Erste Ehrenamtskarten in Herzebrock-Clarholz ausgegeben

Vergünstigungen in ganz Nordrhein-Westfalen als Dank für bürgerschaftliches Engagement

In der Gemeinde Herzebrock-Clarholz bekommen jetzt die ersten Bürgerinnen und Bürger die Ehrenamtskarte des Landes Nordrhein-Westfalen.

Das gesellschaftliche Miteinander in der Doppelgemeinde stützt sich verlässlich auf ehrenamtliches Engagement. „Ohne die vielen Sport-, Kultur- und heimatlich orientierten Vereine, Organisationen und Verbände sowie die Freiwillige Feuerwehr wären soziale und lebensnotwendige Aktivitäten nicht in diesem Umfang möglich. Dabei sind es immer wieder einzelne Personen, die sich besonders einsetzen“, erläutert Bürgermeister Marco Diethelm und ergänzt: „Toll, dass wir uns jetzt in dieser Form bedanken können.“

Der Ausschuss für Jugend, Familie, Senioren und Soziales hatte beschlossen, die Karte vor Ort einzuführen. Daraufhin hatte die Gemeindeverwaltung letztes Jahr die örtlichen Vereine angeschrieben und die Mitglieder ermuntert, sich zu bewerben oder Personen zu benennen, die dafür in Frage kommen könnten.

Um in den Genuss der Karte zu kommen, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein: beispielsweise mindestens fünf Stunden ehrenamtliche Arbeit pro Woche, beziehungsweise 250 Stunden geleistete Arbeit pro Jahr und das bereits wenigstens ein Jahr lang. Die ehrenamtliche Arbeit darf ausschließlich für Dritte ohne Aufwandsentschädigung, die über die Erstattung von Kosten hinausgeht, geleistet werden.

Im Rathaus wurden die Anträge erst einmal gesammelt. Jetzt können sich 35 Frauen und Männer über den Erhalt der Karte freuen.

Sie ist ein Zeichen des Dankes und der Anerkennung für intensives bürgerschaftliches Engagement. Unabhängig vom Wohnort gibt es aufgrund einer Vereinbarung zwischen dem Land und seinen Städten und Gemeinden in ganz Nordrhein-Westfalen vergünstigten Eintritt in viele öffentliche und private Einrichtungen und zu Veranstaltungen unterschiedlicher Art. Die Ehrenamtskarte soll mit mehr als bloßen Worten danken für die Zeit und Kraft, die den ehrenamtlich Tätigen dem Allgemeinwohl in vielfältiger Weise zur Verfügung stellen.

Gern würde Bürgermeister Diethelm die Ausgabe der Karten mit einer feierlichen Veranstaltung für die Ausgezeichneten würdigen. „Aufgrund der Corona-Pandemie ist dies zurzeit nicht angebracht. Aber wir möchten nicht noch länger damit warten, die Ehrenamtskarten zu übergeben. Deshalb haben wir die Karten mit einem Dankesschreiben per Post versandt.“

Stellvertretend für alle Empfänger der Ehrenamtskarte hat Diethelm am Pixeler See die Karte an Jens Bertling, den Vorsitzenden des Angelsportvereins FSV Herzebrock-Clarholz, übergeben.

Der Verein ist gemeinnützig und Mitglied des Landesfischereiverbands Westfalen und Lippe. Besondere Priorität genießen beim FSV Natur-, Umwelt- und Tierschutzfragen. Deshalb sind die Mitglieder verpflichtet, an Arbeitseinsätzen wie Säuberungsaktionen von Gewässern, Anpflanzen von Sträuchern und Wassergräsern sowie Arbeiten zur Erhaltung der Gewässer teilzunehmen. Auch die Förderung der Jugend wird stark vorangetrieben.

„Wir sind stolz auf unseren kleinen, aber feinen Verein. Im Mittelpunkt stehen die Liebe zur Natur und das Fischen. Zahlreiche Aktivitäten wie etwa das Gemeinschaftsangeln, Jugendangeln und das Pfingstlager füllen das Ganze mit Leben“, erläutert Bertling. „Dass mein Engagement jetzt so gewürdigt wird, freut mich natürlich sehr.“