offenen Tür im neuen Kaunitzer Feuerwehrgerätehaus am 29. März sowie die Feier zum zehnjährigen Bestehen des Jugendamtes am 1. April seien deshalb abgesagt. „Es sind jetzt Maßnahmen nach sorgfältiger Abwägung unter Berücksichtigung der Empfehlungen der Fachleute zu treffen. Das städtische Leben wird an einigen Punkten eingeschränkt werden müssen, damit die Ausbreitung verlangsamt wird. Wir tun dies, um die Menschen, die besonders gefährdet sind, zu schützen. Keine städtische, öffentliche Veranstaltung kann so wichtig sein, dass sie nicht auch verschoben werden kann.“

10.03.2020 20:00 Uhr Insgesamt fünf bestätigte Corona-Infektionen im Kreis Gütersloh

Nachdem am Morgen noch auf Einladung des Kreises Vertreter aller 13 Ordnungsämter der Städte und Gemeinden des Kreises Gütersloh mit Kreisgesundheitsdezernent Thomas Kuhlbusch und der Leiterin des Kreisgesundheitsamtes Dr. Anne Bunte über das Vorgehen beim Auftreten von bestätigten Infektionen mit dem neuen Coronavirus (SARS-CoV-2) und der Durchführung von Veranstaltungen und Großveranstaltungen beraten, trafen am Nachmittag gleich eine Reihe an Nachrichten ein. Zum einen gab das Land am frühen Nachmittag per Erlass bekannt, dass Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Personen abgesagt werden sollen, und zum anderen wurde das Gesundheitsamt am späten Nachmittag über insgesamt fünf laborbestätigte Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus informiert.

Eine der Personen ist Rückkehrer aus Italien. Die Person begab sich nach der Rückkehr am vergangenen Wochenende unmittelbar in häusliche Quarantäne und vermied Kontakte zu anderen Menschen. Bei den anderen vier bestätigten Fällen des Coronavirus handelt es sich um Rückkehrer aus Österreich. Auch sie haben sich direkt nach ihrer Rückkehr in häusliche Isolierung begeben, um weitere Ansteckungen zu vermeiden.

Landrat Sven-Georg Adenauer zeigt sich erleichtert, dass alle Personen keine oder nur geringe grippale Symptome haben!

„Durch das umsichtige und verantwortliche Verhalten der Betroffenen ist es derzeit nicht erforderlich, weitere Maßnahmen zu ergreifen, die über die Ermittlung, Information und Beratung der Kontaktperson hinaus gehen“, verdeutlichen Dezernent Kuhlbusch und Gesundheitsamtsleiterin Dr. Bunte.
„Wir bitten ganz ausdrücklich um Verständnis, dass wir zu den Betroffenen keine weiteren Informationen geben werden. Der Schutz der persönlichen Daten hat klar Vorrang vor einem etwaigen Informationsbedürfnis der Öffentlichkeit. Sollten weitere öffentlichkeitsrelevante Maßnahmen erforderlich werden, werden wir über diese Maßnahmen und die dafür maßgeblichen sachlichen Gründe soweit berichten, wie dies erforderlich ist, um eine weitere Verbreitung des Virus zu vermeiden“, stellt Kuhlbusch klar. „Alles, was die Bürgerinnen und Bürger des Kreises Gütersloh wissen müssen, werden wir veröffentlichen“, so Kuhlbusch weiter.

„Es war sehr gut, dass wir uns noch heute Morgen, als wir noch auf den angekündigten Erlass des Landes gewartet haben, über die Durchführung von Veranstaltungen und das Vorgehen in den Fällen von Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus eng abgestimmt haben.“ Kuhlbusch zeigt sich zufrieden, dass damit viele wichtige Punkte der Zusammenarbeit für die Zukunft intensiv erörtert wurden.

