Status Quo: Coronavirus im Kreis Gütersloh

31.03.2020 Aktuelle Situation im Kreis Gütersloh: 387 laborbestätigte Coronainfektionen.

Im Kreis Gütersloh gibt es aktuell, das heißt zum Stand 31. März, 12 Uhr, insgesamt 387 (Vortag: 373) laborbestätigte Coronainfektionen. Davon gelten derzeit 120 (Vortag: 115) Personen als genesen und 266 (Vortag: 257) als noch infiziert. Von diesen 266 Personen befinden sich 244 (Vortag: 232) in häuslicher Quarantäne und nach Angabe der vier Krankenhäuser 22 (Vortag: 28) in stationärer Behandlung. 5 (Vortag: 5) davon werden intensivpflegerisch versorgt. Bisher ist im Kreis Gütersloh ein Todesfall zu verzeichnen. Festzustellen bleibt, dass es trotz der Vielzahl der ergriffenen Maßnahmen weiterhin zu Neuinfektionen kommt.

Kommune:

Bestätigte Fälle aktuell

Bestätigte Fälle Vortag

Borgholzhausen

12

12

Gütersloh

78

75

Halle (Westf.)

22

21

Harsewinkel

36

33

Herzebrock-Clarholz

21

21

Langenberg

10

10

Rheda-Wiedenbrück

51

49

Rietberg

47

46

Schloß Holte-Stukenbrock

24

23

Steinhagen

33

33

Verl

24

22

Versmold

18

18

Werther (Westf.)

11

10

Summe:

387

373

Davon genesen:

120

115

Anzahl verstorben:

1

1

30.03.2020 Aktuelle Situation im Kreis Gütersloh: 373 laborbestätigte Coronainfektionen.

Im Kreis Gütersloh gibt es aktuell, das heißt zum Stand 30. März, 12 Uhr, insgesamt 373 (Vortag: 362) laborbestätigte Coronainfektionen. Davon gelten derzeit 115 (Vortrag: 103) Personen als genesen und 257 (Vortag: 258) als noch infiziert. Von diesen 257 Personen befinden sich 229  (Vortag: 232) in häuslicher Quarantäne und nach Angabe der vier Krankenhäuser 28 (Vortag: 26) in stationärer Behandlung. 5 (Vortag: 5) davon werden intensivpflegerisch versorgt. Bisher ist im Kreis Gütersloh ein Todesfall zu verzeichnen.

Festzustellen ist: Nach wie vor kommt es zu Neuinfektionen. Auch wenn die Zahl der derzeit laborbestätigt infizierten und noch an CoVid-19 erkrankten Personen nahezu konstant bleibt, nimmt die Zahl der stationär zu versorgenden Patienten zu.  

Kommune:

Bestätigte Fälle aktuell

Bestätigte Fälle Vortag

Borgholzhausen

12

11

Gütersloh

75

71

Halle (Westf.)

21

21

Harsewinkel

33

32

Herzebrock-Clarholz

21

20

Langenberg

10

10

Rheda-Wiedenbrück

49

48

Rietberg

46

46

Schloß Holte-Stukenbrock

23

23

Steinhagen

33

31

Verl

22

22

Versmold

18

18

Werther (Westf.)

10

9

Summe:

373

362

Davon genesen:

115

103

Anzahl verstorben:

1

1

27.03.2020 Gemeinsame Pressemitteilung: Polizei und Kreis Gütersloh: Großteil der Bürger hält sich an das Kontaktverbot.

Seit Montag, 23. März, gilt in ganz NRW ein Kontaktverbot, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Demnach sind Versammlungen oder Zusammenkünfte von mehr als zwei Personen in der Öffentlichkeit untersagt. Laut den Ordnungsämtern der Kommunen sowie der Polizei Gütersloh hält sich der Großteil der Bevölkerung an die angeordneten Schutzmaßnahmen nach dem Infektionsschutzgesetz.

Damit das Kontaktverbot sowie die Abstandsregeln eingehalten werden, führen die Ordnungsämter und die Polizei verschärft Kontrollen durch. Wer sich nicht daran hält, muss mit einem Bußgeld rechnen. Zum Großteil halten sich die Menschen im Kreis Gütersloh an die Vorschriften. Laut Polizei habe es besonders in den ersten Tagen noch viele Fragen und Unsicherheiten bei der Bevölkerung gegeben, die meisten zeigten sich aber einsichtig und verständnisvoll. „Die Welt, Europa, Deutschland, Nordrhein-Westfalen, der Kreis Gütersloh, wir alle befinden uns im Ausnahmezustand. Die getroffenen Schutzmaßnahmen beschränken uns alle persönlich, umso mehr danke ich allen Bürgerinnen und Bürgern für das Verständnis. Wir müssen die Ausbreitung des Virus eindämmen und insbesondere die Risikogruppe schützen. Das ist unser größtes Ziel und jeder, der sich an die Regeln hält, hilft dabei“, bedankt sich Landrat Sven-Georg Adenauer bei allen Bürgerinnen und Bürgern im Kreis.

Sonst hochfrequentierte Orte und beliebte Treffpunkte wie die Innenstädte seien nur noch wenig besucht, in anderen Ortsteilen seien nur noch vereinzelt Menschen unterwegs. Besonders auffällig sei jedoch die weiterhin hohe Besucherzahl der Wochenmärkte. Doch auch hier halten die Menschen den geforderten Mindestabstand ein. „Ich finde es sehr löblich, wie diszipliniert die Bürgerinnen und Bürger mit der Situation umgehen. Weiter so! Es ist außerdem wichtig, die lokalen Geschäfte zu unterstützen – gerade in diesen Zeiten. Viele Betreiber bieten auch Online-Angebote oder Lieferdienste an“, betont Adenauer.

Bisher haben die Ordnungsämter und die Polizei nur vereinzelt Verstöße gegen das Ansammlungsverbot in der Öffentlichkeit gemeldet und Bußgelder verhängt. Wer beispielsweise mit mehr als einer weiteren Person unterwegs ist, muss laut dem Bußgeldkatalog 200 Euro Strafe zahlen. Die meisten angesprochenen Personen zeigten sich einsichtig, nur in wenigen Fällen musste die Polizei eine Anzeige fertigen. So erhielt beispielsweise ein 20-jähriger Mann aus Gütersloh eine Anzeige, weil er die Maßnahme als lächerlich bezeichnete und sich auch nach der Ansprache durch die Polizei nicht an das Kontaktverbot hielt. Die Polizei bekam außerdem Hinweise, dass einige Gastronomiebetriebe weiterhin wie gewohnt geöffnet hatten. Laut dem Bußgeldkatalog müssen Gastronome, die ihre Kneipe oder ihr Restaurant trotz der Verbote wie gewohnt betreiben, 4.000 Euro Strafe zahlen. „Zuwiderhandlungen werden zu Recht scharf bestraft“, hebt Adenauer hervor. Denn der Coronavirus überträgt sich laut den Fachleuten primär  über Tröpfcheninfektion, also von Mensch zu Mensch. „Durch die Verstöße gegen das Kontaktverbot gefährden diese Personen sich selbst und ihre Mitmenschen.“

In Werther (Westf.) sei eine Jugendgruppe durch Vandalismus auffällig geworden. In Gütersloh musste die Polizei sogar eine Strafanzeige wegen Körperverletzung aufnehmen. Ein Mann hatte eine Gruppe am Hauptbahnhof auf das Versammlungsverbot angesprochen und wurde daraufhin von einem der jungen Männer angespuckt. Die Täter sind daraufhin weggerannt. Hinweise nimmt die Polizei unter Telefon 0 52 41 86 90 entgegen.

Die Kreispolizeibehörde Gütersloh bewertet in Abstimmung mit dem Krisenstab des Kreises die Lage ständig neu. Der Abteilungsleiter Polizei, LPD Christoph Ingenohl, appelliert an die Bürgerinnen und Bürger: „Wir werden die Sicherheit im Kreis Gütersloh auch unter schwierigen Bedingungen gewährleisten! Halten Sie weiter durch. Wir sind jederzeit für Sie da!“

Zu den polizeilichen Aufgaben gehören auch Kriminalprävention und Opferschutz. Die Kolleginnen und Kollegen des zuständigen Kommissariats stehen zum Beispiel bei Fragen zum Einbruchschutz  (privat und gewerblich) und bei Beratungen zu Gewalt in der Beziehung zur Verfügung.

Die Kolleginnen und Kollegen des Kriminalkommissariats für Prävention/ Opferschutz sind unter der Telefonnummer 0 52 41 86 90 zu erreichen.

Aktuelle Informationen rund um das Coronavirus und der aktuellen Lage im Kreis Gütersloh gibt es unter www.kreis-guetersloh.de/corona/. Dort steht auch der gesamte Bußgeldkatalog zum Download zur bereit

26.03.2020 Hilfegesuch an Bundeswehr gestellt: Krisenstab bittet um weitere Spenden.

Der Krisenstab, der heute (26. März) zu seiner 7. Sitzung zusammenkam, hofft auf weitere Spenden. Was bisher an persönlicher Schutzausrüstung  (PSA) – also Atemschutzmasken, Einmalhandschuhe, Schutzbrillen und Kittel – eingegangen ist, sei gemessen am Bedarf noch überschaubar, so Thomas Kuhlbusch, Leiter des Krisenstabs. Im gleichen Atemzug dankte er allen Spendern ausdrücklich, unter ihnen Klein-Spender, die etwa acht Kittel gespendet haben oder 21 Schutzbrillen, aber auch viele Firmen aus dem Kreis Gütersloh, die größere Mengen gespendet haben. An letztere hatte sich der Spendenaufruf ausdrücklich gerichtet. Insgesamt sind über 5.000 Atemschutzmasken unterschiedlichster Bauart nach dem ersten Spendenaufruf des Krisenstabs gestiftet worden. Zudem Besucherkittel, OP-Mäntel, Schutzbrillen, Schutzoveralls, Infektionsschutzanzüge und vieles mehr.

