Leserbrief: Für- und wider B64n

Leserbrief von Edgar Moenikes aus Herzebrock-Clarholz

Für- und wider B64n

Bei allen sachlichen und emotionalen Argumenten für und wider den Bau der B64n stellt sich letztlich folgende Frage:

Wie nachhaltig wäre der Bau dieser Straße?

Wenn es den Regierenden mit einer zukunfts- und umweltorientierten Verkehrspolitik wirklich ernst wäre, hätte das unter anderem zur Folge:

  • Elektrifizierung des Individual- und Güterverkehrs (mit hoffentlich sauberem Strom)
  • Reduzierung des Individualverkehrs durch alternative Angebote
  • Eine erhebliche Zunahme des Anteils der Bahn am Güterverkehr
  • Gleichzeitige Abnahme der Lärm- und Emissionsbelästigung

Dieses Szenario könnte bei entsprechendem Handeln vielleicht in den nächsten 30 Jahren umgesetzt werden.

Die B64n zu bauen wäre unter diesem Aspekt völlig widersinnig.

Es würden Steuergelder verschwendet, die besser in einer innovativen Verkehrs- und Umweltpolitik angelegt wären.

Das war jetzt sehr viel konjunktiv.

Eins ist aber sicher.

Die Schäden, die mit dem Bau dieser Straße in der Natur angerichtet werden, können nicht rückgängig gemacht werden.

Edgar Moenikes

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