Durch die heute Nachmittag veröffentlichten Vorgaben des Erlasses ist davon auszugehen, dass im Kreis Gütersloh bis auf weiteres keine Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Besuchern oder Teilnehmern durchgeführt werden. Der Erlass des Landes dürfte in der Regel dazu führen, dass die Veranstalter von sich aus etwaige Großveranstaltungen absagen werden oder über eine Beschränkung der Besucher oder Teilnehmerzahl nachdenken werden. Zuständig für gegebenenfalls erforderliche Untersagungen von Großveranstaltungen sind die örtlichen Ordnungsbehörden.
Bei Veranstaltungen mit geringeren Besucher- oder Teilnehmerzahlen werden insbesondere infektionshygienische Schutzmaßnahmen zu prüfen sein. Als Leitlinie werden dabei die Handlungsempfehlungen des Robert Koch Instituts zur Durchführung von Großveranstaltungen herangezogen.

Desto weniger risikogeneigt die Zusammensetzung der Teilnehmer (bekannte Personen, geringe Personenzahl, Alter und Gesundheitszustand der Personen), die Art der Veranstaltung (Dauer, Intensität der Kontakte) und der Ort der Veranstaltung (Freiluft, großer gut belüfteter Raum oder eng bestuhlter Raum) sind, je eher lässt sich das Ziel erreichen, dass das Risiko der weiteren Verbreitung des neuen Coronavirus verringert wird.
„Wir empfehlen daher allen Veranstaltern, sich zu den Fragen, ob und wie sie geplante Veranstaltungen durchführen, an dem neuen Erlass und den aktuellen Empfehlungen des Robert Koch-Instituts für Großveranstaltungen zu orientieren“, rät Kuhlbusch mit Blick auf geplante Veranstaltungen.

Der Kreis Gütersloh setzt weiterhin auf die Verantwortung der Veranstalter, aber auch eines jeden Einzelnen. Wenn jeder, der unter Symptomen wie Fieber, trockenem Husten, Schnupfen und Abgeschlagenheit, über Atemprobleme, Halskratzen, Kopf- und Gliederschmerzen, Schüttelfrost, Übelkeit und Durchfall leidet, zu Hause bleibt, den Kontakt mit anderen soweit wie möglich vermeidet, seinen Hausarzt anruft und mit ihm das weitere Vorgehen abspricht, wäre schon sehr viel gewonnen.

„Die fünf ersten Fälle im Kreis Gütersloh zeigen, dass das eigenverantwortliche und umsichtige Verhalten jedes Einzelnen in der Tat das Wichtigste ist, um die Verbreitung des Virus zu unterbinden!“, betont Landrat Adenauer.

Die Seiten des Robert Koch-Instituts und die Seiten des Ministeriums für Gesundheit, Arbeit und Soziales informieren über die aktuelle Lage und die jeweils aktuellen Handlungsempfehlungen:
www.rki.de und www.mags.nrw/

Für Bürgerinnen und Bürger, die Fragen rund um das neuartige Coronavirus haben, hat der Kreis eine Bürger-Hotline eingerichtet. Diese ist montags bis freitags in der Zeit von 8 bis 17 Uhr unter der Telefonnummer 05241 85-4500 erreichbar. Ab 17 Uhr kann das Bürgertelefon der Kassenärztlichen Vereinigung unter Telefon 116 117 angerufen werden.

05.03.2020 18:10 Uhr Labor korrigiert Befund: Keine Coronainfektion im Kreis Gütersloh

Der vermeintlich erste Coronafall im Kreis Gütersloh ist keiner. Nachdem das Labor zunächst vermeldet hatte, dass der Vortest auf den Corona-Virus bei einem älteren Mann positiv gewesen sei, erfolgte heute die Meldung durch das Labor, das der Endbefund negativ ist. Thomas Kuhlbusch, Dezernent Gesundheit, Ordnung und Recht, und Dr. Reinhard Michels, stellvertretender Leiter der Abteilung Gesundheit, erläuterten im Pressegespräch die Vorgehensweise bei Verdacht auf das Coronavirus. Dem Mann nahestehende Kontaktpersonen wurden übrigens inzwischen negativ auf das Coronavirus getestet.