Am Vortag hatte das Kreisverbindungskommando – das ist der Bundeswehroffizier, der als Verbindungsperson zur Abteilung Bevölkerungsschutz tätig ist – die Bundeswehr um Unterstützung und die Lieferung von 10.000 Atemschutzmasken sowie weiterem Materials gebeten, da der Kreis Gütersloh in Ostwestfalen am stärksten betroffen ist. Ob dieser Bitte entsprochen wird, ist ungewiss.

„Wir brauchen dringend mehr Material“, lautet der Appell des Krisenstabsleiters. „Denn wir müssen befürchten, dass bei den weiter steigenden Fallzahlen das, was bisher noch an Reserven vorhanden ist, schnell aufgebraucht sein wird“.

Um die Annahme von Spenden, die Sichtung kommerzieller Angebote von Herstellern und Händlern sowie die Verteilung zu regeln, hat der Krisenstab in der Abteilung Bevölkerungsschutz die Arbeitsgruppe für die Bewirtschaftung der Persönlichen Schutzausrüstung (PSA) ins Leben gerufen. Die Arbeitsgruppe hat zwei E-Mailadressen eingerichtet:

Unter Materialspenden@kreis-guetersloh.de können sich Spender melden.

Die E-Mail PSA@kreis-guetersloh.de steht für kommerzielle Anbieter, aber auch für Arztpraxen und Krankenhäuser zur Verfügung, die dringenden Bedarf haben.  Grundsätzlich ist die Kassenärztliche Vereinigung für die Versorgung der Arztpraxen mit Persönlicher Schutzausrüstung zuständig, die aus der Materialbeschaffung des Bundes beliefert werden soll. „Nach den Maßgaben des Krisenstabes, in dem auch anlassbezogen ein Vertreter der KVWL vertreten ist, können in Not- und Ausnahmefällen einzelfallbezogen aber auch Praxen unterstützt werden“, so Krisenstabsleiter Thomas Kuhlbusch.

Die oberste Priorität des Krisenstabs liegt auf der Sicherstellung der medizinischen Versorgung,  so dass Krankenhäuser und die Rettungsdienste an erster und zweiter Stelle stehen. Dann folgen Arztpraxen, die Alten- und Pflegeeinrichtungen sowie Einrichtungen der Eingliederungshilfe und schließlich Einrichtungen der Kinder- und Jugendpflege. Sollten in Alten- und Pflegeeinrichtungen oder in Einrichtungen der Eingliederungshilfe Fälle CoViD-19-positiver Patienten oder sogenannte Kontaktpersonen der Kategorie I auftreten, wird es in diesen Bereichen schnell Hilfe geben.

26.03.2020 Aktuelle Situation im Kreis Gütersloh: 315 laborbestätigte Coronainfektionen.

Im Kreis Gütersloh gibt es aktuell, das heißt zum Stand 26. März, 12 Uhr, insgesamt 315 laborbestätigte Coronainfektionen. Davon gelten derzeit 40 Personen als genesen und 274 als noch infiziert. Von diesen 274 Personen befinden sich 255 in häuslicher Quarantäne und 19 in stationärer Behandlung. Drei davon werden intensivpflegerisch versorgt. Bisher ist im Kreis Gütersloh ein Todesfall zu verzeichnen.

Als Kontaktpersonen der Kategorie 1 (enger Kontakt) sind derzeit rund 1.000 Personen erfasst.

Ort

Anzahl von heute

Vortag

Borgholzhausen

  9

  9

Gütersloh

63

56

Halle

19

16

Harsewinkel

27

19

Herzebrock-Clarholz

19

14

Langenberg

  7

  6

Rheda-Wiedenbrück

44

43

Rietberg

39

35

Schloß Holte-Stukenbrock

23

21

Steinhagen

24

24

Verl

19

16

Versmold

17

16

Werther

  5

  2

Gesamtergebnis

315

277

24.03.2020 Aktuelle Situation im Kreis Gütersloh: 277 laborbestätigte Coronainfektionen.

Im Kreis Gütersloh gibt es aktuell, das heißt zum Stand 25. März, 12 Uhr, insgesamt 277 laborbestätigte Coronainfektionen. Davon gelten derzeit 31 Personen als genesen und 245 als noch infiziert. Von diesen 245 Personen befinden sich 229 in häuslicher Quarantäne und 16 in stationärer Behandlung. Drei davon werden intensivpflegerisch versorgt. Bisher ist im Kreis Gütersloh ein Todesfall zu verzeichnen.

Ort

Anzahl von heute

Vortag

Borgholzhausen

9

7

Gütersloh

56

51

Halle

16

14

Harsewinkel

19

16

Herzebrock-Clarholz

14

13

Langenberg

6

6

Rheda-Wiedenbrück

43

40

Rietberg

35

34

Schloß Holte-Stukenbrock

21

20

Steinhagen

24

23

Verl

16

16

Versmold

16

12

Werther

2

2

Gesamtergebnis

277

254

24.03.2020 Aktuelle Situation im Kreis Gütersloh: 254 laborbestätigte Coronainfektionen.

Im Kreis Gütersloh ist am Dienstag erstmals ein Mensch gestorben, der positiv auf das Coronavirus getestet worden war: Ein 74-jähriger Mann mit schwerwiegenden Grunderkrankungen, an denen er vermutlich auch verstorben ist. Im Kreis Gütersloh gibt es aktuell, das heißt zum Stand: 24. März, 12 Uhr, insgesamt 254 laborbestätigte Coronainfektionen. Davon gelten 22 Personen als genesen, sind wieder gesund.

Ort

Anzahl von heute

Vortag

Borgholzhausen

7

4

Gütersloh

51

46

Halle

14

10

Harsewinkel

16

13

Herzebrock-Clarholz

13

12

Langenberg

6

5

Rheda-Wiedenbrück

40

37

Rietberg

34

30

Schloß Holte-Stukenbrock

20

20

Steinhagen

23

20

Verl

16

16

Versmold

12

10

Werther

2

1

Gesamtergebnis

254

224

23.03.2020 Bus- und Zugnahverkehr: Weitere Einschränkungen des Fahrplans.

Um das Ansteckungsrisiko mit dem Corona-Virus zu minimieren, gelten im öffentlichen Nahverkehr im Kreis Gütersloh Schutzmaßnahmen für die Fahrgäste und das Fahrpersonal. Sowohl im Bus- als auch im Zugnahverkehr kommt es zu weiteren Einschränkungen des Fahrplans.

Ab Dienstag, 24. März, entfällt bis auf Weiteres der Halbstundentakt auf der RB 74 ‚Senne-Bahn‘. Damit gibt es am Bahnhof Schloß Holte keinen Anschluss mehr für die Linie 84 (Augustdorf – Stukenbrock – Schloß Holte) von beziehungsweise nach Bielefeld. Die Anschlüsse der Buslinien 84.1 und 84.2  (Ortsverkehre) an die Senne-Bahn bleiben bestehen.

Ab Mittwoch, 25. März wird außerdem der Betrieb der Zuglinie RB 69 (Bielefeld – Hamm – Münster) vorerst bis zum 19. April eingestellt. Daher gibt es nur noch eingeschränkt Anschlüsse an den Busverkehr am Hauptbahnhof Gütersloh und am Bahnhof Rheda. Die Zuglinien RE 6 (Minden – Bielefeld – Hamm – Düsseldorf) und RB 67 (Bielefeld – Warendorf – Münster) fahren weiterhin. Die planmäßigen Anschlüsse der Buslinie 70 (Rheda – Langenberg – Lippstadt) am Bahnhof Rheda in und aus Richtung Bielefeld sind damit gewährleistet. Einschränkungen gibt es für Fahrgäste hingegen in Lippstadt. Da der Fahrplan der Zuglinie RB 89 auf einen Stundentakt ausgedünnt wird, gibt es am Bahnhof Lippstadt nur noch eingeschränkt Anschluss an die Buslinien 70 sowie 80.1 (Rietberg – Lippstadt).

Fahrgäste werden gebeten, sich vor Fahrtantritt über die Anschlüsse zu informieren. Informationen zu den Einschränkungen im NRW-Zugverkehr sind unter www.mobil.nrw erhältlich.

23.03.2020 Aktuelle Situation im Kreis Gütersloh: 224 laborbestätigte Coronainfektionen.

Im Kreis Gütersloh gibt es aktuell, das heißt zum Stand: 23. März, 12 Uhr, insgesamt 224 laborbestätigte Coronainfektionen. 14 Personen gelten als genesen, sind wieder gesund.

Ort

Anzahl von heute

Vortag

Borgholzhausen

4

4

Gütersloh

46

46

Halle

10

10

Harsewinkel

13

12

Herzebrock-Clarholz

12

11

Langenberg

5

4

Rheda-Wiedenbrück

37

37

Rietberg

30

29

Schloß Holte-Stukenbrock

20

20

Steinhagen

20

19

Verl

16

16

Versmold

10

10

Werther

1

1

Gesamtergebnis

224

219

22.03.2020 Verordnung zum Schutz vor Neuinfizierungen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 (CoronaSchVO)

Verordnung Land NRW

22.03.2020 Landesregierung beschließt weitreichendes Kontaktverbot und weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Virus-Pandemie.

Zusammenkünfte in der Öffentlichkeit von maximal zwei Personen / Bei Nichteinhaltung: Geldbußen bis zu 25.000 Euro und Freiheitsstrafen möglich / Ministerpräsident Laschet: Wir überwachen nicht die Vernünftigen, sondern bestrafen die Uneinsichtigen

Die Landesregierung hat ein weitreichendes Kontaktverbot für Nordrhein-Westfalen per Rechtsverordnung erlassen, das ab Montag (23. März 2020) in Kraft tritt. Demnach werden Zusammenkünfte und Ansammlungen in der Öffentlichkeit von mehr als zwei Personen untersagt.

