Corona-Erkrankungen in Herzebrock-Clarholz wieder im Bundesdurchschnitt

Zahl der Corona-Erkrankungen in Herzebrock-Clarholz wieder im Bundesdurchschnitt: Verwaltung prüft Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Virus.

Am 2. April hat der Kreis Gütersloh erstmals die Zahl der bereits genesenen Corona-Infizierten der einzelnen Gemeinden veröffentlicht. Stand 2. April, 14 Uhr waren es in Herzebrock-Clarholz 22 Infizierte und neun von der Krankheit Genesene. „Somit bewegen wir uns nun wieder im Bundesdurchschnitt der akut infizierten Patienten. Dies verdanken wir der Mitwirkung infizierter Personen sowie der Bereitschaft aller Bürgerinnen und Bürgern, Ihre Kontakte einzuschränken“, informiert Marco Diethelm.

In den letzten Wochen gab es Erlasse der Landesregierung von Nordrhein-Westfalen, Allgemeinverfügungen der einzelnen Kommunen sowie Richtlinien vom Bund, die das Coronavirus möglichst effektiv an seiner Ausbreitung hindern sollen. Um mit den rasanten Entwicklungen Schritt halten zu können, wurden immer wieder Aktualisierungen, Änderungen und Anpassungen vorgenommen.

Dabei bleiben Einzelheiten für die Bürgerinnen und Bürger und insbesondere für den Einzelhandel oftmals erklärungsbedürftig, zumal die konkreten Anweisungen nicht überall deckungsgleich sind. Alle Kommunen wurden nun von der Landesregierung aufgefordert, möglichst einheitliche Regelungen zu treffen. Dies vereinfacht auch die Arbeit der Polizei, welche nun nicht mehr jede einzelne Allgemeinverfügung kennen muss.

„Wir passen gerade die Allgemeinverfügung an, da einige Punkte laut Weisung der Landesregierung bestehen bleiben sollen. Das heißt auch, dass weiterhin zahlreiche Einzelhandelsgeschäfte geschlossen bleiben müssen“, erläutert Diethelm weiter. Die Einzelhandelsgeschäfte, die nun wieder geöffnet werden dürfen, wie beispielsweise der Einzelhandel mit Baustoffen, dürfen dies nur, wenn sie die Hygienestandards des Robert-Koch-Instituts einhalten.

„Wir stehen allen Einzelhändlern in der Gemeinde zur Verfügung, um zu klären, in welchem Umfang die Umsetzung der nötigen Schutzmaßnahmen wie Abstand halten, Mundschutz und/oder Schutzbrillen tragen sowie Trennscheiben installieren, machbar sind. Mitunter ist es einfacher, einen Abhol- und Bringservice nach telefonischer Absprache einzurichten als einen Laden mit wenigen Quadratmetern Fläche komplett zu öffnen“, ergänzt Bürgermeister Diethelm.

Die Erläuterungen benötigen jedoch Zeit. Daher hat die Verwaltung entschieden, die Allgemeinverfügung am Wochenende in Kraft zu setzen, damit zuvor die Gespräche geführt werden können. Aktuell ist das Ordnungsamt dreimal täglich für mehrere Stunden unterwegs, um die Maßnahmen und ihre Einhaltung zu kontrollieren. „Ich freue mich, dass zahlreiche Kolleginnen und Kollegen das Ordnungsamt unterstützen“, bedankt sich Diethelm.