Bei einem Pressegespräch unter der Leitung von Landrat Sven-Georg Adenauer hat der Kreis Gütersloh heute, Donnerstag, 5. März, über den vermeintlich ersten bestätigten Coronafall im Kreis Gütersloh informiert. Dieser war am Mittwoch, 4. März, gemeldet worden. Adenauer, Kuhlbusch sowie Dr. Michels informierten unter anderem zu den Gründen, die Informationen zu dem vermeintlichen Coronafall auf das Notwendige zu reduzieren.

„Im konkreten Fall war aufgrund des eng begrenzten Personenkreises und der sofortigen häuslichen Quarantäne nicht erforderlich, in Abstimmung mit der Stadt Rheda-Wiedenbrück weitergehende Maßnahmen zu ergreifen. Insofern haben wir auch zu dem Schutz der Betroffenen darauf verzichtet, in der ersten Information den Ort zu benennen. Die Patienten verdienen, dass wir den Datenschutz beachten und ihr Privatleben schützen“, erklärte Landrat Adenauer. „Wenn es Maßnahmen gibt, die wir ergreifen müssen, gehen wir an die Öffentlichkeit und erläutern die.“

Soweit es erforderlich ist, werde der Kreis auch den Ort nennen, machte Dezernent Kuhlbusch deutlich. Ansonsten veröffentliche der Kreis Gütersloh lediglich Informationen, die aus Gründen des Bevölkerungsschutzes notwendig seien. Weiterhin gelte: Das Beachten der Hygieneregeln wie regelmäßiges Händewaschen etc. reicht aus! Wenn Kontaktpersonen ermittelt werden müssen, dann macht der Kreis das. Wenn Informationen über spezifische, örtliche Maßnahmen herausgegeben werden müssen, dann macht der Kreis das. Die derzeit bekannten Umstände des Einzelfalls geben momentan keinen Grund zu weiteren – über die derzeit von der Abteilung Gesundheit im Rahmen des Infektionsschutzgesetzes durchzuführenden Aufgaben – hinausgehenden Maßnahmen der örtlichen Ordnungsbehörden. Insbesondere ist aktuell kein Anlass erkennbar, der eine vorsorgliche Schließung von Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindergärten oder Schulen erforderlich macht.

Der Kreis Gütersloh, so der Tenor des Pressegesprächs, wisse, dass das Informationsbedürfnis groß sei. Letzten Endes sei es aber eine Güterabwägung zwischen dem Schutz der Betroffenen und dem öffentlichen Informationsbedürfnis.

Zum Thema: Bürgerhotline gut genutzt

Seit Montagmittag hat der Kreis Gütersloh eine eigene Bürgerhotline zum Coronavirus geschaltet. Unter der Telefonnummer 05241/85-4500 informieren Kolleginnen und Kollegen von montags bis freitags (8 bis 17 Uhr) zu Fragen rund um das neuartige Coronavirus. Außerhalb dieser Zeit steht die Hotline der Kassenärztlichen Vereinigung unter Telefon 116117 zur Verfügung. Bei der Hotline des Kreises Gütersloh tauchten drei Fragen besonders häufig auf:

  1. Wie verhält man sich, wenn man grippeähnliche Symptome hat?

Grippeähnliche Symptome bedeuten nicht zwangsläufig eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus. Wer Symptome aufweist sollte sich telefonisch beim Hausarzt melden und das weitere Vorgehen besprechen. Weitere Informationen liefert das Robert Koch Institut unter: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV.html

und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung unter: www.infektionsschutz.de

  1. Können Großveranstaltungen weiterhin durchgeführt werden?

Zur Durchführung von Großveranstaltungen gibt es bislang Empfehlungen des RKI (www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risiko_Grossveranstaltungen.html). Die Veranstalter müssen selber abschätzen, ob sie das Event durchführen. Besucher müssen eigenverantwortlich entscheiden, ob sie an der Veranstaltung teilnehmen. Da der weitere Verlauf und die Ausbreitung des Coronavirus jedoch noch unsicher sei, könne sich die Situation täglich ändern.