Die Landesregierung hat ein weitreichendes Kontaktverbot für Nordrhein-Westfalen per Rechtsverordnung erlassen, das ab Montag (23. März 2020) in Kraft tritt. Demnach werden Zusammenkünfte und Ansammlungen in der Öffentlichkeit von mehr als zwei Personen untersagt. Ausgenommen ist die Verwandten in gerader Linie, Ehegatten, Lebenspartnerinnen und Lebenspartner sowie in häuslicher Gemeinschaft lebende Personen, die Begleitung minderjähriger und unterstützungsbedürftiger Personen, zwingend notwendige Zusammenkünfte aus geschäftlichen, beruflichen und dienstlichen sowie aus prüfungs- und betreuungsrelevanten Gründen. Die Nutzung des Öffentlichen Personennahverkehrs bleibt zulässig.

Ministerpräsident Armin Laschet: „Nordrhein-Westfalen hat als eines der ersten Länder das öffentliche Leben in der Corona-Krise massiv heruntergefahren. Das war richtig, diesen Weg gehen wir weiter –  und verstärken die Maßnahmen in diesem Bereich. Während die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger erkannt hat, dass es um Leben und Tod geht, beobachten wir aber auch noch viel Unvernunft. Es gibt immer noch Menschen, die Regeln und Empfehlungen missachten und sich so maximal unsolidarisch und gefährlich verhalten. Das dulden wir nicht. Wir setzen deshalb jetzt ein weitreichendes Kontaktverbot in Kraft. Ab Montag null Uhr sind Zusammenkünfte und Ansammlungen in der Öffentlichkeit von mehr als zwei Personen verboten. Mit der neuen Rechtsverordnung überwachen wir nicht die Vernünftigen, sondern bestrafen die Uneinsichtigen. Konsequent und hart. Es ist gut, dass sich Bund und Länder auf dieses gemeinsame und geschlossene Vorgehen einigen konnten.“

Zur Umsetzung der Rechtsverordnung sind die zuständigen Behörden gehalten, die Bestimmungen energisch, konsequent und, wo nötig, mit Zwangsmitteln durchzusetzen. Dabei werden sie von der Polizei unterstützt. Verstöße werden als Ordnungswidrigkeiten mit einer Geldbuße bis zu 25.000 Euro und als Straftaten mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren verfolgt. Die zuständigen Behörden sind gehalten, Geldbußen auf mindestens 200 Euro festzusetzen.

Neben dem weitreichenden individuellen Kontaktverbot hat die Landesregierung weitere Restriktionen beschlossen. Einige zentrale Änderungen im Überblick:

Stationäre Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen

Besuche sind grundsätzlich untersagt, wenn sie nicht der medizinischen oder pflegerischen Versorgung dienen oder aus Rechtsgründen erforderlich sind. Die Einrichtungsleitung soll Ausnahmen unter Schutzmaßnahmen und nach Hygieneunterweisung zulassen, wenn es medizinisch oder ethisch-sozial geboten ist (z.B. auf Geburts- und Kinderstationen sowie bei Palliativpatienten).

Handwerk, Dienstleistungsgewerbe

Handwerker und Dienstleister können ihrer Tätigkeit mit Vorkehrungen zum Schutz vor Infektionen weiterhin nachgehen.

Augenoptikern, Hörgeräteakustikern, orthopädischen Schuhmachern und anderen Handwerkern mit Geschäftslokal ist dort aber der Verkauf von nicht mit handwerklichen Leistungen verbundenen Waren untersagt; ausgenommen ist notwendiges Zubehör.

Dienstleistungen, bei denen ein Mindestabstand von 1,5 Metern von Mensch zu Mensch nicht eingehalten werden kann (insbesondere von Friseuren, Nagelstudios, Tätowierern, Massagesalons), sind untersagt. Therapeutische Berufsausübungen, insbesondere von Physio- und Ergotherapeuten, bleiben gestattet, soweit die medizinische Notwendigkeit der Behandlung durch ärztliches Attest nachgewiesen wird und strenge Schutzmaßnahmen vor Infektionen getroffen werden.

Handel

Der Betrieb von Bau- und Gartenbaumärkten bleibt zur Versorgung von Gewerbetreibenden und Handwerkern zulässig. Anderen Personen darf der Zutritt nur gestattet werden, wenn zum Schutz vor Infektionen geeignete Vorkehrungen getroffen sind (insbesondere Maßnahmen zur Sicherstellung von Mindestabständen und Schutzvorrichtungen für das Kassenpersonal), unter diesen Voraussetzungen dürfen auch Floristen ihren Betrieb fortsetzen.

Gastronomie

Der Betrieb von Restaurants, Gaststätten, Imbissen, Mensen, Kantinen und anderen gastronomischen Einrichtungen ist untersagt.

Die Belieferung mit Speisen und Getränken sowie der Außer-Haus-Verkauf ist zulässig, wenn die zum Schutz vor Infektionen erforderlichen Abstände eingehalten werden. Der Verzehr ist in einem Umkreis von 50 Metern um die gastronomische Einrichtung untersagt.

Veranstaltungen, Versammlungen, Gottesdienste, Beerdigungen

Veranstaltungen und Versammlungen sind untersagt. Ausgenommen sind Veranstaltungen, die der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung oder der Daseinsfür- und -vorsorge (insbesondere Blutspendetermine) zu dienen bestimmt sind. Versammlungen zur Religionsausübung unterbleiben; Kirchen, Islam-Verbände und jüdische Verbände haben entsprechende Erklärungen abgegeben.

Zulässig sind Erd- und Urnenbestattungen sowie Totengebete im engsten Familien- und Freundeskreis.

Bibliotheken

Bibliotheken einschließlich Bibliotheken an Hochschulen haben den Zugang zu ihren Angeboten zu beschränken und nur unter strengen Schutzauflagen (insbesondere Besucherregistrierung mit Kontaktdaten, Reglementierung der Besucherzahl, Vorgaben für Mindestabstände zwischen Lese- und Arbeitsplätzen von 2 Metern, Hygienemaßnahmen, Aushänge mit Hinweisen zu richtigen Hygienemaßnahmen) zu gestatten.

Die Rechtsverordnung tritt am Montag, 23. März 2020 um 00.00 Uhr in Kraft.

22.03.2020  Unternehmen werden um Unterstützung gebeten: Krisenstab ruft auf, persönliche Schutzausrüstung zu spenden.

Der Krisenstab hat in seiner Sitzung am Sonntag beschlossen, einen Spendenaufruf in Richtung Unternehmen zu starten. Vor allem in Arztpraxen wird die persönliche Schutzausrüstung allmählich knapp. Auch in den Krankenhäusern im Kreis Gütersloh, in den Rettungsdiensten und Pflegeheimen schwinden die Reserven. 

„Vor allem um die medizinische, aber auch die pflegerische Versorgung der Patienten sicherzustellen und die das Personal vor Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen, werden Schutzausrüstung wie Masken und Schutzbekleidung wird dringend benötigt“, bittet Dezernent und Krisenstabsleiter Thomas Kuhlbusch dringend um Unterstützung.

Viele Unternehmen, die inzwischen ihre Produktion runtergeschraubt haben, benutzen solche Materialen in der Produktion, etwa solche aus den Bereichen Chemie und Holzverarbeitung. Benötigt werden unter anderem Atemschutzmaske FFP 2 und 3 (mit und ohne Ausatemventil) Schutzoveralls und -kittel, Schutzbrillen sowie medizinische Einmalhandschuhe. Der Kreisfeuerwehrverband Gütersloh würde sich im Bedarfsfall um den Transport kümmern, sollte keine Anlieferung möglich sein. Angebote für Materialspenden bitte an die E-Mailadresse materialspenden@kreis-guetersloh.de richten.

22.03.2020 Aktuelle Situation im Kreis Gütersloh: 219 laborbestätigte Coronainfektionen

Im Kreis Gütersloh gibt es aktuell, das heißt zum Stand: 21. März, 12 Uhr, insgesamt 219 laborbestätigte Coronainfektionen. Elf Personen gelten als genesen, sind wieder gesund.

Ort

Anzahl von heute

Vortag

Borgholzhausen

4

4

Gütersloh

46

44

Halle

10

9

Harsewinkel

12

12

Herzebrock-Clarholz

11

11

Langenberg

4

3

Rheda-Wiedenbrück

37

34

Rietberg

29

26

Schloß Holte-Stukenbrock

20

17

Steinhagen

19

17

Verl

16

14

Versmold

10

10

Werther

1

1

Gesamtergebnis

219

202

22.03.2020 Corona-Test sagt nur etwas über die Vergangenheit: „Man kann sich nicht frei testen“

Angesichts der weiter voranschreitenden Verbreitung des neuartigen Coronavirus kommen immer wieder Personen auf die Idee, sich auf das Virus testen lassen zu wollen beziehungsweise es von anderen zu verlangen, obwohl keine Symptome oder Hinweise auf Kontakte zu Erkrankten vorliegen. In der Anfangszeit der Epidemie waren es unter anderem Personen, die angesichts der damals noch offenen Grenzen in den Urlaub wollten, jetzt sind es mitunter Einrichtungen, die den negativen Test von neu aufzunehmenden Personen verlangen, etwa in der Kurzzeitpflege. Damals wie heute macht das keinen Sinn, stellt Dr. Anne Bunte, Leiterin der Abteilung Gesundheit des Kreises Gütersloh klar. „Man kann sich nicht frei testen.“ Ein Testergebnis sage nur etwas über die Vergangenheit aus. Würde etwa für ein Kind in einer Notbetreuungsgruppe oder für jemanden in der Alten-Tagespflege ein negativer Test vorlegt werden, bedeute das lediglich, dass zum Testzeitpunkt keine Ansteckung mit dem Virus vorlag. Das könne sich aber bereits kurze Zeit nach der Probennahme geändert haben.

