Blühwiesen in Möhler und Clarholz

Die Gemeinde Herzebrock-Clarholz hat Blühwiesen zur Förderung der Artenvielfalt angelegt. Aktuell werden die Flächen von einer kleinen Herde Schwarzkopfschafe beweidet.

Gemeinde Herzebrock-Clarholz fördert Artenvielfalt: Blühwiesen in Möhler und Clarholz werden von Schafen beweidet.

Die beiden gemeindeeigenen Wiesen am Bischofskamp in Möhler und am Feldbusch in Clarholz hat die Gemeinde Herzebrock-Clarholz extra als Blühwiesen eingesät. Die dort ausgebrachte Saatgutmischung ist an die regionale Flora angepasst und bietet Nahrungsgrundlage für Wildbienen, Schmetterlinge, Käfer und andere Insekten“ weiß Gaby Höft, bei der Gemeinde für Grünflächen zuständig.

Auch für die Zaunpfähle der Wiesen wurde bewusst naturbelassenes Eichenholz gewählt. Wespen nutzen das Holz zum Nestbau. „Die in diesen Pfählen vorhandenen Löcher können wiederum von Käfern und Wildbienen als Lebensraum genutzt werden“ erläutert Gaby Höft, die das Blühwiesenprojekt initiiert hat.

Um das Pflanzenwachstum zu fördern, werden die Tiere je nach Üppigkeit des Pflanzenbestands nur kurzzeitig für einige Wochen zur Beweidung eingesetzt, so dass die Pflanzen danach erneut austreiben können. Zum Sommerende werden die vierbeinigen Landschaftspfleger erneut kurz auf die Wiesen gebracht. Bis zum Winter dürfen die Pflanzen dann wachsen. Die Samen der Pflanzen werden von den Vögeln zusätzlich als Winterfutter genutzt.

Die Schafe erhöhen durch diese Art der extensiven Pflege die Artenvielfalt der Flächen. Durch die geringe Trittbelastung wird außerdem die Vegetationsnarbe geschont. „So profitieren von dieser historischen Wirtschaftsform Mensch und Natur,“ so die Klimaschutzmanagerin der Gemeinde, Caroline Hüttemann.

In Kürze installiert der gemeindliche Bauhof Unterstände für die Schafe als Schutz vor Sonne und Regen.