  1. Können geplante Reisen stattfinden? Oder sollte man diese besser absagen?

Wer verreisen möchte, sollte sich beim Auswärtigen Amt unter www.auswaertiges-amt.de/de/ über die aktuelle Situation und die Bestimmungen in dem jeweiligen Zielland informieren.

Als Gesprächspartner standen im heutigen Pressegespräch Dr. Reinhardt Michels, stellvertretender Abteilungsleiter Gesundheit, zur Verfügung, Landrat Sven-Georg Adenauer, Thomas Kuhlbusch, sowie Dezernent Gesundheit, Ordnung und Recht zur Verfügung.

 

05.03.2020 12:50 Uhr Der vermeintlich erste Coronafall im Kreis Gütersloh ist keiner

Der vermeintlich erste Coronafall im Kreis Gütersloh ist keiner. Nachdem das Labor zunächst vermeldet hatte, dass der Coronatest bei einem älteren Mann positiv gewesen sei, erfolgte heute durch das Labor die Korrektur.

 

04.03.2020 18:00 Uhr Mann ist in häuslicher Quarantäne: Coronavirus im Kreis Gütersloh bestätigt

Im Kreis Gütersloh gibt es die erste bestätigte Infektion mit dem neuartigen Coronavirus SARS-Co-V-2. Am Mittwoch wurde die Abteilung Gesundheit über ein positives Testergebnis bei einem Mann aus dem Kreis Gütersloh informiert. Der ältere Mann zeigt nur wenig Symptome und befindet sich in häuslicher Quarantäne.

Die Abteilung Gesundheit bittet darum, sich nicht ohne Symptome und ohne besonderen Grund auf das neuartige Coronavirus testen zu lassen. „Ein Test macht nur dann Sinn, wenn Zeichen eines grippalen Infektes und weitere Risikofaktoren vorliegen“, erklärte Dr. Anne Bunte, Leiterin der Abteilung Gesundheit des Kreises Gütersloh. Für Personen mit Symptomen gilt nach wie vor: Telefonisch den Hausarzt kontaktieren und das weitere Vorgehen besprechen.

 

02.03.2020 Informationen zum Coronavirus: Kreis richtet Bürger-Hotline ein

Der Kreis Gütersloh hat ab heute, 2. März, um 13.15 Uhr eine Bürger-Hotline mit Informationen rund um das Coronavirus eingerichtet. Unter der Telefonnummer 05241 85-4500 können Bürgerinnen und Bürger anrufen, wenn sie Fragen zu der Lungenkrankheit (COVID-19) haben. Die Bürger-Hotline bildet die erste Anlaufstelle und ist in den nächsten Tagen von 8 bis 17 Uhr besetzt. Ab 17 Uhr kann das Bürgertelefon der Kassenärztlichen Vereinigung unter Telefon 116117 angerufen werden. Von der Resonanz wird abhängig gemacht, wie die weitere Besetzung der Hotline aussehen wird. Auf der Internetseite des Kreises Gütersloh gibt es aktuelle Informationen zum Coronavirus: www.kreis-guetersloh.de
Derzeit gibt es im Kreis Gütersloh keinen bestätigten Krankheitsfall. Um sich vor einer Ansteckung zu schützen, rät die die Abteilung Gesundheit dazu, die allgemeinen Schutzmaßnahmen wie auch bei anderen Atemwegserkrankungen zu befolgen: Häufiges Händewaschen, enge körperliche Kontakte vermeiden und in die Ellenbogenbeuge niesen, nicht in die Hand. Sogenannte Hamsterkäufe oder die Ausstattung mit Atemmasken oder Desinfektionsmitteln seien derzeit nicht nötig.