Eine Laboruntersuchung sollte nur bei Krankheitszeichen durchgeführt werden, um die Ursache abzuklären, heißt es auch auf der Internetseite www.infektionsschutz.de. Bei einer gesunden Person sage ein Test auf das neuartige Coronavirus nichts darüber aus, ob diese Person krank werden kann. Zudem würden damit die Testkapazitäten unnötig belastet. Apropos Test: Aus gegebenem Anlass ist es Dr. Bunte wichtig, noch mal darauf hinzuweisen, wie man sich im Fall der Fälle zu verhalten hat, wenn aus guten Gründen ein Coronatest gemacht worden ist: Nach dem Test sollten die Personen sofort und unvermittelt die eigenen vier Wände ansteuern und dort bleiben. Von weiteren Personen im Haushalt solle man sich absondern, also ausreichend Abstand halten und beispielsweise Mahlzeiten nicht gemeinsam einnehmen und ein einzelnes Schlafzimmer und wenn möglich ein eigenes Bad nutzen.

21.03.2020 Aktuelle Situation im Kreis Gütersloh: 202 laborbestätigte Coronainfektionen

Ort

Anzahl heute

Vortag

Borgholzhausen

4

2

Gütersloh

44

43

Halle

9

6

Harsewinkel

12

10

Herzebrock-Clarholz

11

11

Langenberg

3

3

Rheda-Wiedenbrück

34

30

Rietberg

26

21

Schloß Holte-Stukenbrock

17

15

Steinhagen

17

16

Verl

14

12

Versmold

10

10

Werther

1

0

Gesamtergebnis

202

179

In der rechten Spalte sind die zuletzt veröffentlichten Fallzahlen (Stand 20. März, 12 Uhr) aufgeführt.

17.03.2020 16:09 Uhr Schutzmaßnahmen im öffentlichen Nahverkehr: Beschränkungen im Busverkehr

Um die weitere Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, gelten ab Mittwoch, 18. März, besondere Schutzmaßnahmen der Fahrgäste und des Personals beim öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV). Da bis auf weiteres alle Schulen im Kreis geschlossen bleiben, fahren die Busse der Linien des Stadtbusses Gütersloh, des TWV Teutoburger Wald Verkehrs und des BVO Busverkehrs Ostwestfalen, ab Mittwoch, 18. März, nach Ferienfahrplan. Ob die Linien der moBiel (Linien 87, 94 und 95 zwischen Bielefeld und Gütersloh) auch eingeschränkt werden, ist derzeit noch unklar. Fahrgäste können sich über Bekanntmachungen bei moBiel auf der Internetseite unter www.moBiel.de erkunden.

Zum Schutz der Fahrgäste und des Fahrpersonals bleibt die vordere Tür der Busse geschlossen, Ein- und Ausstieg ist nur noch über die hintere Tür möglich. Beim Fahrpersonal kann daher kein Ticket mehr erworben werden. Dies geht weiterhin an den Fahrkartenautomaten in den Bahnhöfen Gütersloh, Rheda-Wiedenbrück und Schloß Holte. Zudem besteht die Möglichkeit, Tickets für den Bus- und Bahnverkehr per Smartphone oder im Internet zu kaufen. Das geht beispielsweise mit den Apps ‚mobil.nrw‘, ‚Westfalentarif‘ oder ‚DB Navigator‘. Die Apps können über den Apple AppStore oder den Google PlayStore kostenlos heruntergeladen werden. Auch im Internet auf den Seiten www.bahn.de und www.mobiel.de können Tickets gekauft und zu Hause ausgedruckt werden.

Zum Schutz des Busfahrers bleibt zudem die erste Sitzreihe abgesperrt. Der Kreis Gütersloh bittet alle Fahrgäste, vermehrt Rücksicht aufeinander zu nehmen. Dazu gehört: Niesen und Husten in die Armbeuge statt in die Hand sowie regelmäßiges und gründliches Händewaschen.

Für persönliche Beratung zu den Verkehrsanbindungen sind derzeit noch das Service Center am ZOB Gütersloh, das DB Reisezentrum im Hauptbahnhof Gütersloh und die DB-Agenturen in den Bahnhofsgebäuden in Halle (Westf.) und Rheda geöffnet. Es wird empfohlen, ausreichend Tickets wie zum Beispiel Vierer-Tickets oder Sieben-Tage-Tickets im Vorverkauf zu erwerben. Für die Benutzung des ÖPNV gilt trotz der Einschränkungen die reguläre Ticketpflicht.

 

17.03.2020 14:46 Uhr 91 laborbestätigte Coronainfektionen

Im Kreis Gütersloh gibt es aktuell, das heißt zum Stand: 17. März, 14 Uhr, insgesamt 91 laborbestätigte Coronainfektionen, davon in:

 

Stand: 17.03.2020 14:00 Uhr

Borgholzhausen: 1 (1)
Gütersloh: 31 (28)
Halle: 3 (2)
Harsewinkel: 4 (3)
Herzebrock-Clarholz: 1 (1)
Langenberg: 1 (1)
Rheda-Wiedenbrück: 10 (10)
Rietberg: 12 (9)
Schloß Holte-Stukenbrock: 7 (6)
Steinhagen: 12 (10)
Verl: 6 (6)
Versmold: 3 (3)

In der rechten Spalte sind die zuletzt veröffentlichten Fallzahlen (Stand 16. März, 10.00 Uhr) aufgeführt.

 

16.03.2020 18:00 Uhr Im Kreis Gütersloh gibt es aktuell insgesamt 80 laborbestätigte Coronainfektionen.

In der zweiten Sitzung des Krisenstabes am heutigen Montag wurde die Situation nach der sehr dynamischen Entwicklung am Wochenende bewertet. „Die Fallzahlen steigen weiter an“, erklärt Gesundheitsdezernent und Krisenstabsleiter Thomas Kuhlbusch. Mittlerweile gibt es bereits rund 80 bestätigte Fälle im Kreis Gütersloh. „Aufgrund der Überlastung der Leitungen erreichen uns derzeit neue Laborbefunde nicht oder nur sehr zeitverzögert. Insoweit gehen wir davon aus, dass die Fallzahlen deutlich höher liegen. Zudem gibt es noch eine niedrige dreistellige Vielzahl von Verdachtsfällen, die uns von Hausärzten gemeldet wurden.“

Die derzeitige Konzentration des Gesundheitsamts liegt auf den Menschen, die sich laborbestätigt neu infiziert haben, und auf den Kontaktpersonen, die in der medizinischen und pflegerischen Versorgung oder in kritischen Infrastrukturen tätig sind. „Es ist schlicht nicht mehr möglich, alle anderen Kontaktpersonen anzurufen, und auch nicht mehr möglich, die Vielzahl aller eingehenden Einzelanfragen zu beantworten“, so der Dezernent. „Wir sind in einer Situation, in der wir uns auf die ganz wesentlichen Fragen konzentrieren und die vorgenannten Prioritäten setzen müssen.“
Der Kreis stellt die Durchführung der Belehrungen nach dem Infektionsschutzgesetz ab sofort ein, um die stärkere Verbreitung des Coronavirus zu verhindern. Hintergrund: Die Belehrungen finden in der Regel in Gruppen statt. Auch Einzelbelehrungen werden nicht mehr durchgeführt, um Ballungen in Wartebereichen zu verhindern.

„Heute sind bei unserer Bürgerhotline sehr viele Anrufe eingegangen. Nach diesem Wochenende, in dem das Land weitreichende Maßnahmen beschlossen hat, war der Informationsbedarf der Bürgerinnen und Bürger enorm“, so Kuhlbusch weiter. „Um Abhilfe zu schaffen, haben wird die Anzahl der Mitarbeiter von vier auf sieben aufgestockt. Da Zahl der Leitungen technisch begrenzt ist, werden wir die Hotline dadurch entlasten, dass die Fragen zu Themen wie Schulen, Kitas und Pflege zu weiteren Mitarbeitern im Hintergrund durchgestellt werden.“ Die Bürgerhotline ist unter der Telefonnummer 05241 / 854500 von 8 bis 17 Uhr erreichbar.
Die pro Wirtschaft GT hat als erste Orientierungshilfe für Gewerbetreibende und Freiberufler für Erstanfragen zur Corona-Thematik eine Servicehotline eingerichtet. Diese ist unter der Telefonnummer 05241 851409 von 8 bis 17 Uhr erreichbar.

Im Kreis hat sich heute gezeigt, dass die Betreuung an fast allen Schulen gesichert werden konnte. Lediglich das Ems-Berufskolleg und die Grundschule Loxten sind geschlossen geblieben. Vor allem in Kitas ist die Betreuung für Kinder von sogenannten Schlüsselpersonen gesichert.

14.03.2020 Das Land hat genauere Informationen zum Betretungsverbot von Kindertagesbetreuungsangeboten und Betreuung von Kindern von Schlüsselpersonen herausgegeben:

https://www.mkffi.nrw/sites/default/files/asset/document/offizielle_information_land_nrw_betretungsverbot_kita_betreuung_bei_schlusselpersonen_14.03.2020.pdf

14.03.2020 18:06 Uhr Ab Montag gilt für Kinder und Eltern ein Betretungsverbot für alle Einrichtungen der Kindestagesbetreuung

Ab dem kommenden Montag (16. März) dürfen – abgesehen von wenigen Ausnahmefällen – Kinder und Eltern sämtliche Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen, heilpädagogischen Kindertageseinrichtungen und Kinderbetreuungen in besonderen Fällen (‚Brückenprojekte‘) nicht mehr betreten. Davon ausgenommen sind jedoch Kinder, deren Erziehungsberechtigte oder Betreuungsperson eine unentbehrliche Schlüsselperson ist, beispielsweise Ärztinnen und Ärzte, Pflegepersonal oder Personal, das in Bereichen der öffentlichen Ordnung oder anderer wichtiger Infrastruktur arbeitet (zum Beispiel Feuerwehr, Rettungsdienst, Versorgungsunternehmen, Lebensmittelversorgung, Justiz etc.).

