Grünstreifenpflege an Straßen in Herzebrock-Clarholz

In den letzten Wochen hat es außergewöhnlich vielgeregnet. Entsprechend hoch wachsen die Gräser an den Straßenrändern. In der Gemeinde Herzebrock-Clarholz wird wie hier in der Dieselstraße beim Mähen zugleich auf Verkehrssicherheit und Insektenschutz geachtet.

Balance zwischen Verkehrssicherheit und Naturschutz.

Aufgrund der Regenfälle in den letzten Wochen wächst und gedeiht es nicht nur in den Gärten, sondern auch an den Straßenrändern in Herzebrock-Clarholz besonders üppig. Viel Arbeit für den Bauhof. „In den letzten drei Jahren gab es vergleichsweise wenig Niederschläge und somit weniger Aufwuchs. Dieses Jahr ist es wieder so wie es eigentlich sein sollte. Es gibt ausreichend Niederschlag, so dass das Gras von April bis Juni sehr stark gewachsen ist und die Gärtner kaum hinterherkommen“, sagt Christoph Umlauf vom Bauhof.

Doch der Umwelt und insbesondere den Insekten zuliebe wird ohnehin nicht mehr so viel gemäht wie in früheren Jahren. „Es gilt die Balance zu wahren zwischen Naturschutz und Sicherheit“, beschreibt Gaby Höft, die im Rathaus für Grünflächen zuständig ist, die Situation. Die Gemeinde handelt da entsprechend der Vorschläge des Kreises Gütersloh. Im vergangenen Jahr hat es zu diesem Thema sogar eine Vor-Ort- Abstimmung mit der Biologischen Station Gütersloh/Bielefeld gegeben.

Insbesondere an den Straßenrändern darf der Sicherheitsaspekt nicht außer Acht gelassen werden. Hochwachsende Pflanzen dürfen auf keinen Fall die Sicht im Straßenverkehr behindern. Durch einen Rhythmus von zwei- bis dreimaligem Grünschnitt pro Sommer können einige Pflanzen mehrmals neue Blüten für die Insekten ausbilden. Aber das Grün wird nicht zu hoch, um Verkehrsteilnehmern gefährlich werden zu können. Wo es möglich ist, wird das Begleitgrün der verschiedenen Straßenränder in der Gemeinde wechselweise gemäht, so dass es immer irgendwo blüht. „Es handelt sich in erster Linie um heimische Gräser und Wildkräuter, die dann auch zur Blüte kommen. Die Vielfalt und der Blüheffekt sind weitaus geringer als auf speziell eingesäten Wildblumenflächen oder Magerrasen wie es sie etwa in den Bergen gibt. Dennoch sind es Flächen, auf denen unsere heimischen Insekten Lebensraum finden“, erläutert Umlauf.

Wieder anders wird in den Klostergärten gemäht. Die Rasenflächen werden dort alle zwei bis drei Wochen, die eingesäten Wildblumenflächen hingegen nur ein- bis zweimal im Jahr gemäht. Durch den hohen Wuchs der Pflanzen kommen dabei andere Geräte zum Einsatz. An Spazierwegen entlang wird das Grün hingegen so in Schach gehalten, dass die Wege für Fußgänger und Radfahrer frei sind, aber Brennnesseln und Strauchwerk für Bienen, Schmetterlinge und Co stehen bleiben.

Die Mitarbeiter vom Bauhof sind regelmäßig im Einsatz, um an allen Stellen in der Gemeinde den optimalen Mix aus extensivem Mähen und Naturraum lassen zu ermöglichen.