Schulverbot wegen fehlender Windpockenimpfung an der Bolandschule

Ohne Impfschutz kein Unterricht – das gilt für Schüler der Bolandschule in Herzebrock, die nicht gegen Windpocken geimpft sind.

Wenn es einen Fall von Windpocken im Sportverein, in der Schule oder im familiären Umfeld gibt, muss dieser dem Gesundheitsamt gemeldet werden. An der Bolandschule wurde diese Woche nun der zweite Fall bekannt. Darauf setzte die Schule nun die vom Gesundheitsamt vorgegebenen Maßnahmen um.

Die Bolandschule musste diese Woche die Chorfreizeit nach Vlotho absagen und am Mittwoch wurden die Impfpässe aller Kinder vom Gesundheitsamt Kreis Gütersloh überprüft. 34 Kinder, die bisher keine Windpocken durchgemacht und bis jetzt auch nicht dagegen geimpft worden sind mussten sofort nach Hause geschickt werden. Einige Eltern haben leider dafür kein Verständnis, allerdings setzt die Schule nur die Vorgaben des Gesundheitsamtes um.

Diese Kinder dürfen nun 16 Tage lang bis zum 26.03.2020 die Bolandschule nicht besuchen, den Kindern wird jedoch ermöglicht den Unterrichtsstoff Zuhause nachzuarbeiten.

Hintergrund:

Seit August 2004 ist die Varizellen-Schutzimpfung von der Ständigen Impfkommission (STIKO) für alle Kinder und Jugendlichen empfohlen. Seit dem 29. März 2013 gehören Windpocken (neben Mumps, Röteln, Keuchhusten) zu den impfpräventablen Erkrankungen, für die es eine bundesweite Meldepflicht gibt. Es müssen gemeldet werden: Verdachts-, Erkrankungs- und todesfälle nach § 6 IfSG, außerdem der direkte oder indirekte Nachweis von Varicella-Zoster-Virus (VZV) nach § 7(1) IfSG.