So hatte es das Ministerium für Kinder, Familien, Flüchtlinge und Integration (MKFFI) es am Freitag angekündigt. Das Ziel des Betretungsverbotes ist es, die Verbreitung des neuartigen Coronavirus deutlich zu verlangsamen, um die Funktionsfähigkeit des medizinischen Versorgungssystems aufrechterhalten zu können.
Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales hat heute Morgen zur Umsetzung einen Erlass veröffentlicht, der Details der Umsetzung regelt.

Landrat Sven-Georg Adenauer hatte am Freitag Kontakt mit Minister Stamp (MKFFI) aufgenommen und ihn gebeten, kurzfristig die noch offenen Umsetzungsfragen zu klären. „Ich freue mich, dass das Land so zügig gehandelt hat und wichtige Klarstellungen vorgenommen hat“, sagt Landrat Sven-Georg Adenauer.

Kinder, deren Eltern in dem Erlass näher beschriebenen Bereichen insbesondere der gesundheitlichen und pflegerischen Versorgung, der öffentlichen Sicherheit und Ordnung als unverzichtbare Schlüsselpersonen arbeiten und keine anderweitige Betreuung sicherstellen können, werden in der Einrichtung betreut, wenn die Eltern eine Bescheinigung ihres Arbeitgebers oder Dienstherrn vorlegen, aus der hervorgeht, dass sie zu der Personengruppe gehören, deren Tätigkeit der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung sowie der medizinischen und pflegerischen Versorgung der Bevölkerung und der Aufrechterhaltung zentraler Funktionen des öffentlichen Lebens dient.

Der Kreis Gütersloh hat ein Formular entwickelt, das auf der Homepage veröffentlicht wird und auch allen Ordnungsbehörden der Kommunen zur Verfügung gestellt wird

Der Kreis hat die Leitungen aller genannten Kinderbetreuungseinrichtungen gebeten, ihre Einrichtungen zunächst in der normalen Personalbesetzung weiter zu betreiben, bis die Zahl der zu betreuenden Kinder einzuschätzen ist.

Der Kreis bittet, alle Erziehungsberechtigten möglichst eine Betreuung der Kinder außerhalb der Kindertageseinrichtungen sicherzustellen, sei es im Wege einer gegenseitigen Unterstützung.

Landrat Sven-Georg Adenauer appelliert Verständnis und Solidarität zu zeigen und bittet sich gegenseitig zu unterstützen und zu helfen. „Wenn dies alles nicht gleich am Montag oder Dienstag gelingen sollte, bitte ich die Kindertageseinrichtungen, Kinder nicht abzuweisen, wenn die erforderlichen Nachweise noch nicht vorgelegt werden können und in Einzelfällen glaubhaft erklärt wird, dass es keine anderweitige Möglichkeit einer Betreuung einzelner Kinder besteht. Die Arbeitgeber bitte ich verantwortlich mit der Ausstellung von Unabkömmlichkeitsnachweisen umzugehen.“

14.03.2020 18:09 Uhr Einschränkungen für Pflegeeinrichtungen: Besuche in Pflegeheimen sind auf ein Minimum zu beschränken

Nicht nur im Land Nordrhein-Westfalen, sondern auch im Kreis Gütersloh steigt die Zahl der mit dem neuen Coronavirus infizierten Personen weiter an. „Der Schutz älterer, pflegebedürftiger und vorerkrankter Personen vor einer Ansteckung ist nun besonders wichtig“, mahnen Landrat Sven-Georg Adenauer und der Leiter des Krisenstabes Thomas Kuhlbusch zu besonderer Rücksichtnahme, Vorsorge und Umsicht.

Um dieses Ziel zu erreichen, hat das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen die Kreise und kreisfreien Städte angewiesen, Besuchseinschränkungen für Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen der Eingliederungshilfe, in denen besonders schutzbedürftige Personen leben, anzuordnen.
Danach sind ab sofort bis zum 19. April Besuche zum Beispiel in Pflegeheimen und Behinderteneinrichtungen auf das Notwendigste zu beschränken. Das heißt, je Bewohnerin oder Bewohner darf im Regelfall eine Person pro Tag zu Besuch kommen. Die Besuche sollen maximal eine Stunde dauern und nur noch im Zimmer stattfinden, also nicht mehr in den Gemeinschaftsräumen. Der Kreis Gütersloh hat die entsprechenden Anweisungen heute (Samstag, 14. März) gegenüber den Einrichtungen verfügt.

Auch für die Bewohner der Einrichtungen selbst gibt es Vorgaben. Sie sind von der Einrichtung über persönliche Schutzmaßnahmen zu unterweisen und haben diese einzuhalten. Gemeinschaftsaktivitäten mit Externen sind ab sofort untersagt.

In allen Einrichtungen sind die Zugänge in die Räumlichkeiten zu minimieren. Zudem soll es eine Besucher- und Mitarbeiterregistrierung geben, so dass gegebenenfalls Kontaktpersonen zum Nachweis von Infektionsketten ermittelt werden können. Personen, die sich innerhalb der vergangenen 14 Tage in einem Risikogebiet oder einem besonders betroffenen Gebiet entsprechend der jeweils aktuellen Festlegung durch das Robert Koch-Institut (RKI) aufgehalten haben, dürfen für einen Zeitraum von 14 Tagen nach ihrer Rückkehr keine der Einrichtungen betreten. Dies gilt auch für Personen, die Kontakt zu einer nachweislich infizierten Person hatten.

Die Allgemeinverfugung gilt vorrangig für die vollstationären Pflegeeinrichtungen, Einrichtungen der Eingliederungshilfe, in denen besonders schutzbedürftige Personen leben, sowie anbieterverantwortete Wohngemeinschaften. Die Verfügung muss ab sofort in den betroffenen Einrichtungen deutlich sichtbar im Eingangsbereich aufgehängt werden.

„Die Einschränkungen der Besuche sind für viele Bewohnerinnen und Bewohner überaus belastend. Deshalb sollten alle Angehörige und Freunde nun statt der entfallenden Besuche sich mehr Zeit nehmen und den telefonischen Kontakt und Austausch suchen“, bittet Landrat Sven-Georg Adenauer Solidarität und Zuwendung zu zeigen. „In dieser herausfordernden Zeit ist es ganz wichtig, dass wir die fehlende räumliche Nähe durch eine stärkere Fürsorge füreinander überwinden“.

14.03.2020 16:17 Uhr Landrat Sven-Georg Adenauer fordert Reiserückkehrer auf, direkt zu Hause zu bleiben!

Im Kreis Gütersloh gibt es aktuell, das heißt zum Stand: 14. März, 13.30 Uhr, insgesamt 45 laborbestätigte Coronainfektionen, davon in:
· Borgholzhausen: 1 (1)
· Gütersloh: 13 (8)
· Rheda-Wiedenbrück: 4 (3)
· Rietberg: 9 (5)
· Schloß Holte – Stukenbrock: 5 (3)
· Steinhagen: 4 (2)
· Verl: 5 (5)
· Harsewinkel 2 (0)
· Herzebrock-Clarholz 1 (0)
· Langenberg 1 (0)

In Klammern sind die Fallzahlen zum Stichtag 13. März, 12.30 Uhr aufgeführt.

Der größte Teil der Fälle ist weiterhin reisebedingt, aber es gibt mittlerweile auch erste Übertragungen im Kreis Gütersloh durch direkte familiäre oder berufliche Kontakte zu Reiserückkehrern.

Landrat Sven-Georg Adenauer fordert deshalb die Reiserückkehrer, die an diesem Wochenende aus den Skigebieten in Österreich, insbesondere aus Tirol, Südtirol oder auch Südfrankreich zurückkehren, aber auch die Rückkehrer aus Italien und den sonstigen vom Robert Koch Institut benannten Risikogebieten auf, sich unmittelbar in häusliche Quarantäne zu begeben. „Bitte bleiben Sie erst einmal zu Hause und halten Sie sich so gut wie möglich von Ihren Familienmitgliedern fern, um mögliche Ansteckungen zu vermeiden. Sollten Sie krank sein, telefonieren Sie am Montag mit Ihrem Hausarzt. Bei stärken Beschwerden wenden Sie sich wie üblich an den hausärztlichen Notdienst.“

Der ganz überwiegende Teil dieser Personen zeigt keine oder nur leichte grippeähnliche Symptome und befindet sich in häuslicher Quarantäne. Zwei Personen befinden sich in stationärer Behandlung, sind aber auf dem Weg der Besserung.

13.03.2020 18:51 Uhr Betreuung von Schülern und Kindergartenkindern

Ab dem kommenden Montag ruht auch im Kreis Gütersloh der Schulbetrieb, so hat es das Ministerium für Schule und Bildung heute Mittag entschieden. Damit die Eltern Gelegenheit haben, sich auf diese Situation einzustellen, können sie ihre Kinder bis einschließlich Dienstag, 17. März, aus eigener Entscheidung zur Schule schicken. Die Schulen stellen an diesen beiden Tagen während der üblichen Unterrichtszeit eine Betreuung sicher.
Dies gilt auch für die Kinder in den Förderschulen des Kreises. Auch dort wird bis Dienstag eine Betreuung sichergestellt werden. Allerdings wird der Schülerspezialverkehr ab sofort bis auf weiteres eingestellt, so dass Eltern ihre Kinder Montag und Dienstag zur Förderschule bringen müssten.

