Angehende Schulkinder lernen spielerisch Statik

Noah, Luana, Alina Hassemeier, Theresa Homeier, Reinhard Stükerjürgen, Isabella und Emanuele bauen den Turm um Ida und Lukas. Teamarbeit und Absprache war bei den angehenden Schulkindern gefragt, damit der Turm auch Halt bekam.

Angehende Schulkinder lernen spielerisch Statik in der Kita St. Christina: Dabei geht es auch um Teamarbeit und Vertrauen.

Es geht um Gemeinschaft, seinen Platz im Team finden, Rücksichtnahme, Vorstellungsvermögen und gegenseitige Hilfe. Die Rede ist vom Statik-Workshop, der für die 27 angehenden Schulkinder in der Katholischen Kindertageseinrichtung St. Christina in Herzebrock stattfand. Schon seit vielen Jahren arbeitet Einrichtungsleiterin Theresa Homeier mit Reinhard Stükerjürgen vom Workshopteam RS aus Rietberg zusammen. Im Normalfall geht es dabei um das komplexe Thema Wasser im Rahmen eines Vater-Kind-Vormittages.  Die Naturwissenschaften hätten sich dabei bewährt, weil viele Väter daran sehr interessiert seien, erzählt Homeier. Doch jetzt ist gerade vieles anders. Im letzten Jahr mussten solche beliebten Aktionen ausfallen. Homeier wollte aber dennoch den angehenden Schulkindern ein besonderes Event bieten. Deshalb gestaltete Stükerjürgen nun einen Vormittag mit Kleingruppen von bis zu maximal acht Kindern in der Kita zum Thema „Jumbo-Statik“.  Dieses Mal coronabedingt ohne Väter. Damit die Kinder ihren Papas aber dennoch zeigen können, was sie erlebt und gelernt haben, gab es am Ende ein Foto und ein Protokoll.

Stükerjürgen erklärte den wissbegierigen Mädchen und Jungen was Statik bedeutet und zeigte ihnen anhand von Beispielen, wie man die großen Spezialbausteine, die aus einem Holz-Kunststoffgemisch bestehen, so aufeinandersetzt, dass sie in sich halten. Selbst bei einer Brücke ist das möglich, erfuhren die Kinder. Sie bauten auch einen Turm um zwei Kinder herum. Dabei lernten sie, dass sie immer versetzt arbeiten müssen, damit der Turm Halt bekommt. Schnell hatten sie ihr Ziel erreicht und Ida und Lukas konnten lediglich nur noch durch die Steinritzen schauen. Die Kinder waren verblüfft, dass der Turm so gut hielt.  Stükerjürgen erklärte ihnen, dass es dabei darauf ankomme, dass man im Team arbeite und sich auch abspricht. Es müssen Runden gebaut werden, sonst wird der Turm schief. Und auch die beiden Kinder im Innern mussten sich an die Regeln halten und ganz ruhig stehen bleiben, weil sonst das Bauwerk frühzeitig eingestürzt wäre. Das durfte dann am Ende erst beim gemeinsamen Herunterzählen passieren.

Stükerjürgen gestaltet die spielerischen Workshops für die Kitas und die Erzieherinnen begleiten das Projekt pädagogisch.

Corona sei auch bei den Kindern nicht spurlos vorübergezogen, meinte der Workshopleiter. Viele könnten sich nicht gut konzentrieren oder hätten verlernt in der Gemeinschaft etwas zu unternehmen und sich darauf einzulassen.

Im Juni soll ein weiterer Workshop folgen zum Thema digitale Medien-Roboter und im Sommer möglichst ein Vater-Kind-Zelten mit einem Workshop zum Thema Wasser. Finanziert werden die Workshops über die Einrichtung.