 

29.02.2020 Schulpflicht trotz Coronavirus

Da bereits einige Eltern ihre Kinder aufgrund des Coronavirus von der Schule vorsorglich abmelden wollen, möchten wir Euch drauf hinweisen, dass trotz der Angst vor einer Ansteckung Schulpflicht im Kreis Gütersloh besteht.

Sofern die Schulen nicht von den zuständigen Gesundheitsbehörden geschlossen wurden, besteht grundsätzlich Schulpflicht nach § 43 Absatz 1 SchulG. Ist eine Schülerin oder ein Schüler durch Krankheit oder aus anderen nicht vorhersehbaren Gründen verhindert, die Schule zu besuchen, so benachrichtigen die Eltern unverzüglich die Schule und teilen schriftlich den Grund für das Schulversäumnis mit.

 

27.02.2020 Vorsorge gegen die Verbreitung des neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2): Gesundheitsamt rät zur Beachtung von Hygieneregeln.

Die neuartige Lungenerkrankung (COVID-19) wurde in Deutschland bislang in nur wenigen Fällen nachgewiesen. Der Ausbruch dieser Erkrankung wird durch ein neuartiges Coronavirus verursacht, das eng mit dem SARS-Virus verwandt ist. Viele Eigenschaften des Virus sind noch nicht vollständig bekannt. Im Kreis Gütersloh gibt es bislang keinen bestätigten Fall der Erkrankung.

Um sich vor einer Ansteckung zu schützen, empfiehlt das Gesundheitsamt die gleichen Schutzmaßnahmen zu beachten wie auch für andere Atemwegserkrankungen (zum Beispiel Virusgrippe / Influenza oder grippale Infekte): Benutzung von Einmaltaschentüchern, häufiges gründliches Händewaschen, enge körperliche Kontakte vermeiden und das Niesen in die Ellenbeuge und nicht in die Hand.

Die frühen und leichten Symptome der Erkrankung wie Husten oder Schnupfen ähneln denen in dieser Jahreszeit auftretenden grippalen Infekten und der ‚echten‘ Virusgrippe (Influenza).
Nur bei Kontakt zu nachweislich Erkrankten oder einem Aufenthalt in einem Risikogebiet für die Erkrankung mit dem neuartigen Coronavirus in den vergangenen 14 Tagen, besteht bei grippalen Symptomen der Verdacht auf eine Erkrankung mit diesem neuartigen Coronavirus. Aktuelle Informationen hierzu gibt es auf den Seiten des Robert-Koch-Institutes (www.rki.de).

Das Gesundheitsamt des Kreises weist darauf hin, dass sich diese Personen mit Symptomen (begründete Verdachtsfälle) zuerst telefonisch an den Hausarzt wenden sollten. Ob ein Labortest auf das neuartige Coronavirus erforderlich ist, entscheidet dann der Hausarzt.

Für allgemeine Informationen hat das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium darüber hinaus eine Coronavirus-Hotline unter der Nummer (0211) 855 47 74 geschaltet.
Generelle Infos für Bürgerinnen und Bürger gibt es unter https://www.infektionsschutz.de/coronavirus-2019-ncov.html

Der Kreis Gütersloh informiert seit Ende Januar regelmäßig die Kassenärztliche Vereinigung, die Krankenhäuser und Rettungsdienste im Kreis, so dass diese zum Management beim neuartigen Coronavirus vorbereitet sind.

Der Kreis beobachtet kontinuierlich die Informationen und Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts, um über alle aktuellen Veränderungen informiert zu sein. In dem Moment, indem hier im Kreis ein begründeter Verdachtsfall auftreten sollte, gibt es ein zwischen Gesundheitsamt, Rettungsdienst und Krankenhaus abgestimmtes Vorgehen. Interne Abstimmungsstrukturen sind bereits etabliert.

Foto: www.rki.de

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