Gleich ab Montag soll sich nach Ankündigung von Minister Joachim Stamp die Betreuungssituation für die Kindergartenkinder entwickeln. In einer Pressemitteilung hat er angekündigt, dass alle Eltern ab Montag dafür Sorge zu tragen haben, dass ihre Kinder nicht die Kindertagesbetreuungsangebote nutzen, sondern von Personen betreut werden, die nach den Vorgaben des Robert Koch Instituts nicht als besonders gefährdet gelten. Zu den besonders gefährdeten Personen gehören Vorerkrankte und Lebensältere. Das Ministerium hat ein Betretungsverbot angekündigt, von dem nur die Kinder von Ärztinnen und Ärzten, von Pflegepersonal, von Personal, das notwendig ist, um intensivpflichtige Menschen zu behandeln, von Personal, das in Bereichen der öffentlichen Ordnung oder anderer wichtiger Infrastruktur arbeitet.
Wie dies praktisch umgesetzt werden soll, ist derzeit allerdings noch unklar.
Landrat Sven-Georg Adenauer fordert das Land auf, hier umgehend Klarheit zu schaffen. Entweder durch eine Übergangsregelung wie in den Schulen oder durch eine Klarstellung noch an diesem Wochenende, welche Bereiche unter die Ausnahmeregelungen fallen und wie der erforderliche Nachweis der Ausnahmen gelingen kann.

13:03.2020 15:09 Uhr Reiserückkehrer werden gebeten zu Hause zu bleiben

Im Kreis Gütersloh gibt es aktuell, das heißt zum Stand: 13. März, 12.30 Uhr insgesamt 27 laborbestätigte Corona-Infektionen, davon in:
· Borgholzhausen: 1 (0)
· Gütersloh: 8 (2)
· Rheda-Wiedenbrück: 3 (3)
· Rietberg: 5 (1)
· Schloß Holte – Stukenbrock: 3 (2)
· Steinhagen: 2 (2)
· Verl: 5 (5)
In Klammern sind die Fallzahlen zum Stichtag 12. März, 12:30 Uhr aufgeführt.

Alle bekannten Fälle sind weiterhin reisebedingt:
Es handelt sich um Rückkehrer aus Österreich, Italien und Südfrankreich. Gesundheitsdezernent und Krisenstabsleiter Thomas Kuhlbusch appelliert deshalb an Reiserückkehrer aus den Skigebieten in Österreich, insbesondere aus Ischgl, aus Südfrankreich und die Rückkehrer aus Italien und sonstigen vom Robert Koch Institut benannten Risikogebieten, sich unmittelbar in häusliche Quarantäne zu begeben. „Bitte bleiben Sie erst einmal zu Hause, begrenzen Sie bitte Ihre Kontakte im Haus auf das Nötigste, um mögliche Ansteckungen zu vermeiden, und sprechen Sie am Montag mit Ihrem Hausarzt.“

Der ganz überwiegende Teil dieser Personen zeigt keine oder nur leichte grippeähnliche Symptome und befindet sich in häuslicher Quarantäne. Eine Person befindet sich in stationärer Behandlung.

 

 

12.03.2020 17:57 Insgesamt 15 bestätigte Corona-Infektionen und Einberufung des Krisenstabes

Die aktuelle Zahl der bestätigten Corona-Infektionen im Kreis Gütersloh ist auf 15 gestiegen (Stand heute 12.30 Uhr). Gestern waren fünf Fälle offiziell bestätigt. „Wir erleben eine überaus dynamische Entwicklung, die alle Beteiligten stark fordert“, erklärt Landrat Sven-Georg Adenauer. Er hat am Donnerstag, 12. März, den Krisenstab einberufen. „Oberstes Ziel ist jetzt die Verlangsamung der Ausbreitung des neuartigen Corona-Virus.“ Gesundheitsdezernent und Krisenstabsleiter Thomas Kuhlbusch ergänzt: „Besonders die Aufrechterhaltung der Funktionsfähigkeit sensibler Infrastrukturen, vor allem der Arztpraxen, der Krankenhäuser, der dortigen Intensivstationen und des Rettungsdienstes steht jetzt im Vordergrund. Dies wird die Hauptaufgabe des Krisenstabes sein.“

Die im Kreis Gütersloh bisher mit dem Coronavirus infizierten Personen wohnen in Verl (5 laborbestätigte Fälle), Rheda-Wiedenbrück (3), Schloß Holte – Stukenbrock (2), Steinhagen (2), Gütersloh (2) und Rietberg (1). Alle bekannten Fälle sind reisebedingt: Es handelt sich dabei also um Rückkehrer aus Österreich und Italien, größtenteils aus Ischgl und Südtirol. Alle Personen zeigen, bis auf eine Ausnahme, keine oder nur leichte grippeähnliche Symptome. Eine Person befindet sich in stationärer Behandlung. Die anderen Erkrankten sind in häuslicher Quarantäne, um weitere Ansteckungen zu vermeiden. Bisher vorliegende Labortests von Kontaktpersonen waren negativ. Im Moment gibt es keine Hinweise, dass Anlass zu weitergehenden Maßgaben besteht.

„Im Kreis gibt es derzeit keinen Anlass, Schulen oder KiTas zu schließen. Die Personen, die sich infiziert haben oder die diesen nahestehen Personen befinden sich derzeit in Quarantäne“, sagt Kuhlbusch. Die Kommunen denken aktuell verstärkt darüber nach, inwieweit Veranstaltungen noch durchgeführt werden dürfen oder sollen. Der Trend geht dahin, nicht nur Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern, sondern auch kleine Veranstaltungen abzusagen. „Wir stehen den Kommunen hier beratend zur Seite, die Entscheidung liegt aber bei den örtlichen Ordnungsbehörden.“ Generell gebe es regelmäßige Gespräche mit den 13 Kommunen. Seit drei Wochen steht der Kreis ebenso mit der Kassenärztlichen Vereinigung, den Arztpraxen, den Krankenhäusern und den Rettungsdiensten einmal wöchentlich im intensiven Austausch. Dieser bestehe auch mit den Alten- und Pflegeheimen.

„Die Einrichtung eines Test- bzw. Diagnostikzentrums ist von der Kassenärztlichen Vereinigung gemeinsam mit dem Städtischen Klinikum Gütersloh für morgen geplant“, sagt Dr. Anne Bunte, Leiterin der Abteilung Gesundheit beim Kreis. Der Zugang dorthin ist nur nach vorheriger Terminvergabe durch den eigenen Hausarzt möglich.

 

 

11.03.2020 18:40 Uhr Derzeit keine neuen bestätigten Corona-Infektionen – bisherige in Verl und Rheda-Wiedenbrück

Die aktuelle Zahl der bestätigten Corona-Infektionen im Kreis Gütersloh liegt derzeit weiterhin bei fünf. Es handelt sich dabei um Rückkehrer aus Italien und Österreich, die sich nach ihrer Heimkehr in häusliche Quarantäne begaben, um weitere Ansteckungen zu vermeiden. Es handelt sich bei den Fällen um vier Personen aus der Stadt Verl und einer Person aus der Stadt Rheda-Wiedenbrück.

Das Gesundheitsamt hat in einem ersten Schritt unmittelbar nach Bekanntwerden der Laborbefunde Kontakt zu den Betroffenen aufgenommen, die sich schon auf Anraten der Hausärzte bzw. aus eigenem Antrieb nur noch zu Hause aufgehalten haben. Wichtig ist dabei zu klären, wo sich die Betroffenen angesteckt haben. In allen Fällen ließ sich sicher feststellen, dass die Ansteckung im Ausland erfolgt ist. Insoweit hatte sich der Kreis gestern auch mit den österreichischen Gesundheitsbehörden in Verbindung gesetzt. In einem zweiten Schritt hat das Gesundheitsamt alle Kontaktpersonen ermittelt und unverzüglich mit diesen Kontakt aufgenommen, um eine weitere Verbreitung zu vermeiden und gegebenenfalls weitere Maßnahmen zu veranlassen. Und schließlich hat der Kreis Kontakt mit den Verwaltungsspitzen der Kommunen aufgenommen, um das weitere Vorgehen abzustimmen.

Durch die Gespräche mit den Betroffenen konnten die Kontaktpersonen ermittelt werden. „Für die Einwohnerinnen und Einwohner geht durch die bestätigten Fälle weder in Verl noch in Rheda-Wiedenbrück eine erhöhte Ansteckungsgefahr aus“, erklärt Kreisgesundheitsdezernent Thomas Kuhlbusch. „Die Kolleginnen und Kollegen sind weiterhin im Kontakt mit den Betroffenen und den Kontaktpersonen und klären die Sachverhalte weiter auf, um alles Erforderlich zu tun, um weitere Ansteckungen zu vermeiden. Wir bitten daher um Verständnis, dass wir in Fällen wie den aktuell vorliegenden nicht gleich am ersten Tag Ortsangaben machen, sondern erst die Abstimmung mit den Betroffenen und mit den Kommunen vornehmen. Das benötigt eine gewisse Zeit.“, so Kuhlbusch. „Für die Zukunft müssen wir aufgrund der allgemeinen Entwicklung davon ausgehen, dass es noch weitere bestätigte Fälle im Kreis Gütersloh geben wird. Wir gehen daher den uns gemeldeten Verdachtsfällen nach. Der Verlauf des gestrigen Tages hat gezeigt, wie dynamisch sich die Lage allein innerhalb nur eines Nachmittages entwickeln kann.“

