Großes Interesse bei Radtour entlang der B64n Trasse

Damit hatte niemand gerechnet: Statt der gemeldeten 25 Personen kamen am Freitag Nachmittag über 90 Interessierte zum Herzebrocker Kirchplatz, um – trotz großer Hitze – an der vom Verein Kulturlandschaft Sundern-Samtholz-Brock organisierten Fahrradtour entlang der geplanten B64n teilzunehmen.

Walter Ertmer vom Verein hatte die Route exakt geplant. Unter Beachtung der Abstände sowie der Verkehrsregeln ging es über die Gildestraße hinaus in die offene Landschaft von Brock, Samtholz und Sundern, die in weiten Teilen einer B64n zum Opfer fallen würde.

An verschiedenen Zwischenstopps informierte die Vorsitzende des Vereins, Elisabeth Meier, über die Linienführung; u.a. über die geplante Höhe der Trasse (durchgängige Dammlage von 2 -3 m), über die Nähe zu Wohnsiedlungen, über die Verluste für die landwirtschaftlichen Betriebe durch den immensen Flächenverbrauch sowie über die Zerstörung der ortsnahen Erholungsgebiete (Pöppelkamp, Blinder Busch).

Mit kurzen Erläuterungen von Bernhard Pavenstädt-Vissing zum neuen Donauselphie-Feld am Axtbach landete der Radel-Tross nach etwa 9 Kilometern auf dem Hof Uphus, wo man sich – auf Abstand bedacht – mit bereitgestellten Kaltgetränken und kleinen Snacks stärkte.

Mit dabei: der parteiunabhängige Bürgermeisterkandidat Harald Loermann, sowie Ratsmitglieder aller Fraktionen. Harald Loermann stellte sich den Teilnehmern vor und äußerte dazu seine klare Kritik am Bau einer B64n.

Ein Teilnehmer, der selbst an der B64 wohnt, brachte es auf den Punkt, indem er (sinngemäß) sagte:

„Als Anwohner wünsche mir seit langem eine Entlastung auf der B64. Aber nach allem, was ich heute gesehen und gehört habe zum Thema B64n, kann ich das geplante Projekt nur ablehnen. Da wird viel zu viel kaputt gemacht.“