„Wir sind erleichtert, dass es der betroffenen Person den Umständen entsprechend gut geht“, erklärt Rheda-Wiedenbrücks Bürgermeister Theo Mettenborg. „Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es weiterhin keine Veranlassung, alle Veranstaltungen in Rheda-Wiedenbrück abzusagen. Der Erlass des Landes hat Klarheit geschaffen, dass auf Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Personen verzichtet wird.“
„Wichtig ist, dass wir das Notwendige tun, um die Verbreitung des neuartigen Coronavirus zu verlangsamen“, ergänzt Michael Esken, Bürgermeister von Verl. Die Durchführung der Sportabzeichen-Verleihung am 12. März, die Einweihung und der Tag der offenen Tür im neuen Kaunitzer Feuerwehrgerätehaus am 29. März sowie die Feier zum zehnjährigen Bestehen des Jugendamtes am 1. April seien deshalb abgesagt. „Es sind jetzt Maßnahmen nach sorgfältiger Abwägung unter Berücksichtigung der Empfehlungen der Fachleute zu treffen. Das städtische Leben wird an einigen Punkten eingeschränkt werden müssen, damit die Ausbreitung verlangsamt wird. Wir tun dies, um die Menschen, die besonders gefährdet sind, zu schützen. Keine städtische, öffentliche Veranstaltung kann so wichtig sein, dass sie nicht auch verschoben werden kann.“

10.03.2020 20:00 Uhr Insgesamt fünf bestätigte Corona-Infektionen im Kreis Gütersloh

Nachdem am Morgen noch auf Einladung des Kreises Vertreter aller 13 Ordnungsämter der Städte und Gemeinden des Kreises Gütersloh mit Kreisgesundheitsdezernent Thomas Kuhlbusch und der Leiterin des Kreisgesundheitsamtes Dr. Anne Bunte über das Vorgehen beim Auftreten von bestätigten Infektionen mit dem neuen Coronavirus (SARS-CoV-2) und der Durchführung von Veranstaltungen und Großveranstaltungen beraten, trafen am Nachmittag gleich eine Reihe an Nachrichten ein. Zum einen gab das Land am frühen Nachmittag per Erlass bekannt, dass Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Personen abgesagt werden sollen, und zum anderen wurde das Gesundheitsamt am späten Nachmittag über insgesamt fünf laborbestätigte Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus informiert.

Eine der Personen ist Rückkehrer aus Italien. Die Person begab sich nach der Rückkehr am vergangenen Wochenende unmittelbar in häusliche Quarantäne und vermied Kontakte zu anderen Menschen. Bei den anderen vier bestätigten Fällen des Coronavirus handelt es sich um Rückkehrer aus Österreich. Auch sie haben sich direkt nach ihrer Rückkehr in häusliche Isolierung begeben, um weitere Ansteckungen zu vermeiden.

Landrat Sven-Georg Adenauer zeigt sich erleichtert, dass alle Personen keine oder nur geringe grippale Symptome haben!

„Durch das umsichtige und verantwortliche Verhalten der Betroffenen ist es derzeit nicht erforderlich, weitere Maßnahmen zu ergreifen, die über die Ermittlung, Information und Beratung der Kontaktperson hinaus gehen“, verdeutlichen Dezernent Kuhlbusch und Gesundheitsamtsleiterin Dr. Bunte.
„Wir bitten ganz ausdrücklich um Verständnis, dass wir zu den Betroffenen keine weiteren Informationen geben werden. Der Schutz der persönlichen Daten hat klar Vorrang vor einem etwaigen Informationsbedürfnis der Öffentlichkeit. Sollten weitere öffentlichkeitsrelevante Maßnahmen erforderlich werden, werden wir über diese Maßnahmen und die dafür maßgeblichen sachlichen Gründe soweit berichten, wie dies erforderlich ist, um eine weitere Verbreitung des Virus zu vermeiden“, stellt Kuhlbusch klar. „Alles, was die Bürgerinnen und Bürger des Kreises Gütersloh wissen müssen, werden wir veröffentlichen“, so Kuhlbusch weiter.

„Es war sehr gut, dass wir uns noch heute Morgen, als wir noch auf den angekündigten Erlass des Landes gewartet haben, über die Durchführung von Veranstaltungen und das Vorgehen in den Fällen von Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus eng abgestimmt haben.“ Kuhlbusch zeigt sich zufrieden, dass damit viele wichtige Punkte der Zusammenarbeit für die Zukunft intensiv erörtert wurden.

Durch die heute Nachmittag veröffentlichten Vorgaben des Erlasses ist davon auszugehen, dass im Kreis Gütersloh bis auf weiteres keine Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Besuchern oder Teilnehmern durchgeführt werden. Der Erlass des Landes dürfte in der Regel dazu führen, dass die Veranstalter von sich aus etwaige Großveranstaltungen absagen werden oder über eine Beschränkung der Besucher oder Teilnehmerzahl nachdenken werden. Zuständig für gegebenenfalls erforderliche Untersagungen von Großveranstaltungen sind die örtlichen Ordnungsbehörden.
Bei Veranstaltungen mit geringeren Besucher- oder Teilnehmerzahlen werden insbesondere infektionshygienische Schutzmaßnahmen zu prüfen sein. Als Leitlinie werden dabei die Handlungsempfehlungen des Robert Koch Instituts zur Durchführung von Großveranstaltungen herangezogen.

Desto weniger risikogeneigt die Zusammensetzung der Teilnehmer (bekannte Personen, geringe Personenzahl, Alter und Gesundheitszustand der Personen), die Art der Veranstaltung (Dauer, Intensität der Kontakte) und der Ort der Veranstaltung (Freiluft, großer gut belüfteter Raum oder eng bestuhlter Raum) sind, je eher lässt sich das Ziel erreichen, dass das Risiko der weiteren Verbreitung des neuen Coronavirus verringert wird.
„Wir empfehlen daher allen Veranstaltern, sich zu den Fragen, ob und wie sie geplante Veranstaltungen durchführen, an dem neuen Erlass und den aktuellen Empfehlungen des Robert Koch-Instituts für Großveranstaltungen zu orientieren“, rät Kuhlbusch mit Blick auf geplante Veranstaltungen.

Der Kreis Gütersloh setzt weiterhin auf die Verantwortung der Veranstalter, aber auch eines jeden Einzelnen. Wenn jeder, der unter Symptomen wie Fieber, trockenem Husten, Schnupfen und Abgeschlagenheit, über Atemprobleme, Halskratzen, Kopf- und Gliederschmerzen, Schüttelfrost, Übelkeit und Durchfall leidet, zu Hause bleibt, den Kontakt mit anderen soweit wie möglich vermeidet, seinen Hausarzt anruft und mit ihm das weitere Vorgehen abspricht, wäre schon sehr viel gewonnen.

„Die fünf ersten Fälle im Kreis Gütersloh zeigen, dass das eigenverantwortliche und umsichtige Verhalten jedes Einzelnen in der Tat das Wichtigste ist, um die Verbreitung des Virus zu unterbinden!“, betont Landrat Adenauer.

Die Seiten des Robert Koch-Instituts und die Seiten des Ministeriums für Gesundheit, Arbeit und Soziales informieren über die aktuelle Lage und die jeweils aktuellen Handlungsempfehlungen:
www.rki.de und www.mags.nrw/

Für Bürgerinnen und Bürger, die Fragen rund um das neuartige Coronavirus haben, hat der Kreis eine Bürger-Hotline eingerichtet. Diese ist montags bis freitags in der Zeit von 8 bis 17 Uhr unter der Telefonnummer 05241 85-4500 erreichbar. Ab 17 Uhr kann das Bürgertelefon der Kassenärztlichen Vereinigung unter Telefon 116 117 angerufen werden.

05.03.2020 18:10 Uhr Labor korrigiert Befund: Keine Coronainfektion im Kreis Gütersloh

Der vermeintlich erste Coronafall im Kreis Gütersloh ist keiner. Nachdem das Labor zunächst vermeldet hatte, dass der Vortest auf den Corona-Virus bei einem älteren Mann positiv gewesen sei, erfolgte heute die Meldung durch das Labor, das der Endbefund negativ ist. Thomas Kuhlbusch, Dezernent Gesundheit, Ordnung und Recht, und Dr. Reinhard Michels, stellvertretender Leiter der Abteilung Gesundheit, erläuterten im Pressegespräch die Vorgehensweise bei Verdacht auf das Coronavirus. Dem Mann nahestehende Kontaktpersonen wurden übrigens inzwischen negativ auf das Coronavirus getestet.

Bei einem Pressegespräch unter der Leitung von Landrat Sven-Georg Adenauer hat der Kreis Gütersloh heute, Donnerstag, 5. März, über den vermeintlich ersten bestätigten Coronafall im Kreis Gütersloh informiert. Dieser war am Mittwoch, 4. März, gemeldet worden. Adenauer, Kuhlbusch sowie Dr. Michels informierten unter anderem zu den Gründen, die Informationen zu dem vermeintlichen Coronafall auf das Notwendige zu reduzieren.

„Im konkreten Fall war aufgrund des eng begrenzten Personenkreises und der sofortigen häuslichen Quarantäne nicht erforderlich, in Abstimmung mit der Stadt Rheda-Wiedenbrück weitergehende Maßnahmen zu ergreifen. Insofern haben wir auch zu dem Schutz der Betroffenen darauf verzichtet, in der ersten Information den Ort zu benennen. Die Patienten verdienen, dass wir den Datenschutz beachten und ihr Privatleben schützen“, erklärte Landrat Adenauer. „Wenn es Maßnahmen gibt, die wir ergreifen müssen, gehen wir an die Öffentlichkeit und erläutern die.“

Soweit es erforderlich ist, werde der Kreis auch den Ort nennen, machte Dezernent Kuhlbusch deutlich. Ansonsten veröffentliche der Kreis Gütersloh lediglich Informationen, die aus Gründen des Bevölkerungsschutzes notwendig seien. Weiterhin gelte: Das Beachten der Hygieneregeln wie regelmäßiges Händewaschen etc. reicht aus! Wenn Kontaktpersonen ermittelt werden müssen, dann macht der Kreis das. Wenn Informationen über spezifische, örtliche Maßnahmen herausgegeben werden müssen, dann macht der Kreis das. Die derzeit bekannten Umstände des Einzelfalls geben momentan keinen Grund zu weiteren – über die derzeit von der Abteilung Gesundheit im Rahmen des Infektionsschutzgesetzes durchzuführenden Aufgaben – hinausgehenden Maßnahmen der örtlichen Ordnungsbehörden. Insbesondere ist aktuell kein Anlass erkennbar, der eine vorsorgliche Schließung von Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindergärten oder Schulen erforderlich macht.

Der Kreis Gütersloh, so der Tenor des Pressegesprächs, wisse, dass das Informationsbedürfnis groß sei. Letzten Endes sei es aber eine Güterabwägung zwischen dem Schutz der Betroffenen und dem öffentlichen Informationsbedürfnis.

Zum Thema: Bürgerhotline gut genutzt

Seit Montagmittag hat der Kreis Gütersloh eine eigene Bürgerhotline zum Coronavirus geschaltet. Unter der Telefonnummer 05241/85-4500 informieren Kolleginnen und Kollegen von montags bis freitags (8 bis 17 Uhr) zu Fragen rund um das neuartige Coronavirus. Außerhalb dieser Zeit steht die Hotline der Kassenärztlichen Vereinigung unter Telefon 116117 zur Verfügung. Bei der Hotline des Kreises Gütersloh tauchten drei Fragen besonders häufig auf:

1.      Wie verhält man sich, wenn man grippeähnliche Symptome hat?

Grippeähnliche Symptome bedeuten nicht zwangsläufig eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus. Wer Symptome aufweist sollte sich telefonisch beim Hausarzt melden und das weitere Vorgehen besprechen. Weitere Informationen liefert das Robert Koch Institut unter: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV.html

und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung unter: www.infektionsschutz.de

2.      Können Großveranstaltungen weiterhin durchgeführt werden?

Zur Durchführung von Großveranstaltungen gibt es bislang Empfehlungen des RKI (www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risiko_Grossveranstaltungen.html). Die Veranstalter müssen selber abschätzen, ob sie das Event durchführen. Besucher müssen eigenverantwortlich entscheiden, ob sie an der Veranstaltung teilnehmen. Da der weitere Verlauf und die Ausbreitung des Coronavirus jedoch noch unsicher sei, könne sich die Situation täglich ändern. 

3.      Können geplante Reisen stattfinden? Oder sollte man diese besser absagen?

Wer verreisen möchte, sollte sich beim Auswärtigen Amt unter www.auswaertiges-amt.de/de/ über die aktuelle Situation und die Bestimmungen in dem jeweiligen Zielland informieren.

Als Gesprächspartner standen im heutigen Pressegespräch Dr. Reinhardt Michels, stellvertretender Abteilungsleiter Gesundheit, zur Verfügung, Landrat Sven-Georg Adenauer, Thomas Kuhlbusch, sowie Dezernent Gesundheit, Ordnung und Recht zur Verfügung.

05.03.2020 12:50 Uhr Der vermeintlich erste Coronafall im Kreis Gütersloh ist keiner

Der vermeintlich erste Coronafall im Kreis Gütersloh ist keiner. Nachdem das Labor zunächst vermeldet hatte, dass der Coronatest bei einem älteren Mann positiv gewesen sei, erfolgte heute durch das Labor die Korrektur.

 

04.03.2020 18:00 Uhr Mann ist in häuslicher Quarantäne: Coronavirus im Kreis Gütersloh bestätigt

Im Kreis Gütersloh gibt es die erste bestätigte Infektion mit dem neuartigen Coronavirus SARS-Co-V-2. Am Mittwoch wurde die Abteilung Gesundheit über ein positives Testergebnis bei einem Mann aus dem Kreis Gütersloh informiert. Der ältere Mann zeigt nur wenig Symptome und befindet sich in häuslicher Quarantäne.

Die Abteilung Gesundheit bittet darum, sich nicht ohne Symptome und ohne besonderen Grund auf das neuartige Coronavirus testen zu lassen. „Ein Test macht nur dann Sinn, wenn Zeichen eines grippalen Infektes und weitere Risikofaktoren vorliegen“, erklärte Dr. Anne Bunte, Leiterin der Abteilung Gesundheit des Kreises Gütersloh. Für Personen mit Symptomen gilt nach wie vor: Telefonisch den Hausarzt kontaktieren und das weitere Vorgehen besprechen.

 

02.03.2020 Informationen zum Coronavirus: Kreis richtet Bürger-Hotline ein

Der Kreis Gütersloh hat ab heute, 2. März, um 13.15 Uhr eine Bürger-Hotline mit Informationen rund um das Coronavirus eingerichtet. Unter der Telefonnummer 05241 85-4500 können Bürgerinnen und Bürger anrufen, wenn sie Fragen zu der Lungenkrankheit (COVID-19) haben. Die Bürger-Hotline bildet die erste Anlaufstelle und ist in den nächsten Tagen von 8 bis 17 Uhr besetzt. Ab 17 Uhr kann das Bürgertelefon der Kassenärztlichen Vereinigung unter Telefon 116117 angerufen werden. Von der Resonanz wird abhängig gemacht, wie die weitere Besetzung der Hotline aussehen wird. Auf der Internetseite des Kreises Gütersloh gibt es aktuelle Informationen zum Coronavirus: www.kreis-guetersloh.de
Derzeit gibt es im Kreis Gütersloh keinen bestätigten Krankheitsfall. Um sich vor einer Ansteckung zu schützen, rät die die Abteilung Gesundheit dazu, die allgemeinen Schutzmaßnahmen wie auch bei anderen Atemwegserkrankungen zu befolgen: Häufiges Händewaschen, enge körperliche Kontakte vermeiden und in die Ellenbogenbeuge niesen, nicht in die Hand. Sogenannte Hamsterkäufe oder die Ausstattung mit Atemmasken oder Desinfektionsmitteln seien derzeit nicht nötig.

 

29.02.2020 Schulpflicht trotz Coronavirus

Da bereits einige Eltern ihre Kinder aufgrund des Coronavirus von der Schule vorsorglich abmelden wollen, möchten wir Euch drauf hinweisen, dass trotz der Angst vor einer Ansteckung Schulpflicht im Kreis Gütersloh besteht.

Sofern die Schulen nicht von den zuständigen Gesundheitsbehörden geschlossen wurden, besteht grundsätzlich Schulpflicht nach § 43 Absatz 1 SchulG. Ist eine Schülerin oder ein Schüler durch Krankheit oder aus anderen nicht vorhersehbaren Gründen verhindert, die Schule zu besuchen, so benachrichtigen die Eltern unverzüglich die Schule und teilen schriftlich den Grund für das Schulversäumnis mit.

 

27.02.2020 Vorsorge gegen die Verbreitung des neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2): Gesundheitsamt rät zur Beachtung von Hygieneregeln.

Die neuartige Lungenerkrankung (COVID-19) wurde in Deutschland bislang in nur wenigen Fällen nachgewiesen. Der Ausbruch dieser Erkrankung wird durch ein neuartiges Coronavirus verursacht, das eng mit dem SARS-Virus verwandt ist. Viele Eigenschaften des Virus sind noch nicht vollständig bekannt. Im Kreis Gütersloh gibt es bislang keinen bestätigten Fall der Erkrankung.

Um sich vor einer Ansteckung zu schützen, empfiehlt das Gesundheitsamt die gleichen Schutzmaßnahmen zu beachten wie auch für andere Atemwegserkrankungen (zum Beispiel Virusgrippe / Influenza oder grippale Infekte): Benutzung von Einmaltaschentüchern, häufiges gründliches Händewaschen, enge körperliche Kontakte vermeiden und das Niesen in die Ellenbeuge und nicht in die Hand.

Die frühen und leichten Symptome der Erkrankung wie Husten oder Schnupfen ähneln denen in dieser Jahreszeit auftretenden grippalen Infekten und der ‚echten‘ Virusgrippe (Influenza).
Nur bei Kontakt zu nachweislich Erkrankten oder einem Aufenthalt in einem Risikogebiet für die Erkrankung mit dem neuartigen Coronavirus in den vergangenen 14 Tagen, besteht bei grippalen Symptomen der Verdacht auf eine Erkrankung mit diesem neuartigen Coronavirus. Aktuelle Informationen hierzu gibt es auf den Seiten des Robert-Koch-Institutes (www.rki.de).

Das Gesundheitsamt des Kreises weist darauf hin, dass sich diese Personen mit Symptomen (begründete Verdachtsfälle) zuerst telefonisch an den Hausarzt wenden sollten. Ob ein Labortest auf das neuartige Coronavirus erforderlich ist, entscheidet dann der Hausarzt.

Für allgemeine Informationen hat das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium darüber hinaus eine Coronavirus-Hotline unter der Nummer (0211) 855 47 74 geschaltet.
Generelle Infos für Bürgerinnen und Bürger gibt es unter https://www.infektionsschutz.de/coronavirus-2019-ncov.html

Der Kreis Gütersloh informiert seit Ende Januar regelmäßig die Kassenärztliche Vereinigung, die Krankenhäuser und Rettungsdienste im Kreis, so dass diese zum Management beim neuartigen Coronavirus vorbereitet sind.

Der Kreis beobachtet kontinuierlich die Informationen und Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts, um über alle aktuellen Veränderungen informiert zu sein. In dem Moment, indem hier im Kreis ein begründeter Verdachtsfall auftreten sollte, gibt es ein zwischen Gesundheitsamt, Rettungsdienst und Krankenhaus abgestimmtes Vorgehen. Interne Abstimmungsstrukturen sind bereits etabliert.

Foto: www.rki.de